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portfolioIQ: Ich sehe was, was du nicht siehst ...

Portfolio-Optimierung heißt Risiken mindern, Erträge erhöhen und mit Durchblick mehr erreichen: Mit portfolioIQ von Schroders

04.05.2016

„Nicht in fallende Messer greifen “, „Eine Aktie kaufen, hundert Jahre schlafen und reich aufwachen“, „Regel Nummer 1: Mache niemals Verluste“ und, und, und … Vermutlich gibt es mehr Börsenweisheiten auf der Welt als Wertpapiere. Und wer versucht, seine Anlagen nach diesen Redensarten auszuwählen, wird unter Umständen recht schnell nicht mehr über Börsenweisheiten nachdenken müssen. Weil er schlimmstenfalls – so eine andere Weisheit – „Alle Eier in einen Korb gelegt“ und alles verloren hat.

Heißt das also, die einzig sinnvolle Börsenweisheit lautet „nichts Genaues weiß man nicht“? Nicht ganz. Denn Schwarzmalerei ist beim klugen Zusammenstellen eines Portfolios mit Sicherheit genauso fehl am Platz wie eine übertrieben optimistische Sicht auf die Zukunft (was übrigens ein Muster in der Verhaltensökonomie ist – ein für Anleger ebenfalls äußerst spannendes Thema). Vielmehr lautet die vermutlich sinnvollste Börsenweisheit „Die größte Rendite bei geringstem Risiko ist optimal“. Die Krux an dieser Weisheit scheint auf den ersten Blick nur, dass niemand genau voraussagen kann, wie hoch der maximale Ertrag und wie niedrig das minimale Risiko liegen. Relativiert man diese absolute Sicht ein wenig und beginnt, mit Wahrscheinlichkeiten zu arbeiten, lässt sich schon viel eher in der wirklichen Welt ein optimales Portfolio zusammenstellen. Und es lässt sich nebenbei noch ein renommierter Preis für angewandte Mathematik sowie ein Nobelpreis gewinnen: Wie Harry M. Markowitz, der als Erster für Portfolios die Schlüsselwerte Erwartetes Risiko und Mindestrendite miteinander in Beziehung gebracht hat. Markowitz erkannte, dass sich das Wechselspiel verschiedener Wertpapiere in einem Portfolio mit mathematischen Instrumenten der Wahrscheinlichkeitstheorie betrachten und auch nach Wahrscheinlichkeiten optimieren lässt. Seine Idee, die man auch Erwartungswert-Varianz-Ansatz oder schlicht den Markowitz-Ansatz nennt, bildet den Grundstein der modernen Portfoliotheorie. Ihr Ziel des sogenannten effizienten Portfolios lässt sich vereinfacht in zwei zentralen Ausprägungen zusammenfassen.

  1. Ein Portfolio zusammenzustellen, das für eine erwartete Mindest-Wertentwicklung das geringste Risiko unter allen Portfolios mit der gleichen Mindestrendite aufweist.
  2. Umgekehrt ein Portfolio zu konstruieren, das ein festgelegtes erwartetes Höchstrisiko nicht überschreitet – und gleichzeitig mehr maximale Rendite erwarten kann als alle Portfolios mit dem gleichen festgelegten Höchstrisiko.

Der erste Schlüssel: Das Portfolio

Wie funktioniert das nun genau? Einer der Schlüssel liegt so nahe, dass man ihn schnell übersieht – und er gründet sich auf den Namen der Theorie: das Portfolio. Denn wer nur ein einziges Wertpapier besitzt, ist auf Gedeih und Verderb von der Kursentwicklung genau dieses einen Wertpapieres abhängig. Dies würde etwa ein Aktionär extrem schmerzhaft zu spüren bekommen, der lediglich Anteile einer großen deutschen Bank oder eines großen deutschen Autobauers hält, die in jüngerer Vergangenheit ins Bodenlose gestürzt sind.

Wer nun eine zweite Aktie dazukauft, eröffnet sich wie beschrieben grundsätzlich die Möglichkeit, einerseits das Verlustrisiko zu senken und andererseits die Ertragschance zu erhöhen – er streut oder diversifiziert die Anlage im Portfolio.

Der zweite Schlüssel: Die Korrelation

Doch es reicht nicht, die Titel etwa nach ihrer vergangenen oder erwarteten Wertentwicklung auszuwählen: Damit entstünde ein rein zufälliges Risiko, das sich wiederum aus der Art und Weise ergibt, wie sich zwei Wertpapiere im Zeitverlauf verhalten – oder wie sie miteinander korrelieren. Die Korrelation beschreibt in einer Bandbreite von -1 bis +1 die gleichförmige oder entgegenlaufende Wertentwicklung zweier Wertpapiere. Entwickeln sie sich exakt gleich nach oben oder unten, ergibt sich dadurch für den Anleger kein Vorteil bei der Risikostreuung (Korrelation 1). Der umgekehrte Fall, wenn sich die beiden Papiere genau gegenläufig entwickeln, entspricht einer risikofreien Anlage: Das Verlustrisiko ist exakt Null, allerdings gilt dies auch für den Gewinn – was dem Anleger keine Vorteile bringt (Korrelation -1). In der Praxis liegt allerdings die Korrelation regelmäßig zwischen -1 und +1: Denn verschiedene Wertpapiere entwickeln sich unterschiedlich stark und unterscheiden sich auch in ihrer Wertschwankung. Dadurch bekommen Anleger allerdings den nötigen Spielraum, um ihre Portfolios beispielsweise durch die prozentuale Verteilung von Wertpapier A und Wertpapier B ihren Erwartungen anzupassen: Denn erstellt man ein Rendite-Risiko-Diagramm dieser beiden Wertpapiere wird deutlich, dass sich die Kurve nach links ausbuchtet.

Und an dieser Stelle kommt wiederum Markowitz ins Spiel, der gezeigt hat: Die Kombination aller möglichen Portfolios aus Wertpapier A und Wertpapier B liegt auf der blauen Fläche. Und alle idealen effizienten Portfolios befinden sich exakt auf der roten Linie, der Effizienzlinie.

portfolioIQ: Mit Durchblick mehr erreichen

Mit der Vielzahl globaler Wertpapiere und Anlageklassen bleibt es heute in einem Portfolio häufig nicht nur bei zwei Titeln, und schnell sind fünf, zehn oder zwanzig Positionen vorhanden. Und mit den entsprechenden Online-Tools ist es heute für Finanzberater sehr einfach geworden, Rendite-Risiko-Diagramme darzustellen. Doch damit nicht genug: Mit portfolioIQ ist es sogar möglich, die Portfolios ihrer Kunden interaktiv zu optimieren. Denn sind mit wenigen Klicks die einzelnen Titel erfasst, zeigt portfolioIQ sofort das historische Risiko und die erwartete Wertentwicklung. Außerdem können Berater auf einen Blick den Abstand von der Effizienzlinie ablesen und den Bestand an Wertpapieren mit den langfristigen Anlagezielen ihrer Kunden vergleichen. Denn möglicherweise kommt damit ans Licht, dass die aktuelle Zusammenstellung eventuell gar nicht die erwartete Wertentwicklung erzielen wird; oder das erwartete Risiko weitaus höher liegt als eigentlich gewünscht. Durch interaktives Umschichten der Positionen gelingt in einem zweiten Schritt die Portfoliooptimierung fast mühelos: nämlich bei gleichbleibendem Risiko eine höhere erwartete Wertentwicklung zu erzielen – oder bei gleichbleibendem erwarteten Risiko die mögliche Wertentwicklung zu optimieren.

 

Lege nicht alle Eier in einen Korb – sondern vielleicht noch Äpfel und Birnen dazu.

Mit der praktischen „Was wäre wenn“-Funktion lassen sich im Beratungsgespräch noch weitere Titel beimischen und beispielsweise über spezialisierte Fonds mit liquiden alternativen Anlagen das Portfolio deutlich robuster gegen Risiken absichern – oder mit chancenorientierten Titeln bei minimal höherem Risiko die Wertentwicklung spürbar verbessern. Übrigens, portfolioIQ erlaubt ebenfalls noch einen gewissen Durchblick für die Zukunft: Das Tool zeigt auch, wie sich der aktuelle Marktausblick der Volkswirte von Schroders auf das Portfolio auswirken könnte. Könnte. Denn hellsehen kann portfolioIQ nicht – doch Finanzberater können mit Durchblick definitiv mehr für ihre Kunden erreichen.

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