Märkte

US-Arbeitsmarktbericht mindert Chance auf baldige Leitzinswende

Unerwartet niedrige Beschäftigungszahlen in den USA haben die Erwartungen auf eine erste Leitzinserhöhung durch die Fed vom Tisch gewischt.

06.10.2015

Lisa Hornby

Lisa Hornby

US Fixed Income Portfolio Manager

Im US-Arbeitsmarktbericht von heute gab es keinen Silberstreifen am Horizont. Die US-Wirtschaft hat im September nur 142.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und blieb damit deutlich unter den erwarteten 201.000 Stellen. Beunruhigender ist jedoch, dass die Zahlen auch in den beiden Vormonaten nach unten korrigiert wurden – ein Zeichen dafür, dass die Dynamik der letzten Zeit am Arbeitsmarkt drastisch nachgelassen hat. Zwar verharrte die Arbeitslosenquote bei 5,1 %. Das war aber größtenteils durch die Zahl der Aussteiger aus dem Arbeitsmarkt bedingt. Der durchschnittliche Stundenlohnzuwachs stagnierte, wobei die inflationsbereinigten Löhne 2,2 % höher lagen als vor einem Jahr.

Dieser Bericht dürfte die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass die US-Notenbank eine Leitzinswende einleitet. Die Marktteilnehmer reagierten entsprechend. Sie schlossen folglich eine Zinserhöhung an dem erwarteten Datum aus, worauf die Renditekurve anstieg. Die Renditen für 10-jährige Schatzanleihen fielen um ca. 10 Basispunkte. Das bedeutet einen Rückgang auf weit unter 2 %. Die Aktienmärkte büßten bei der Eröffnung nach Bekanntgabe etwa 1,5 % ein.


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Lisa Hornby und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.