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Ausblick für restriktionsfreie festverzinsliche Anlagen: Februar 2024

Unsere aktuelle Markteinschätzung lässt sich treffend mit folgendem Satz zusammenfassen: „Die Rezessionsängste des Winters schwinden, aber Vorsicht vor einer möglichen Sommerhitze ist geboten.“

28.02.2024
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Global Unconstrained Fixed Income

Die Wahrscheinlichkeit einer abkühlenden Winterrezession ist im vergangenen Monat weiter gesunken. Die anhaltende Robustheit der US-Wirtschaft, die die Erwartungen übertroffen hat, erhöht jedoch das Risiko, dass es am Ende zu einer „Nicht-Landung“ kommt. Vorerst bleibt eine „sanfte Landung“ unser Basisszenario.

Für das Global Unconstrained Fixed Income Team, das die Wahrscheinlichkeit verschiedener möglicher Szenarien weltweit bewertet, scheint der Frühling in diesem Jahr sehr früh gekommen zu sein. Trotz anhaltender potenzieller Risiken im Bereich der Regionalbanken hat uns vor allem die Stärke der US-Wirtschaft dazu veranlasst, die Wahrscheinlichkeit einer „harten Landung“ zu verringern und die Wahrscheinlichkeit einer „Nicht-Landung“ zu erhöhen. Dies bedeutet nicht, dass wir unser Basisszenario einer „sanften Landung“ aufgeben, jedoch haben wir die Wahrscheinlichkeiten für dieses Szenario reduziert.

Höhere Wahrscheinlichkeit einer „Nicht-Landung“ – geringere Wahrscheinlichkeit einer sanften Landung und einer harten Landung

festverzinsliche Anlagen

Quelle: Schroders Global Unconstrained Fixed Income Team, Stand: 13. Februar 2024

Nur zur Veranschaulichung. „Sanfte Landung“ bezeichnet ein Szenario, in dem sich das Wirtschaftswachstum zwar verlangsamt, aber auf ein erträgliches Niveau zurückgeht, ohne dass es zu einer Rezession kommt. „Harte Landung“ bezeichnet einen starken Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. „Nicht-Landung“ bezeichnet ein Szenario, in dem die Inflation hartnäckig bleibt und die Zentralbanken möglicherweise ihre aktuellen Zinsprognosen anpassen müssen.

Das Goldlöckchen-Szenario bleibt unsere vorrangige Annahme, auch wenn sich einige Komplikationen abzeichnen.

Wir sind darauf bedacht, die Daten eines einzelnen Monats nicht überzubewerten, insbesondere zu Jahresbeginn, wenn saisonale Anpassungen die wirtschaftliche Landschaft verzerren können. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die Einschätzung einer „nicht zu heißen“ und „nicht zu kalten“ sanften Landung zunehmend fragwürdig wird. Dazu trägt vor allem der US-Arbeitsmarkt bei, der sich in jüngster Zeit erholt hat, wobei einige Sektoren deutlich zulegen und den Konsum der Haushalte unterstützen. Sollte das derzeitige Wachstumstempo anhalten, besteht die Gefahr, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt wieder verschärft.

Die letzte Etappe auf dem Weg zum Inflationsziel könnte sich als langwierig erweisen

Seit einigen Monaten betonen wir, dass der Disinflationstrend bei den Gütern, d. h. die Verlangsamung des Preisauftriebs, weitgehend abgeschlossen ist, und somit die Verantwortung für die weitere Abschwächung des Preisdrucks auf dem Dienstleistungssektor liegt. Während das Wohnungswesen in dieser Hinsicht noch einen Beitrag leisten kann, besteht die Gefahr, dass das anziehende Wachstum die Dämpfung des Preisauftriebs in anderen dienstleistungsbezogenen Bereichen des Inflationskorbs einschränkt.

In den vergangenen Wochen wurden die Anleger immer wieder daran erinnert, dass die Rückführung der Inflation auf ihr Zielniveau ein allmählicher Prozess sein wird und dass die Zentralbanken mehr substanzielle Beweise für Fortschritte benötigen. Die allgemeine Botschaft an die Anleger lautet, sich nicht zu sehr auf eine baldige Lockerung der geldpolitischen Bedingungen zu freuen.

Die Rezession, die nie kam …

Die Lockerung der finanziellen Bedingungen hat die Wachstumsaussichten in den letzten sechs Monaten begünstigt (unter dieser Lockerung sind eine Kombination von Faktoren zu verstehen, darunter Zinssätze und Kreditspreads, die das Leben für Verbraucher und Unternehmen erleichtern). In gewissem Maße hat sich dies bereits in einer Verbesserung der Lage des verarbeitenden Gewerbes in der Weltwirtschaft niedergeschlagen.

Dennoch können wir eine Rezession nicht völlig ausschließen. Die Probleme der New York Community Bank und des gesamten Sektors der Regionalbanken erinnern uns daran, dass Straffungszyklen unbeabsichtigte Folgen haben können, die noch lange anhalten, nachdem die Zentralbank den Zinshöhepunkt erreicht hat. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung jedoch getrost nach unten korrigieren.

Was bedeutet das alles für die Portfoliopositionierung?

Im vergangenen Monat haben wir unsere leicht kürzere Durationspositionierung weiter angepasst. Derzeit halten wir eine Positionierung für eine Versteilerung der Renditekurve (d. h. eine Positionierung, bei der Anleihen mit längeren Laufzeiten schlechter abschneiden als Anleihen mit kürzeren Laufzeiten) für attraktiver als eine neutrale Positionierung.

Bei der Vermögensaufteilung setzen wir weiterhin auf qualitativ hochwertige Kreditanlagen, darunter Verbriefungen, Covered Bonds und hypothekenbesicherte Agency-Papiere. Diese Sektoren sind im Vergleich zu vielen Unternehmensanleihen attraktiv bewertet. Insbesondere der US-Markt für Unternehmensanleihen mit Investment Grade ist unter Bewertungsgesichtspunkten besonders unattraktiv, weshalb wir europäische Anleihen mit Investment Grade bevorzugen, wo noch ein gewisses Wertpotenzial besteht. Hochzinsanleihen beurteilen wir generell eher pessimistisch.

Bei den Währungen sehen wir die Aussichten für den US-Dollar positiver. Die weltweite Produktionsbelebung, die noch nicht vollständig eingetreten ist, könnte letztendlich negative Auswirkungen auf den US-Dollar haben. Im Moment sind jedoch die US-Renditen der wichtigste Einflussfaktor für die Entwicklung des US-Dollars. Steigende US-Renditen dürften den Greenback stützen.

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