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60 Sekunden mit Craig Botham – Volatilität in China

Die Aussichten für China bleiben eingetrübt, wobei Craig Botham technische Faktoren als Grund für die Marktturbulenzen sieht. Für ihn ist das Land von einer großen Abwertung seiner Währung noch ein ganzes Stück weit entfernt.

26.01.2016

Craig Botham

Craig Botham

Schwellenländervolkswirt

Technische Faktoren bewirken Talfahrt in China

Der chinesische Markt startete mehr als verhalten ins Jahr. Aktien rutschten am ersten Tag des neuen Jahres um 7 % in den Keller und setzten ihre Talfahrt auch in den Tagen danach fort. Zudem lösten einige schwache Zahlen weitere Sorgen um eine neue Abwärtsphase der chinesischen Konjunktur aus. Unserer Ansicht nach ist die Talfahrt am Markt hauptsächlich auf technische Faktoren zurückzuführen; für uns besteht so gut wie kein Bezug zu wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Wie bei der Rallye zu Beginn des vergangenen Jahres sowie dem anschließenden Einbruch spielten hier Stimmung bzw. Spekulation eine wesentlich größere Rolle als echte, solide Konjunkturdaten.

Große Abwertung zu erwarten?

Der zweite potenziell besorgende Bereich ist die Währung. Hier gab es eine Reihe von Abwertungen, speziell im Vergleich zum historischen Standard in China. Anleger fürchten, dass eine große Abwertung bevorstehen könnte. Wir halten jedoch eine stufenweise Abwertung für wahrscheinlicher. Allerdings kann sich diese immer noch negativ auf die Weltwirtschaft auswirken. Denn es würde auch bedeuten, dass sich Deflation aus China in die übrige Welt tragen lässt.

Dennoch: Das wesentlich gravierendere Szenario einer großen Abwertung scheint noch ein ganzes Stück entfernt zu sein.


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Craig Botham, Volkswirt Schwellenländer, und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.