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60 Sekunden mit Daniel Lösche: Brexit

Neben Sorgen um die globale Wachstumsdynamik und die Entwicklung der Öl- und Rohstoffpreise beschäftigt Anleger aktuell ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der EU und die damit verbundenen Risiken.

16.03.2016

Am 23. Juni stimmt Großbritannien im Referendum über den Austritt Großbritanniens ab. Umfragen zeichnen derzeit ein ausgeglichenes Stimmungsbild zwischen Befürwortern und Gegnern, wobei rund 20 % der Befragten noch unentschlossen scheinen.

Die Folgen eines Austrittes Großbritanniens sind schwer abzusehen, weil in diesem Fall die Interaktion zwischen den beiden Wirtschaftsräumen insbesondere in puntco Handel und Arbeitsmarkt neu definiert werden muss.

Die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehung zwischen EU und Großbritannien steht allerdings außer Frage. Aus diesem Grund führt die Ungewissheit über das Ausmaß der Folgen eines möglichen Austritts zu erheblicher Unsicherheit.

Wir befürchten, dass die Handelsbeziehung durch einen Austritt komplizierter und teurer werden und es langfristig zu negativen Effekten beim Wirtschaftswachstum kommen wird.

Sollte es zu einem Brexit kommen, erwarten wir mit Blick auf die Märkte eine weitere Abwertung des britischen Pfunds. Es ist auch davon auszugehen, dass britische Unternehmen mit großen Exporten nach Europa negativ davon betroffen sein werden. Ebenfalls würden für europäische Unternehmen durch die Währungsaufwertung die Exporte nach Großbritannien teurer werden.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche, Investment Analyst bei Schroder Investment Management GmbH, und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.

Themen:

  • Europa (ohne Großbritannien)
  • Großbritannien
  • Volkswirtschaft