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Glossar der Investmentbegriffe

Wichtiger Hinweis: Dieses Glossar soll Ihnen dabei helfen, die derzeit verwendete Finanz- und Anlageterminologie zu verstehen. Wir haben uns bemüht, die einzelnen Begriffe korrekt zu erläutern. Allerdings erheben die Beschreibungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Endgültigkeit und können von anderen ebenfalls gebräuchlichen Auslegungen abweichen. Diese Broschüre wurde für Ihren persönlichen Gebrauch konzipiert und ist nicht für den öffentlichen Vertrieb bestimmt. Stand: 30. April 2010.

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A

Absolute Return Anlagestrategie, die darauf abzielt, langfristig und in wiederkehrenden Zeiträumen (z. B. 12 Monate) eine positive Rendite zu erzielen. Sie steht im Gegensatz zu Ansätzen, die sich darauf konzentrieren, eine festgelegte Referenzgröße, z. B. einen Vergleichsindex oder eine Inflationsgröße zu schlagen.

Aktie Eigentumsanteil an einem Unternehmen (im Gegensatz zu einer Schuldverschreibung eines Unternehmens, beispielsweise einer Anleihe).

Aktives Management Ansatz im Anlagenmanagement, der auf fundierten Anlageentscheidungen, einer flexiblen Reaktion und frühzeitigen Antizipation von Marktereignissen basiert. Gegenstück dazu ist ein „passives“ Anlagenmanagement, bei dem die Zusammensetzung und damit auch die entsprechende Performance eines Marktes (oder Referenzindex/Benchmark) lediglich abgebildet wird. Beim aktiven Anlagenmanagement geht es darum, den Referenzindex durch Managementkompetenz zu schlagen, d. h. durch die Investition in möglichst renditestarke Anlagen. Allerdings ist auch eine unterdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich zur Benchmark möglich, wenn sich die gehaltenen Wertpapiere schlechter als der Markt entwickeln.

Aktives Risiko Messgröße für die geschätzte Volatilität der Fondsperformance im Vergleich zu einer Benchmark. Das aktive Risiko ist definiert als die prognostizierte Standardabweichung der Jahresrendite im Vergleich zur Benchmark und wird in der Regel ex-ante angegeben.

Alpha Überschussrendite eines aktiv verwalteten Portfolios gegenüber der Performance einer Benchmark. Dieser Betrag ist der „Managementkompetenz“ zuzuschreiben.

Alternative Anlagen Bezeichnet Investitionen in alternative Anlageklassen. Hierzu gehören Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe, Private Equity und Infrastruktur. Es handelt sich hierbei um Anlagen außerhalb der „traditionellen“ Anlageklassen Geldmarkt, Anleihen und Aktien.

Anlageklasse Die verschiedenen Arten von Anlagen, in die ein Fonds investiert, z. B. Aktien, Anleihen oder mehrere Anlageklassen (Multi-Asset).

Anleihe Allgemeine Bezeichnung für eine handelbare Schuldverschreibung, die von Staaten und Unternehmen zum Zwecke der Kapitalbeschaffung ausgegeben wird. Dem Inhaber der Anleihe wird das investierte Kapital zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt (Fälligkeitsdatum) zurückgezahlt. Zusätzlich erhält er über die Laufzeit der Anleihe einen festen Zinssatz.

Annualisierte Rendite Die in einem bestimmten Zeitraum erzielte Rendite, angegeben als Durchschnittsrendite pro Jahr.

Ausfallrisiko Risiko, dass der Emittent einer Staats- oder Unternehmensanleihe seine Zahlungsverpflichtungen (Zinszahlungen oder Kapitalrückzahlung) nicht erfüllt. Rating-Agenturen bewerten die Bonität von Staaten und Unternehmen, um die Ausfallwahrscheinlichkeit zu beziffern. Um das Ausfallrisiko zu senken, können Anleger diversifizieren und in verschiedene Anleihen unterschiedlicher Emittenten investieren. So werden die Auswirkungen des Ausfalls eines Emittenten begrenzt.

Ausschüttungsrendite Die Ausschüttungsrendite spiegelt den Betrag wider, der erwartungsgemäß in den kommenden zwölf Monaten ausgeschüttet wird. Sie zeigt das prozentuale Verhältnis zwischen dem ausgeschütteten Ertrag und dem mittleren Preis des Fondsanteils an einem bestimmten Datum und basiert auf einer Momentaufnahme des Portfolios an diesem Datum. Sie enthält keine Gebühren und muss vom Anleger unter Umständen versteuert werden.

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B


Benchmark Die Benchmark oder auch der Referenzindex, ist ein Vergleichsmaßstab zur Messung des Anlageerfolgs. Sie definiert ein Vergleichs- bzw. Referenzportfolio, anhand dessen die Wertentwicklung des tatsächlichen Portfolios bewertet werden kann.

Beta Das Beta beschreibt, in welchem Umfang die Rendite einer Kapitalanlage die Wertentwicklung des betreffenden Index nachvollzieht. Es definiert das Verhältnis der Rendite einer Aktie, eines Investmentfonds oder eines Portfolios zu der am betreffenden Markt erzielten Durchschnittsrendite. Mittels des Betas lassen sich Aussagen über das Risiko einer Anlage im Vergleich zu seiner Benchmark treffen. Ein Beta-Faktor von 1 gibt an, dass sich die Rendite der Anlage proportional zum Index entwickelt. Ist das Beta größer als 1 reagiert die Anlage überproportional auf Änderungen des Index. Ein Betafaktor unter 1 weist auf eine unterproportionale Reaktion auf Indexänderungen hin. Ist der Betafaktor negativ, entwickeln sich die Indexrendite und die Rendite der Anlage in die entgegengesetzte Richtung.

Bezugsrechtsemission Ausgabe neuer Aktien, bei der bestehende Aktionäre das Recht haben, neu ausgegebene Aktien des Unternehmens im Verhältnis zu ihrer bisherigen Beteiligung am Grundkapital zu erwerben.

Bonitätseinstufung Anleihen werden anhand einer Bonitätseinstufung bewertet. Diese ist davon abhängig, welches Anlagerisiko mit der betreffenden Anleihe verbunden ist, d. h. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Emittent die zugesagten Zinszahlungen (Kupon) und die Kapitalrückzahlung leistet. Hohe Bonitätseinstufungen (z. B. AAA) bedeuten, dass der Emittent diese Pflichten wahrscheinlich erfüllen wird. Er kann daher Anleihen mit geringer Verzinsung ausgeben, die dennoch für die Anleger attraktiv sind. Anleihen mit hoher Bonitätseinstufung werden als Investment-Grade-Anleihen bezeichnet, solche mit niedrigerer Einstufung (D bis BB+) werden Nicht-Investment-Grade-Anleihen oder auch Junk Bonds genannt. Siehe auch Ausfallrisiko.

Buchwert Der ursprüngliche Wert einer Anlage im Unterschied zum aktuellen Marktwert.

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C


Collective Investment Scheme (CIS) Anlageform, bei der mehrere Anleger gemeinsam investieren, um an einer größeren Bandbreite von Anlagen zu partizipieren, als dies für die meisten Investoren allein möglich wäre. Die entstehenden Kosten und erzielten Erträge werden auf die Anleger aufgeteilt. Diese Fonds zeichnen sich in der Regel durch die beiden folgenden Eigenschaften aus:

  • Die Anleger sind nicht an der täglichen Verwaltung des zugrunde liegenden Vermögens beteiligt.
  • Die Einlagen der Anteilseigner und die für Ausschüttungen vorgesehenen Gewinne oder Erträge werden gesammelt verwaltet.
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D


Dachfonds Bietet in der Regel eine größere Risikostreuung, da er Anteile an anderen Fonds (Zielfonds) hält, die in der Regel keine Dachfonds sind. Maximal dürfen bis zu 20 % des Fondsvermögens in Anteile eines einzelnen Zielfonds angelegt werden. Des Weiteren darf ein Dachfonds nicht mehr als 10 % der Anteile am Vermögen eines Zielfonds halten.

Dach-Hedgefonds Ein Fonds, der in einen Korb zugrunde liegender Hedgefonds investiert. Dach-Hedgefonds sind in der Regel über verschiedene Strategien und Fondsmanager diversifiziert. Der Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, dass eine Diversifikation über Strategien und Basisfonds möglich ist, und der Anleger Zugang zu Investments erhält, die andernfalls keine Neuanlagen annehmen würden oder extrem hohe Mindestanlagebeträge haben.

Derivat Finanzinstrument, dessen Preis oder Wert von dem eines zugrunde liegenden Basiswerts abhängt, in der Regel eines Rohstoffs, einer Anleihe, Aktie oder Währung. Beispiele für Derivate sind Futures und Optionen. Anleger können durch den Kauf und Verkauf von Derivaten das mit dem Basiswert verbundene Risiko absichern, sich gegen Wertschwankungen schützen oder von Stagnationsphasen oder Kursrückgängen profitieren.

Diversifikation Investition in verschiedene Anlageklassen, Märkte und Regionen, die in einer möglichst geringen Korrelation zueinander stehen. Ziel hierbei ist, das Risiko zu minimieren.

Dividende Unternehmen schütten einen bestimmten Anteil ihres Gewinns nach Steuern in Form von Aktien oder Barerlösen an die Aktionäre aus. Die Unternehmen bestimmen die Höhe der Dividende (sofern eine solche gezahlt wird) und den Auszahlungstermin. Für Stammaktionäre gibt es keine Dividendengarantie.

Dividendenrendite Die Dividendenrendite stellt den jährlichen Ausschüttungssatz im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs dar. Dividendenrendite = jährliche Dividende je Aktie dividiert durch den aktuellen Aktienkurs.

Duration Duration ist eine Sensitivitätskennzahl, welche die durchschnittliche Bindungsdauer von Kapital in einem festverzinslichen Wertpapier bezeichnet. Sie ist die Summe der Barwerte künftiger Erträge und Tilgungszahlungen, die mit der Anzahl der Jahre bis zu deren Auszahlung gewichtet werden. Die modifizierte Duration ist eine Messgröße für die Sensitivität des Anleihenkurses gegenüber Änderungen des Marktzinses.

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E


Effektive Duration des Fonds in Jahren Die effektive Duration ist eine Kennzahl für die Zinsempfindlichkeit eines Fonds – je länger die Duration, desto stärker reagiert der Fonds auf Zinsänderungen. Das Verhältnis zwischen Fonds mit unterschiedlicher Duration ist einfach: Ein Fonds mit einer Duration von zehn Jahren ist doppelt so volatil wie ein Fonds mit fünfjähriger Duration. Die Duration gibt auch Hinweise darauf, wie sich der Nettoinventarwert eines Fonds bei Zinsänderungen verhält. Ein Fonds mit einer Duration von fünf Jahren verliert 5 % seines Nettoinventarwerts, wenn der Zinssatz um einen Prozentpunkt steigt. Im Umkehrschluss gewinnt er 5 % seines Nettoinventarwerts, wenn der Zinssatz um einen Prozentpunkt sinkt.

Eigenkapitalrendite Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität eines Unternehmens. Sie gibt an, inwieweit ein Unternehmen mit der Investition seiner Finanzmittel zusätzliche Erträge erwirtschaftet. Hilfreiche Kennziffer für den Vergleich mehrerer Unternehmen einer Branche.

Ertrag Der jährlich mit einer Anlage erwirtschaftete Wert (Erlöse plus Kapital), welcher in der Regel in Prozent ausgedrückt wird.

Ertragsausschüttung Ausschüttung der Erträge an die Fondsanleger im Verhältnis zur Anzahl der gehaltenen Anteile am Ex-Dividenden-Datum.

Ex-Dividende Um zu klären, wer eine Dividende auf eine Aktie erhält, die um den Dividendentag verkauft wird, wird ein Ex-Dividenden-Datum festgelegt. Wird die Aktie nach diesem Datum verkauft, hat der neue Eigentümer keinen Anspruch auf die Dividende. Der Aktienkurs sinkt in der Regel am Ex-Dividenden-Datum um den Betrag der Dividende.

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F


Fälligkeit Zeitpunkt, zu dem die Laufzeit eines festverzinslichen Wertpapiers endet und die Rückzahlung erfolgt. Auch Rückzahlungsdatum genannt. Der Begriff Fälligkeit kann sich auch auf das Ende der Laufzeit eines Futures oder einer Option beziehen.

Fondsrendite Die Fondsrendite gibt die annualisierte Rendite eines Fonds nach Abzug von Gebühren im Verhältnis zum mittleren Marktpreis des Fondsanteils in Prozent an.

Future Standardisierter Terminkontrakt, bei dem sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge und Qualität eines Basiswertes zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu einem bei Abschluss festgelegten Preis (Future-Preis) zu liefern bzw. abzunehmen.

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G


Gearing Aufnahme von Fremdmitteln, um diese zu investieren und somit eine höhere Rendite zu erzielen. Dies kann jedoch auch zu höheren Verlusten führen und gilt daher als risikoreiche Anlagestrategie. Gearing ist auch über Derivate möglich.

Geldmarkt Hierbei handelt es sich um den Markt für kurzfristige Kredite und Guthaben, die unter Banken vergeben und gehandelt werden. Der Geldmarkt spielt eine wichtige Rolle bei der Liquiditätsbeschaffung.

Geldmarktinstrumente Kurzfristige Schuldtitel wie Treasury Bills oder Papiere von Unternehmen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, die sich leicht in Bargeld umwandeln lassen.

Gesamtrendite Kombination aus Kapitalrendite und Ertragsrendite. Gesamterhöhung (oder Gesamtrückgang) des Werts eines Portfolios als Folge der Nettowertsteigerung (oder des Nettowertverlusts) des Fondsvermögens zuzüglich der Nettoerträge für einen bestimmten Zeitraum. Wird ausgedrückt als Verhältnis zum Fondswert zu Beginn des Betrachtungszeitraums.

Gewinnwachstum Prozentuale Veränderung des Gewinns je Aktie eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Gewinn je Aktie Messgröße für den Unternehmensgewinn. Zu ihrer Berechnung wird der Gewinn nach Steuern eines Unternehmens durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Der Gewinn je Aktie dient als Grundlage für die Berechnung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV).

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H


Hedgefonds Fonds, der bei seinen Anlagen verschiedene Instrumente nutzen kann, in der Regel Leerverkäufe, Leverage, Derivate, Rohstoffe oder Devisen. Normalerweise wird eine Absolute-Return-Strategie verfolgt. Hedgefonds gehen theoretisch hohe Risiken ein in der Hoffnung, erhebliche Erträge zu erwirtschaften. Weitere typische Merkmale eines Hedgefonds sind performanceabhängige Gebühren sowie hohe Eigeninvestitionen des Hedgefonds-Managers.

High Yield High-Yield-Strategien konzentrieren sich auf Investitionen in Anleihen mit einem Rating unterhalb von Investment Grade mit dem Ziel, einen positiven Carry sowie ein Kapitalwachstum zu erzielen. Derartige Fonds können in Long- und Short-Positionen investieren. In der Praxis überwiegt in der Regel jedoch eine Konzentration auf Long-Positionen. Die Anlagestrategie hängt häufig von der Performance der Hochzinsmärkte und, in gewissem Umfang, der Aktienmärkte ab. Es bestehen Chancen für eine relative und absolute Rendite. Eine Anleihe kann beispielsweise im Verhältnis zu einer anderen Anleihe desselben Unternehmens fehlbewertet sein. Dies kann unter Umständen die Chance bieten, gegenläufi ge Long- und Short-Positionen einzugehen.

High-Yield-Anleihe; Hochzinsanleihe Spekulative Anleihe mit einer Bonitätseinstufung unterhalb von Investment Grade.

Historische Rendite Die historische Rendite gibt die Renditeverteilung in den vergangenen zwölf Monaten im Verhältnis zum mittleren Preis des Fondsanteils an einem bestimmten Datum an. Sie enthält keine Gebühren und muss vom Anleger unter Umständen versteuert werden.

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I


Indexgebundene Anleihe Die Zinszahlungen (Kupons) und die Höhe der fälligen Kapitalrückzahlung richten sich bei indexgebundenen Anleihen nach der Inflationsrate. Diese wird anhand einer vorher festgelegten Inflationskennzahl gemessen. Die Anleger sind damit vor einem Wertverlust ihrer Anlage durch die Inflation geschützt.

Inflation Messgröße für den Anstieg der Preise von Waren und Dienstleistungen im Zeitverlauf.

Information Ratio Kennzahl für die risikobereinigte Performance. Die Information Ratio gibt die Mehrperformance pro Risikoeinheit an. Sie entspricht der Überschussrendite eines Fonds gegenüber seinem Referenzindex, dividiert durch den realisierten Tracking Error. Eine vom Index abweichende Investmentstrategie ist um so lohnenswerter für einen Investor, je höher die Information Ratio ist.

Investment-Grade-Anleihe Eine Anleihe wird als Investment-Grade-Anleihe bezeichnet, wenn sie über ein Mindestrating von BBB (Standard & Poor’s) bzw. Baa3 (Moody’s) verfügt. Derartige Anleihen bieten in der Regel die höchste Sicherheit hinsichtlich der Kapitalrückzahlung sowie der Zinszahlungen und bergen das geringste Ausfallrisiko. Das mit der Anleihe verbundene Risiko steigt, je weiter das Rating von AAA ausgehend sinkt. Investment-Grade-Anleihen sind grundsätzlich vor allem für konservative Anleger geeignet.

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K


Kapitalabruf Bei der Anlage in bestimmte Fondstypen, insbesondere Venture-Capital-Fonds, verpfl ichtet sich der Investor, einen bestimmten Betrag zu investieren, stellt diesen jedoch nicht von Beginn an in voller Höhe dem Fondsmanager zur Verfügung. Im Zuge des Anlageprozesses ruft der Fondsmanager die zugesagten Beträge bei den Investoren ab, d. h. er fordert Kapital bei ihnen ein.

Kassamarkt (Spotmarkt) Markt, an dem Geschäftsabschlüsse sofort oder kurzfristig erfüllt werden müssen. In der Regel ist eine gegenseitige Erfüllungsfrist von maximal zwei Börsentagen üblich.

KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis. Kennzahl zur Bewertung von Unternehmensaktien. Das KGV wird berechnet, indem der aktuelle Aktienkurs durch den Gewinn je Aktie dividiert wird.

Korrelation Messgröße für das Verhältnis zwischen zwei Variablen, z. B. zwischen zwei Renditereihen von Aktien. Eine hohe Korrelation zweier Aktienrenditen bedeutet, dass im Falle einer überdurchschnittlichen Entwicklung der einen Rendite auch eine überdurchschnittliche Entwicklung der anderen Rendite wahrscheinlich ist. So weisen beispielsweise alle Ölaktien eine hohe Korrelation auf, weil ihre Kurse durch dieselben Kräfte beeinflusst werden. Die Kurse von Goldaktien weisen hingegen keine enge Korrelation zu Versorgeraktien auf, weil beide Gruppen von verschiedenen Variablen abhängig sind. Zur Bestimmung dieses Verhältnisses kommt der Korrelationskoeffizient zum Einsatz. Bei einer perfekten negativen Korrelation liegt der Koeffizient bei -1, bei einer perfekten positiven Korrelation bei +1. Eine Korrelation von 0 liegt vor, wenn zwischen zwei Variablen kein Zusammenhang besteht. Wichtig ist, dass die Korrelation nichts über die durchschnittlichen Renditen selbst, also den Trend, aussagt. Die Korrelation ist eine zeitabhängige Variable, d. h. sie ist im Zeitverlauf veränderlich.

Kreditrisiko Risiko, dass ein Anleihenemittent seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, oder das Ausfallrisiko der Kontrahenten bei OTC-Geschäften (over-the-counter) wie Swaps. Bonitätseinstufungen zum Kreditrisiko werden von Rating-Agenturen wie Standard & Poor’s vorgenommen.

Kupon Regelmäßige Zinszahlung für eine Anleihe. Ausgedrückt in Prozent des Nennwerts der Anlage.

Kurs-Buchwert-Verhältnis Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) gibt das Verhältnis zwischen dem Kurswert der Aktien eines Unternehmens (Aktienkurs) und dem Buchwert der Aktien an. Der Buchwert der Aktien entspricht wiederum dem bilanziell ausgewiesenen Wert der Vermögenswerte des betreffenden Unternehmens. Dieser ist definiert als die Differenz zwischen dem Buchwert der Aktiva und dem Buchwert der Passiva des Unternehmens. Das KBV soll verdeutlichen, zum Wievielfachen des Buchwertes eine Aktie an der Börse gehandelt wird.

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L


Leveraging Aufnahme von Fremdmitteln, um diese zu investieren und somit eine höhere Rendite zu erzielen. Kann jedoch auch zu höheren Verlusten führen und gilt daher als risikoreiche Anlagestrategie. Leveraging ist auch über Derivate möglich.

Leerverkauf Verkauf von Vermögenswerten, in der Regel von Wertpapieren, die der Verkäufer von einem Dritten geliehen hat, mit der Absicht, die gleichen Papiere zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen und an diesen Dritten zurückzugeben. Der Leerverkäufer hofft auf Gewinne aus einem Kursrückgang der Papiere zwischen dem Verkaufs- und dem Rückkaufdatum, da er die Papiere zu einem Preis zurückkauft, der unter dem Preis liegt, den er beim Verkauf erhalten hat. Aus einem Leerverkauf entsteht eine sogenannte Short-Position.

Long/Short Als Hedgefonds-Strategie handelt es sich bei der Long-Short-Strategie um eine Weiterentwicklung des traditionellen Long-only-Anlageansatzes an den Aktienmärkten. Long-only-Strategien zielen darauf ab, unterbewertete Wertpapiere zu kaufen und von Kursanstiegen zu profitieren. Bei Long-Short-Strategien geht es jedoch auch darum, überbewertete Wertpapiere leer zu verkaufen. Long-Short-Manager unterscheiden sich zudem insofern von Buy-and-Hold-Investoren, als sie in der Lage sind, Leveraging sowie Derivate wie Futures und Optionen zu nutzen. Durch die Kombination von Long- und Short-Positionen können Long-Short-Hedgefonds einerseits das Marktrisiko begrenzen und andererseits bei fallenden Aktienkursen Erträge erwirtschaften.

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M


Marktrisiko Risiko, dass mit einem Portfolio nicht die erwarteten Renditen erzielt werden, weil sich die ausgewählten Wertpapiere und Märkte unterdurchschnittlich entwickeln.

Mutual Fund Offener Wertpapier-Investmentfonds, dessen Anteile von Anlegern kontinuierlich gekauft und verkauft werden können. Der Begriff Mutual Fund ist in den USA und einigen anderen Ländern gebräuchlich.

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N


Nennwert Nominalwert eines Wertpapiers, nicht zu verwechseln mit dem Marktwert. Bei Anleihen entspricht der Nennwert dem bei Fälligkeit rückzahlbaren Schuldbetrag.

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O


OGAW Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren. OGAW, engl. UCITS, sind zugelassene Fonds, die in allen EU-Staaten vertrieben werden dürfen. Die OGAW-III-Richtlinie umfasst die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen zu OGAW, gemäß denen Investmentfonds in eine größere Bandbreite von Finanzinstrumenten, einschließlich Derivate, investieren dürfen. Alle OGAW stellten zum 13. Februar 2007 auf die OGAW-III-Anforderungen um. Bei den meisten in Großbritannien zugelassenen Fonds handelt es sich um OGAW.

Option In der Finanzsprache ist eine Option ein Kontrakt zwischen einem Käufer und einem Verkäufer, über den der Käufer das Recht – nicht jedoch die Pflicht – erhält, ein bestimmtes Wertpapier (Basiswert) bei oder vor Ablauf der Option zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Optionsbereinigter Spread des Fonds Verfahren zur Berechnung des relativen Werts eines festverzinslichen Wertpapiers, das eine Option beinhaltet, beispielsweise eine Option des Inhabers auf vorzeitige Rückzahlung.

OTC-Markt (over the counter) Freiverkehrsmarkt der USA für Aktien und Anleihen im Interbankenhandel (auch OTC-Markt genannt), der außerhalb der Verantwortung der Börse stattfindet, aber dennoch den geltenden gesetzlichen Bestimmungen für den Wertpapierhandel unterliegt.

Optionsschein (Warrant) Wertpapier, das in der Regel zusammen mit einer Anleihe oder Aktie emittiert wird, aber über eine eigene Laufzeit und einen eigenen Kurswert verfügt. Ein Optionsschein berechtigt den Inhaber, innerhalb eines bestimmten Zeitraums oder zeitlich unbegrenzt Stammaktien zu einem vorher festgelegten Preis zu erwerben. Dieser Preis ist in der Regel höher als der Börsenkurs der Aktie am Ausgabedatum. Optionsscheine sind uneingeschränkt übertragbar und können unabhängig vom Basiswert gehandelt werden.

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P


Passives Management Vermögensverwaltungs-Strategie, mit der eine der Markt- oder Indexrendite entsprechende Performance angestrebt wird. Vgl.: Aktives Management.

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R


Realisierter Tracking Error Siehe Tracking Error.

Realrendite Ertrag einer Kapitalanlage unter Berücksichtigung der Inflationsrate.

Rendite Messgröße für den Ertrag einer Kapitalanlage. Bei Aktien gibt die Rendite die jährliche Dividendenzahlung als prozentuales Verhältnis zum Börsenkurs der Aktie an. Bei Immobilien entspricht die Rendite den Mieteinnahmen, ausgedrückt in Prozent des Kapitalwerts der Immobilie. Bei Anleihen ist die laufende Rendite (auch Umlaufrendite oder aktuelle Rendite genannt) der zahlbare Jahreszins, ausgedrückt in Prozent des aktuellen Kurses der Anleihe. Die Effektivrendite (oder Rendite bei Fälligkeit) berücksichtigt Kapitalzuwächse oder -verluste, die bis zum Fälligkeitsdatum realisiert werden.

Renditespread Renditedifferenz zwischen verschiedenen Arten von Anleihen, beispielsweise zwischen Staats- und Unternehmensanleihen.

Risiko Das Risiko ist eine Messgröße für die Möglichkeit, Verluste zu erleiden und keinen Wertzuwachs zu erzielen. Es wird häufig definiert als Standardabweichung von der Gesamtrendite. Das Risiko ist ein Unsicherheitsfaktor bezüglich der Rendite einer Kapitalanlage.

Rohstoffe Güter wie landwirtschaftliche Erzeugnisse, Energie, Getreide, Metalle und Nahrungsmittel, die an einer Rohstoffbörse oder am Kassamarkt gehandelt werden. Es existiert ein breites Spektrum von mehr als 100 verschiedenen Rohstoffen, mit denen attraktive Anlagerenditen erzielt werden können.

Rückzahlung Tilgung des für eine Kapitalanlage ausstehenden Schuldbetrags. Das Datum, an dem die Tilgung erfolgt, ist das Rückzahlungsdatum.

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S


Sharpe Ratio Kennzahl zur Bewertung der Überschussrendite einer Geldanlage in Abhängigkeit vom Risiko zu einer Benchmark (risikofreier Zinssatz). Mittels der Sharpe-Ratio kann man ex post einen Geldanlagenvergleich vornehmen. Geeignete Messgröße für den Vergleich von Absolute-Return-Fonds oder für die gesamte Anlage eines Investors.

Staatsanleihe Sammelbezeichnung für Anleihen, die von Staaten oder staatsnahen Institutionen ausgegeben werden.

Standardabweichung Statistische Kennziffer zur Bewertung der historischen Volatilität. Allgemeiner eine Messgröße für die Schwankungsbreite eines Zahlenwerts um sein Mittel.

Swap In der Finanzsprache beschreibt ein Swap ein Derivat, bei dem zwei Kontrahenten bestimmte Vorteile des Finanzinstruments der einen Partei gegen die des Finanzinstruments der anderen Partei tauschen. Im Swap-Vertrag wird definiert, wann die Zahlungsströme fließen und wie sie berechnet werden.

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T


Thesaurierende Anteile Investmentfonds-Anteile, deren Erträge automatisch reinvestiert werden, um den Wert der Fondsanteile zu steigern.

Tracking Error Messgröße dafür, wie eng ein Portfolio seinem Referenzindex folgt. Wird der Tracking Error historisch bewertet, wird er als „realisiert“ oder „ex post“ bezeichnet. Wird ein Modell zur Prognose des Tracking Errors verwendet, nennt man ihn „ex-ante“ oder spricht vom „erwarteten“ Tracking Error.

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U


Übergewichtung Der Besitz eines größeren Anteils einer Aktie oder eines Sektors als der Referenzindex oder die Benchmark, an dem/der das Portfolio gemessen wird. Gegenteil: Untergewichtung.

UCITS Siehe OGAW.

Umlaufrendite Siehe Rendite.

Untergewichtung Besitz eines geringeren Anteils einer Aktie oder eines Sektors als der Referenzindex oder die Benchmark, an dem/der das Portfolio gemessen wird. Gegenteil: Übergewichtung.

Unternehmensanleihe Von einem Unternehmen ausgegebene Anleihe. Dieser Begriff wird jedoch auch verwendet, um alle Anleihen zu beschreiben, bei denen es sich nicht um von Staaten in eigener Währung ausgegebene Rentenpapiere handelt. Diese oft auch als „Kreditpapiere“ oder „private“ Anleihen bezeichneten Papiere umfassen somit von Unternehmen, internationalen Organisationen und staatlichen Stellen ausgegebene Anleihen. Unternehmensanleihen unterscheiden sich vor allem durch das ihnen innewohnende Ausfallrisiko von Staatsanleihen. Siehe Kreditrisiko.

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V


Vermögensallokation Die Aufteilung des Kapitals eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen/Märkte.

Volatilität Die Volatilität ist eine Messgröße für die Schwankungsbreite des Kurses einer Anlage oder des Preisniveaus eines Marktes. Der Kurs einer Aktie mit hoher Volatilität verzeichnet beispielsweise starke Aufwärts- und Abwärtsbewegungen. Eine Aktie mit geringen Kursschwankungen hingegen hat eine geringe Volatilität. Die Volatilität oder Standardabweichung ist eine Kennzahl für die Abweichung der Renditen von der durchschnittlichen Rendite über einen bestimmten Zeitraum. Wird ein Fonds beispielsweise monatlich bewertet, so ist seine Volatilität definiert als die Abweichung der monatlichen Rendite von seiner durchschnittlichen monatlichen Rendite über einen bestimmten Zeitraum. Zur Bestimmung der historischen Volatilität (oder annualisierten Standardabweichung) wird die Standardabweichung von den während einer bestimmten Untersuchungsperiode beobachteten Renditen mit der Quadratwurzel der Anzahl an Zeitintervallen in einem Jahr multipliziert, z. B. mit 12 für die monatliche Volatilität.

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W


Währungsrisiko Die Schwankungen der Wechselkurse ausländischer Währungen führen bei Investitionen in Wertpapiere, die nicht auf die Basiswährung des Anlegers lauten, zu einem Währungsrisiko. Beispiel: Bringt eine Anlage an einem ausländischen Markt eine Rendite von 5 % und fällt der Kurs der ausländischen Währung im Vergleich zur Basiswährung (Heimatwährung des Fonds), so ist die reale Rendite der ausländischen Anlage geringer, sofern das Währungsrisiko nicht gegenüber der Basiswährung abgesichert wurde.

Währungssicherung Absicherung des Währungsrisikos über Derivate.

Wandelanleihe Anleihe, die zu bestimmten Terminen während der Laufzeit in eine vorher festgelegte Anzahl von Aktien des betreffenden Unternehmens gewandelt werden kann, in der Regel auf Wunsch des Anleiheninhabers.

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Z


Zugelassener Fonds Sammelfonds, der den Bestimmungen der BAFin entspricht. Zugelassene Fonds dürfen öffentlich angeboten werden.

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                                                                  • Sonstige Fonds
                                                                    • Fondspreise
                                                                  • Fonds im Fokus
                                                                    • Übersicht
                                                                      • Schroders Multitalente
                                                                        • Schroders Megatrends
                                                                          • Schroders Absolute Return Fonds
                                                                            • Schroder ISF Emerging Europe Debt Absolute Return
                                                                              • Schroder ISF Emerging Markets Debt Absolute Return
                                                                                • Schwellenländer erweitern Ihr Anlageuniversum
                                                                                • Schroders Asienfonds
                                                                                  • Schroder ISF China Opportunities
                                                                                    • Schroder ISF Hong Kong Equity
                                                                                      • Schroder ISF Greater China
                                                                                        • Schroder ISF Emerging Asia
                                                                                      • Investment-Ratgeber
                                                                                        • Übersicht
                                                                                          • Vorteile von Investmentfonds
                                                                                            • Investieren leicht gemacht
                                                                                              • Anleger werden
                                                                                              • Presse
                                                                                                • Übersicht
                                                                                                  • Pressemitteilungen
                                                                                                    • Archiv
                                                                                                    • Pressekontakt

                                                                                                    Schroder Investment Management (Luxembourg) S.A. unterliegt dem luxemburgischen Gesetz vom 20. Dezember 2002.

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