Marktausblick

Monatlicher Marktausblick April 2015

Die niedrigen Energiepreise sind noch nicht voll durchgeschlagen, das globale Wachstum verschiebt sich durch die Bewegung des US-Dollars nach Europa und Japan und die Unternehmensanleihen in den Schwellenländern sind in Gefahr.

12.04.2015

Azad Zangana

Azad Zangana

Volkswirt

Craig Botham

Craig Botham

Schwellenländervolkswirt

Keith Wade

Keith Wade

Chefvolkswirt

Themen für 2015: Update

Wir haben fünf Hauptthemen ausgemacht, die die makroökonomische Landschaft im Laufe des kommenden Jahres prägen werden. Trotz einiger enttäuschender Wachstumszahlen im ersten Quartal sind wir immer noch davon überzeugt, dass die niedrigeren Energiepreise noch nicht voll durchgeschlagen sind. Außerdem verschiebt sich das globale Wachstum durch die Bewegung des US-Dollar dorthin, wo es gebraucht wird – nach Europa und Japan. Diese Bedingungen halten die Schwellenländer zwar weiter unter Druck, doch auch hier sehen wir in einigen Bereichen Potenziale.

Riskante Anlageklassen profitieren hingegen deutlich: Die Konjunktur verbessert sich, gleichzeitig bleiben die Inflation niedrig und die Liquidität hoch. Eine Herausforderung dürfte sich dadurch ergeben, dass die Fed ihre Geldpolitik strafft. Allerdings pumpen die Europäische Zentralbank (EZB) genau wie die Bank of Japan (BoJ) so viel Geld in die Märkte, dass diese Liquidität die Auswirkungen der Straffung abfedern sollte.

Eurozone: Auf Erholungskurs

Europa kommt wieder in die Spur. Schon die Entzerrung des Bankensektors im vergangenen Jahr markierte für Europa einen Wendepunkt. Doch mit der Kombinationswirkung von sinkenden Ölpreisen und quantitativer Lockerung übertreffen die Ergebnisse derzeit sämtliche Erwartungen.

Griechenland ist von einer Einigung über die Bedingungen für das nächste Rettungspaket noch weit entfernt. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit eines erzwungenen Austritts aus der Eurozone. Trotz dieser Lage war bisher von einem Ansteckungseffekt auf die Peripheriemärkte wenig zu spüren. Letztendlich gehen wir davon aus, dass man sich einigen wird; sollte sich Griechenland jedoch für einen Alleingang entscheiden, halten sich die Auswirkungen auf die Märkte aus unserer Sicht in Grenzen.

Schwellenländer: Unternehmensanleihen in Gefahr

Nach der Krise: Rückläufige Konjunktur und steigende Kredite werfen für Unternehmensanleihen der Schwellenländer Fragen auf. China halten wir für bedenklich und auch türkische Unternehmensanleihen wirken sehr riskant.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen vom Schroder Investment Managements Economics Team und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.