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60 Sekunden mit Daniel Lösche über die Geldpolitik der US-Notenbank

Die aktuelle Woche stand wieder einmal im Zeichen der US-Notenbank FED. Daniel Lösche kommentiert die Entwicklung und gibt einen Ausblick.

01.04.2016

Daniel Lösche

Daniel Lösche

Investment Analyst

In ihrer Rede in New York hatte die US-Notenbankchefin Janet Yellen betont eine schrittweise, vorsichtige Geldpolitik zu verfolgen. Yellen begründete ihre Ausführungen mit der gestiegenen, wirtschaftlichen Unsicherheit und externen Risiken, würdigte allerdings auch den starken US-Arbeitsmarkt.

Damit zeigt sich die FED geduldig und signalisiert keinen Druck für eine baldige erneute Zinserhöhung zu haben. Vor einer weiteren Straffung der Geldpolitik sei es wichtig, dass sich die Kerninflationsrate (exklusive Energie- und Lebensmittelpreise) beständig auf einem soliden Niveau etabliert.

Wir erwarten, dass diese Ausrichtung mittelfristig zu einem schwächeren US-Dollar führt und als Folge dessen Druck von den Rohstoffpreisen und den Schwellenländern nimmt. Dies sollte auch für weitere Entspannung im Finanzsektor sorgen und Kreditausfallrisiken reduzieren. Vor dem Hintergrund sehen wir weiter Aufholpotential für Aktien und Unternehmensanleihen. Die Renditen bei Staatsanleihen werden durch die Zentralbankpolitik niedrig gehalten. Sollte sich der US-Arbeitsmarkt allerdings weiter stabil zeigen und Inflation nachhaltig anziehen, werden hier die Renditen mittelfristig ansteigen.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche, Investmentanalyst bei Schroders Frankfurt. Sie stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.