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Tag der Erde 2022 – Q&A: Alles, was Sie wissen müssen

Vor über 50 Jahren wurde der Earth Day, der Tag der Erde, zum ersten Mal begangen. Wir beleuchten heute seine Geschichte und das diesjährige Motto „In unseren Planeten investieren“ für den 22. April.

20.04.2022
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Wenn am Freitag, dem 22. April, weltweit der Tag der Erde 2022 gefeiert wird, geschieht dies bereits zum 52. Mal. Was ist die Geschichte dieses Gedenktags und welche Fortschritte wurden seit seiner Einführung im Jahr 1970 gemacht?

Was ist der Tag der Erde?

Der Tag der Erde ist ein jährlicher weltweiter Gedenktag, an dem Menschen und Organisationen ihr Engagement für den Umweltschutz demonstrieren und zeigen, wie wir alle etwas dazu beitragen können. Er findet jedes Jahr am 22. April statt und wird über Earthday.org koordiniert.

Manchmal wird die ganze Woche vor diesem Tag als Woche der Erde bezeichnet. Nach Angaben der Veranstalter wird er von rund einer Milliarde Menschen aus mehr als 190 Ländern anerkannt.

Was sind die Ursprünge dieses Tags?

Der Tag der Erde wurde nach einer Ölpest im Jahr 1969 in Santa Barbara, Kalifornien, ins Leben gerufen.

Im April 1970 demonstrierten 20 Millionen Amerikaner – 10 % der damaligen US-Bevölkerung – in verschiedenen Städten gegen die Luft- und Wasserverschmutzung.

Damals gab es in den USA noch nicht die staatlichen Mechanismen zum Schutz unseres Planeten, die heute gelten, wie z. B. Gesetze für saubere Luft und sauberes Wasser.

Senator Gaylord Nelson gilt als Gründer des Earth Day. Er sorgte dafür, dass Umweltthemen einen Platz auf der nationalen Agenda der USA erhielten.

Inspiriert von der studentischen Antikriegsbewegung hatte er in den US-Medien die Idee eines „Teach-in“ auf dem College-Campus vorgestellt und sich die Unterstützung des Aktivisten Denis Hayes gesichert.

Daraufhin schlossen sich Gruppen, die zuvor unabhängig voneinander für Umweltthemen eingetreten waren, für die gemeinsame Sache zusammen. Als Termin wurde der 22. April bestimmt.

Welche Auswirkungen hatte der erste Tag der Erde im Jahr 1970?

Die Proteste führten zur Gründung der US-Umweltschutzbehörde und zur Verabschiedung der ersten Umweltgesetze.

Laut Earthday.org haben diese Gesetze „Millionen von Männern, Frauen und Kindern vor Krankheit und Tod geschützt und Hunderte von Arten vor dem Aussterben bewahrt“.

Wie wurde der Tag der Erde zu einer internationalen Kampagne?

Im Jahr 1990 wurde Denis Hayes – der vom Musikmagazin Rolling Stone als „Mark Zuckerberg der Umweltbewegung“ betitelt wurde – von Umweltvorreitern angesprochen und gebeten, eine weitere Kampagne für den Planeten zu mobilisieren. So wurde der Tag der Erde im Jahr 1990 zu einem weltweiten Ereignis, und 1992 fand in Rio de Janeiro, Brasilien, die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung statt.

Als die Jahrtausendwende näher rückte, erklärte sich Hayes bereit, eine Kampagne zu leiten, die sich der digitalen Medien bediente, um auf die Gefahren der Erderwärmung aufmerksam zu machen.

Wie wird der Tag der Erde begangen?

Im Jahr 2010 startete das Earth Day Network die Initiative „A Billion Acts of Green“ – eine Milliarde grüner Taten. Dabei handelt es sich um viele kleine Maßnahmen, mit denen Einzelpersonen, Unternehmen, Regierungen und Organisationen etwas bewirken können.

Das Ziel war, zu beweisen, dass „echte Veränderungen stattfinden, wenn Millionen von Menschen sich mit ihrem Handeln dafür einsetzen“.

Das Canopy Project pflanzt unterdessen Bäume, „um lokalen Gemeinschaften zu helfen, den Lebensraum für Arten zu vergrößern und den Klimawandel zu bekämpfen“.

Die im Rahmen dieser Aktion ergriffenen Maßnahmen reichen von Gemeinschaftsaktionen wie Aufräumarbeiten oder „Citizen Science“ (dabei helfen Bürger mit, globale Wissensdatenbanken zu ergänzen) bis zu politischem Engagement.

Was ist das Thema für 2022?

Das Thema des Tags der Erde 2022 lautet In unseren Planeten investieren. Earthday.org veröffentlichte 52 Möglichkeiten, sich zu engagieren. Sie reichen vom Eintreten gegen die Entwaldung bis zur Forderung nach Ökostrom und zur Unterzeichnung von Petitionen.

Der diesjährige Tag der Erde findet nur wenige Wochen nach dem dritten Lagebericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen in diesem Jahr statt. Darin weist der Ausschuss nachdrücklich darauf hin, dass die Emissionen noch innerhalb dieses Jahrzehnts drastisch reduziert werden müssen, wenn wir die Erderwärmung auf das Ziel des Pariser Abkommens von 1,5 °C begrenzen wollen.

Kathleen Rogers, die Präsidentin von Earthday.org, erklärte: „Wenn das Pariser Abkommen überhaupt eine Bedeutung haben soll, müssen wir zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass sich alle – Einzelpersonen, Unternehmen, Regierungen und andere Teile der Zivilgesellschaft – für einen transformativen Wandel der Weltwirtschaft einsetzen müssen.

Die Lösungen sind vorhanden und wir wissen, was zu tun ist. Dies gilt für den Umstieg auf erneuerbare Energien ebenso wie für die Erhaltung unserer Wälder und Böden und die Abschaffung des Fluchs der Plastikverschmutzung.“

Was hat dies mit der Geldanlage zu tun?

Wie wir investieren, kann auch eine positive Wirkung auf die Umwelt haben. Und die Auswirkungen von Unternehmen und Staaten auf den Planeten schlagen sich zunehmend in den Bilanzen nieder.

Kate Rogers, Leiterin Nachhaltigkeit für das Vermögensverwaltungsgeschäft von Schroders, zu dem auch Cazenove Capital gehört, argumentiert seit Langem, wie wichtig es ist, dass Anleger nicht nur auf Gewinne blicken.

Sie stellt allerdings auch fest, dass sich die Dinge zum Glück ändern und die Erkenntnis, dass Unternehmen entweder ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung sein können, zunehmend in den Diskurs einfließt. Sie resümiert: „Die Anleger erkennen, dass Unternehmen den Planeten nicht einfach ausbeuten können, ohne finanzielle Konsequenzen oder Reputationsrisiken in Kauf zu nehmen.“

Andrew Howard, Globaler Leiter Sustainable Investment, fügt hinzu: „Der Druck von Stakeholdern und staatliche Maßnahmen zwingen Unternehmen, Verantwortung für die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Handelns zu übernehmen. Kosten, die früher der Gesellschaft aufgebürdet wurden, schlagen sich nun in den Jahresabschlüssen der Unternehmen nieder.“

Deshalb sind neue Ansätze für die Investmentanalyse erforderlich. Nur so lassen sich die Auswirkungen dieser sich ändernden Belastungen identifizieren, messen und bewältigen.

SustainEx ist ein leistungsfähiges Tool, das von den Investmentexperten von Schroders genutzt wird. Es misst die Kosten, denen Unternehmen ausgesetzt wären, wenn alle ihre negativen externen Effekte bepreist würden, bzw. die Verbesserung des Ergebnisses, wenn positive Auswirkungen finanziell anerkannt würden. 

Howard betont: „Unternehmen agieren nicht in einem Vakuum – sie werden von der Gesellschaft beeinflusst und haben Auswirkungen auf die Gesellschaft.“

Was tut Schroders für den Planeten?

Schroders war im Jahr 2020 einer der Gründungsunterzeichner der Net Zero Asset Managers Initiative. Als Gründungsunterzeichner strebt Schroders danach, bis 2050 oder früher für alle verwalteten Vermögenswerte Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Schroders hat sich verpflichtet, bis 2025 weltweit 100 % erneuerbare Energien zu nutzen.

Schroders erkennt die wachsende Bedeutung von Netto-Null-CO2-Zielen für seine globalen Investmentkunden. Dies zeigt sich am Engagement in Verbänden wie der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Net-Zero Asset Owner Alliance, die verwaltete Vermögen von rund 3,7 Bio. britischen Pfund repräsentiert. Ein anderes Beispiel in diesem Zusammenhang ist die Institutional Investors Group on Climate Change, die verwaltete Vermögen von ca. 31,7 Bio. britischen Pfund repräsentiert.

Ausführliche Informationen zu den Klimaschutzverpflichtungen von Schroders finden Sie in dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Aktionsplan zur Klimawende von Schroders. Außerdem stellte das Sustainable Investment Team einen Plan für das Engagement auf, der neue Standards für aktive Eigentümerschaft und Ziele für das Engagement von Aktien- und Anleihefondsmanagern und Analysten festlegt.

Schroders ist Mitglied im Global Impact Investing Network (GIIN). Dabei handelt es sich um eine führende gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Umfang und die Effektivität von Impact Investing zu steigern. Das Netzwerk hat weltweit 350 Mitglieder, darunter den Impact-Investment-Pionier BlueOrchard, der zur Schroders-Gruppe gehört und seit 2001 nachhaltige positive Auswirkungen für Gemeinschaften und die Umwelt weltweit erzielt und zugleich attraktive Renditen für Anleger erwirtschaftet.

Schroders unterstützt die Earth-Day-Bewegung seit 2018 mit internen Sensibilisierungskampagnen und ermutigt seine Mitarbeitenden, sich mit Klimaschutzmaßnahmen an der Initiative zu beteiligen. Im Jahr 2021 startete Schroders die Kampagne sechs einfache Schritte zu Netto-Null. Viele Mitarbeitende verpflichteten sich zudem zu einem umweltfreundlicheren Verhalten.

Die diesjährigen Bemühungen konzentrieren sich auf Freiwilligen- und Umweltinitiativen, die den Mitarbeitenden ermöglichen, Zeit in ihr lokales Umfeld zu investieren. Diese reichen von der Unterstützung der Bestrebungen von Pocket City Farm, nachhaltiges Essen und den lokalen Anbau von Nahrungsmitteln in Sydney zu fördern, über die Umgestaltung des Spielplatzes einer Grundschule mit einem Gemüsegarten in London bis zum Pflanzen von Bäumen im Bergdorf Hinohara in Tokio.

Quellen: Earthday.org; US-Umweltschutzbehörde, Rolling Stone

 

Wichtige Informationen:

Die hierin enthaltenen Ansichten und Meinungen sind die der Autoren dieser Seite und repräsentieren nicht notwendigerweise die Ansichten, die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck gebracht oder reflektiert werden. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ist in keiner Weise als Werbematerial gedacht. Das Material ist nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten gedacht. Das Material ist nicht als Buchhaltungs-, Rechts- oder Steuerberatung oder als Anlageempfehlung gedacht und sollte auch nicht als solche angesehen werden. Schroders geht davon aus, dass die hierin enthaltenen Informationen zuverlässig sind, übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Für Irrtümer in Bezug auf Fakten oder Meinungen kann keine Verantwortung übernommen werden. Bei individuellen Investitions- und/oder strategischen Entscheidungen sollte man sich nicht auf die Ansichten und Informationen in diesem Dokument verlassen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, die Kurse von Aktien und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen, und Investierende erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.

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