London verteidigt Spitzenplatz im Global Cities Index von Schroders
Die britische Hauptstadt steht das zweite Jahr in Folge an der Spitze, während San Francisco von Boston auf den dritten Platz verwiesen wurde.

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London hat sich das zweite Jahr in Folge an der Spitze im Global Cities Index von Schroders behauptet. Die britische Hauptstadt schneidet bei mehreren Aspekten sehr gut ab und nimmt unter ihren globalen Mitbewerbern für Innovation den ersten Platz ein.
Punkten konnte die Metropole an der Themse auch mit erstklassigen Universitäten und einem umfangreichen öffentlichen Verkehrsnetz, das in diesem Jahr mit der lang erwarteten Eröffnung der neuen Elizabeth-Linie erweitert werden soll.
Mit dem Global Cities Index von Schroders werden die besten globalen Städte anhand von vier Kennzahlen bestimmt und eingestuft: Wirtschaft, Umwelt, Innovation und Verkehr. Der Index identifiziert Städte mit einer Kombination aus wirtschaftlicher Dynamik, erstklassigen Universitäten, zukunftsweisender Umweltpolitik und ausgezeichneter Verkehrsinfrastruktur.
Diese Faktoren tragen dazu bei, hochbezahlte Wissensarbeiter anzuziehen und das Wirtschaftswachstum voranzutreiben.
Insbesondere die Hochschulen sind von wesentlicher Bedeutung für den zukünftigen Wohlstand einer Stadt, da hochqualifizierte Absolventen mehr Geld verdienen und höhere Steuereinnahmen erzielen.
„London schneidet bei allen vier Kennzahlen des Global Cities Index weiterhin gut ab, und die Bedeutung von Verkehr und Universitäten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Hugo Machin, Fondsmanager bei Schroders, der den Index zusammengestellt hat.
„London hat mit der Eröffnung der neuen Elizabeth-Linie und einem langjährigen U-Bahn-, Bus- und Schienennetz im Vergleich zu anderen Weltstädten einen hohen Standard im Nahverkehr“, fügte er hinzu. „Die Stadt hat auch Universitäten, die in der akademischen Forschung weiterhin an der Spitze stehen, wobei die London School of Economics (LSE) und das Imperial College in einer Reihe von Bereichen führend sind.“
Weltstädte bleiben für die wissensbasierte Wirtschaft entscheidend
Befürchtungen einer Massenflucht aus den Städten im Zuge der Covid-19-Pandemie und infolge der Umstellung auf Telearbeit scheinen sich nicht zu bewahrheiten.
Die Daten deuten inzwischen auf einen Trend weg von den Stadtzentren, nicht aber weg von den Städten hin. Die Idee einer 60:40-Woche – drei Tage im Büro und zwei Tage von zu Hause aus arbeiten – ist nun Realität geworden. Und obwohl die Menschen weniger Zeit in den zentralen Gebieten verbringen, bleiben Städte wichtig. Denn sie sind das Rückgrat für Unternehmen und bieten Möglichkeiten für die Zusammenarbeit, was insbesondere in der neuen wissensbasierten Wirtschaft von grundlegender Bedeutung ist.
Boston rückte im diesjährigen Index auf den zweiten Platz vor und tauschte damit den Ranglistenplatz mit San Francisco, das auf den dritten Platz abrutschte. Der Aufstieg Bostons im Index würdigt den Status der Stadt als globales Zentrum für biomedizinische Forschung und Innovation nach ihrem Beitrag zur Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen. Boston wurde auch als beste Stadt für Verkehrsinfrastruktur eingestuft.
New York verbesserte sich um einen Platz auf den vierten Platz im Index, wobei der „Big Apple“, die bevölkerungsreichste Stadt der USA, besonders gut in puncto Innovation und Verkehrsinfrastruktur abschneidet.
Gewinner und Verlierer
Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens, verbesserte sich im Index um fünf Plätze auf den fünften Platz. Die Stadt erzielte gute Ergebnisse bei wirtschaftlicher Dynamik und Innovation, blieb jedoch bei ihrer Verkehrsinfrastruktur hinter einigen ihrer Mitbewerber zurück. Unterdessen rutschte Paris, die einzige andere europäische Stadt, die es unter die Top 10 schaffte, um drei Plätze auf den siebten Platz ab.
Auch Hongkong rutschte im Index ab, wobei die Sonderverwaltungsregion von einem fünften Platz im Index 2020 auf den neunten Platz zurückfiel. Trotz eines leichten Rückgangs belegte die Stadt in einer Reihe von Bereichen weiterhin einen hohen Rang, insbesondere bei der Innovation (wo sie insgesamt den dritten Platz belegte) und beim Zugang zur Verkehrsinfrastruktur.
Chicago, die drittgrößte Stadt der USA, rundete die Top 10 ab und verbesserte sich gegenüber dem letztjährigen Index um 22 Plätze. Auch die US-amerikanische Stadt Philadelphia kletterte im Index nach oben und machte einen Sprung um 31 Plätze auf den 13. Platz. Amsterdam in den Niederlanden entwickelte sich ebenfalls gut und machte einen Sprung um 26 Plätze auf Platz 21.
Covid-19 wird sich in den Daten noch einige Zeit widerspiegeln
„Die Auswirkungen der Covid-19-Lockdowns auf Städte auf der ganzen Welt wurden in den Daten noch nicht vollständig erfasst. Dennoch werden einige prominente Städte, die von strengeren Lockdowns und Covid-19-Beschränkungen betroffen waren, ausnahmslos Schwierigkeiten haben, Investitionen sowie Unternehmen anzuziehen, die dort Wurzeln schlagen oder Büros eröffnen möchten“, sagte Hugo Machin.
„Die Lockdowns in Städten in Australien, Neuseeland, Kanada, Hongkong und an der Westküste Amerikas zum Beispiel waren streng und dauerten lange an. Dies könnte sich negativ auf ihre langfristige Attraktivität auswirken“, fügte er hinzu.
„Dies ist in den USA der Fall, wo die Migrationsmuster in die Sonnenstaaten Texas und Florida immer ausgeprägter werden. Schroders hat damit begonnen, dies anhand von Stellenangeboten und Postweiterleitungsdaten nachzuverfolgen. Dieser Trend setzte schon vor der Covid-19-Pandemie ein.
„Die hohen Lebenshaltungskosten und gesellschaftlichen Probleme in den Städten an der Westküste haben zu einer geringeren Lebensqualität in diesen Gebieten geführt, und restriktivere Maßnahmen durch die Pandemie haben dies weiter verschärft. Andererseits beschleunigt sich die Nachfrage nach Sachwerten in den Städten der südlichen Staaten weiter.“
Wichtige Informationen:
Die hierin enthaltenen Ansichten und Meinungen sind die der Autoren dieser Seite und repräsentieren nicht notwendigerweise die Ansichten, die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck gebracht oder reflektiert werden. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ist in keiner Weise als Werbematerial gedacht. Das Material ist nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten gedacht. Das Material ist nicht als Buchhaltungs-, Rechts- oder Steuerberatung oder als Anlageempfehlung gedacht und sollte auch nicht als solche angesehen werden. Schroders geht davon aus, dass die hierin enthaltenen Informationen zuverlässig sind, übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Für Irrtümer in Bezug auf Fakten oder Meinungen kann keine Verantwortung übernommen werden. Bei individuellen Investitions- und/oder strategischen Entscheidungen sollte man sich nicht auf die Ansichten und Informationen in diesem Dokument verlassen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, die Kurse von Aktien und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen, und Investierende erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.
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