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60 Sekunden über die Auswirkungen der geopolitischen Risiken und der Frankreich Wahl auf die Kapitalmärkte

21.04.2017

Daniel Lösche

Daniel Lösche

Investment-Stratege

Politische Ereignissen verfügen über eine hohe emotionale Komponente und sorgen primär für Verunsicherung im Markt - wie können sich Anleger darauf einstellen?

Vor der anstehenden Wahl in Frankreich und im Zuge der gestiegenen geopolitischen Spannungen in Syrien und Nordkorea sind die Anleger momentan vorsichtig geworden. Gefragt sind daher insbesondere Gold und Staatsanleihen. Dies wird vor allem an der Preisentwicklung in letzter Zeit deutlich. Gold konnte im letzten Monat rund 4,5% zulegen und globale Staatsanleihen sind rund 2,5% an Wert gestiegen. Aktien sehen eine kleinere Korrektur. Politische Ereignissen verfügen über eine hohe emotionale Komponente und sorgen primär für Verunsicherung im Markt. Die wirtschaftlichen Folgen sind dagegen schwer abzuleiten.

Unserer Meinung nach ist daher es sinnvoll, sich im Portfolio beispielsweise durch Absicherungen auf politische Risiken einzustellen, die langfristigen Konsequenzen sollten aber nicht überbewertet werden. In nächster Zeit wird sich der Marktfokus wieder mehr auf die Ergebnisse der aktuellen Berichtsaison und den Ausblick der US-Geldpolitik richten. Sollten diese den positiven Konjunkturtrend bestätigen, erwarten wir weiteres Aufwärtspotential bei Aktien. Staatsanleihen sehen hingegen schon wieder ziemlich teuer aus.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche, Investment-Stratege bei Schroder Investment Management GmbH, und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.