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60 Sekunden: Andrew Rose über das mögliche Ende der Aktienrallye in Japan

In diesem Video beschäftigt sich Fondsmanager Andrew Rose mit der Frage, ob die Volatilität an den weltweiten Märkten das Ende der Aktienrallye in Japan einläuten könnte.

24.09.2015

Andrew Rose

Andrew Rose

Fund Manager, Japanese Equities

Der Aktienboom in Japan

Der japanische Aktienmarkt hat in diesem Jahr größtenteils von den guten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen profitieren können. Das gilt insbesondere für

  • ein zweite Runde der quantitativen Lockerung
  • eine vorgezogene Parlamentswahl, die der Premierminister mit gutem Vorsprung gewann, was auf eine Fortsetzung seiner Reformagenda schließen lässt
  • eine Verschiebung der geplanten Mehrwertsteuererhöhung

Entsprechend gehörte Japan in diesem Jahr bisher zu den Märkten mit der besten Wertentwicklung, sowohl in Landeswährung als auch in Britischen Pfund gesehen.

Das hat sich kürzlich geändert, als der Einbruch an den globalen Märkten letztendlich auch japanische Aktien nicht mehr verschonte. Sie büßten innerhalb von nur wenigen Wochen rund 10 % an Wert ein (der Nikkei hatte den August noch mit einem Hoch von 20.808,69 Zählern beendet). Am 18. September schloss er bei 18.070,21.

Bedeutet das das Ende des Kursfeuerwerks?

Seit Premierminister Abe vor rund zweieinhalb Jahren an die Macht kam, befanden sich japanische Aktien auf einem Höhenflug. Allerdings sind die Meldungen mittlerweile nicht mehr so positiv:

  • Das japanische Wachstum hat eine Pause eingelegt.
  • Der Premierminister hat an Popularität eingebüßt.
  • Die globalen Konjunkturaussichten haben sich mittlerweile eingetrübt, besonders für China und die Schwellenländer.

Gleichzeitig sollte man sich aber vor Augen halten, dass es noch einige große Pluspunkte gibt:

  • Japan profitiert vom Rückgang der Rohstoffpreise und hier vor allem des Ölpreises.
  • Die Unternehmensaussichten sind relativ gut und die Bewertungen erscheinen angemessen.
  • Es sind Veränderungen bezüglich der Unternehmensführung auf dem Weg, von denen Aktionäre profitieren könnten.

Die Lage dürfte weiter unruhig bleiben. Doch bieten japanische Aktien weiterhin Möglichkeiten und Attraktionen, die angesichts der Rückgänge an den weltweiten Märkten sogar noch gestiegen sind.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen vom Schroder Investment Managements Economics Team und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.