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Schroders in Deutschland

Die Anfänge von Schroders als Kaufmanns-, Handels- und Bankhaus liegen in Quakenbrück in der Nähe von Oldenburg in Norddeutschland. 1730 wurde dort das Handelshaus „Anthon Schröder“ gegründet, in dem auch Bankgeschäfte getätigt wurden.

Die Söhne von Anthon Schröder gründen Niederlassungen in Hamburg, Bremen, Amsterdam, London, Liverpool, St. Petersburg, Triest und Le Havre. Die Hamburger Niederlassung ist zunächst die bedeutendste, geleitet von Christian Matthias Schröder, dem vierten Sohn Anthons. Christian Matthias ist ab 1799 Senator der Hansestadt Hamburg und von 1816 bis 1821 Regierender Bürgermeister.

Der Sohn von Christian Matthias, Johann Heinrich Schröder, geht 1804 nach London, um in der Londoner Niederlassung mitzuarbeiten. 1818 gründet er ein eigenes Handelshaus, „J. Henry Schröder & Co. “, aus der sich das heutige Schroders entwickelte.

Die Londoner „J. Henry Schröder & Co.“ wandelt sich Ende der 1950er Jahre in eine Aktiengesellschaft um und anglisiert ihren Namen zu Schroders. Sie ist weiterhin erfolgreich als unabhängige Handels- und Investmentbank sowie als Vermögensverwaltung. Im Jahr 2000 verkauft die Familie Schroder ihr Handels- und Investmentbankgeschäft und konzentriert sich ganz auf die Vermögensverwaltung.

1998 gründete Schroders eine Vertriebs- und Marketing-Gesellschaft (Schroder Investment Management GmbH) für den Fondsvertrieb am Finanzplatz Frankfurt sowie 2001 eine Niederlassung der Schroder & Co. Limited für die Betreuung von vermögenden Privatanlegern.

Seit 2007 betreibt Schroders auch eine Kapitalverwaltungsgesellschaft für Immobilienfonds in Deutschland, die Schroder Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH.

Im Jahr 2013 übernimmt Schroders das Traditionshaus Cazenove Capital Management, einer der ältesten Vermögensverwalter in London.