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60 Sekunden über die aktuelle Lage in den Schwellenländern

Seit Jahresbeginn haben sich die Schwellenländer auf der Aktien- und auf der Rentenseite stark entwickelt und die etablierten Industriemärkte hinter sich gelassen. Daniel Lösche gibt einen Überblick.

12.04.2016

Daniel Lösche

Daniel Lösche

Investment Analyst

Nach der deutlich schwächeren Wertentwicklung der Schwellenländer in den letzten Jahren stellt sich  die Frage, ob diese eine nachhaltige Trendwende ist oder eher eine stimmungsgetriebene Kursbewegung.

Grundsätzlich hat sich an den fundamentalen Gegebenheiten wenig geändert. Viele Schwellenländer leiden nach wie vor unter einer hohen, externen Verschuldung, Defiziten im Haushalt und in der Leistungsbilanz sowie der schwächeren, globalen Konjunktur, die auf den Handel drückt. Deswegen mahnen wir hier zur Vorsicht. Vor einer fundamentalen Trendwende fehlen uns noch positivere Signale. Allerdings war die Stimmung am Markt, unserer Meinung nach, zuletzt zu pessimistisch. Die Erholung der Rohstoffpreise und der schwächere US-Dollar haben nun für sichtbare Entspannung gesorgt und den Kursen Auftrieb gegeben. Wir beobachten, dass wieder Kapital in die Schwellenländer fließt und die Risikoprämien der Anleihen sind zurückgegangen sind.

Vor dem Hintergrund spricht einiges für eine stimmungsgetriebene Rally. Allerdings verleitet die aktuelle Geldpolitik der Fed der Bewegung  auch Rückendwind. Deswegen ist es gut möglich, dass die positive Tendenz bei Schwellenländern noch längere Zeit anhalten wird. 

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche, Schroders Frankfurt. Sie stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.