Marktausblick

Global Market Perspectives: Zweites Quartal 2016

Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage und Vermögensaufteilung für das zweite Quartal 2016.

20.04.2016

Unser volkswirtschaftlicher Ausblick auf das zweite Quartal 2016

Märkte fahren Achterbahn

Die Finanzmärkte erlebten im ersten Quartal eine Achterbahnfahrt. Auf massive Einbrüche im Januar folgte eine Kursrallye, nach der die Anleger Ende März wieder an ihrem Ausgangspunkt angelangt waren.
Die Bewegungen waren eng mit der Entwicklung der Ölpreise und des chinesischen Yuan verbunden, da die Anleger die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession abwogen. Unsere Prognosen auf Grundlage unserer Hauptindikatoren legen nahe, dass diese Ängste überzogen sind und die Weltwirtschaft an einer solchen Entwicklung vorbeikommt.

Allerdings waren auch einige Maßnahmen der größeren Zentralbanken erforderlich, um den Anlegern den Risikoappetit zurückzubringen. Insbesondere signalisierte die US-Notenbank ein noch längeres Verharren des US-Leitzinses auf niedrigem Niveau und brachte damit die gnadenlose Aufwertung des US-Dollars zum Halt.

Trotz besserer Marktlage am Quartalsende bleiben die Prognosen weiter schwierig. Die Aussichten für das weltweite Wachstum des Bruttoinlandsproduktes sind weiterhin schwach. Entsprechend dürften auch die Unternehmensgewinne eher glanzlos bleiben. Dabei ist anzumerken: Sollte die Aktivität erheblich erstarken, dürften auch die Aussichten auf eine Zinsanhebung durch die Fed deutlich steigen.

Probleme mit der Kurve

In dieser Hinsicht stehen die Märkte vor einem typisch spätzyklischen Problem: Bei Anzeichen für eine Wachstumsbeschleunigung werden die Zentralbanken eine Straffung anstreben. In der Eurozone und auch in Japan sind wir davon zwar noch entfernt; doch die USA – und ansatzweise auch Großbritannien – sind im Konjunkturzyklus weiter fortgeschritten und dürften daher in den kommenden zwölf Monaten entsprechende Schritte unternehmen.

Folglich ist unsere Vermögensaufteilung in diesem Quartal etwas defensiver. So sind wir beispielsweise bei Aktien neutral eingestellt und bevorzugen den US-Aktienmarkt gegenüber Europa (ohne Großbritannien) mit dem höheren Beta.1 Unternehmensanleihen sind einer unserer bevorzugten Bereiche. Hier sind Hochzinstitel unserer Ansicht nach attraktiv.


Das Beta beschreibt, in welchem Umfang die Rendite einer Kapitalanlage die Wertentwicklung des betreffenden Index nachvollzieht. 

Schroders hat in diesem Dokument eigene Ansichten und Meinungen zum Ausdruck gebracht. Diese können sich ändern.