Warum sich Anleger über Wasserverluste den Kopf zerbrechen

Der Klimawandel bringt zusätzliche Belastungen der Wasserinfrastruktur mit sich. Doch daraus ergeben sich auch Chancen.

21.09.2017
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Sustainable Investment Team

Der Klimawandel verändert die regionalen Wettermuster. Die damit verbundene Zunahme extremer Temperaturen setzt den Wasserinfrastruktursektor unter Druck, die Verluste an aufbereitetem Wasser – derzeit enorme 30 Prozent – zu reduzieren.

Nutzung der Wasserinfrastruktur in großen Einzugsgebieten

Weltkarte_Wasserknappheit

Quelle: Philippe Rekacewicz, GRID-Arendal/Barclays, März 2017

In einigen Gegenden der USA ist die Wasser- und Abwasserinfrastruktur älter als ein Jahrhundert. Das ist in den Industrieländern kein Einzelfall. Global Water Intelligence hat darauf hingewiesen, dass die Wassernetze der nordamerikanischen und europäischen Länder zum großen Teil aus dem Jahr 1950 stammen, also seit fast 70 Jahren genutzt werden. Aufgrund des Alters dieser Systeme wird die Nachfrage nach Ersatz für Rohrleitungen, Pumpen und Wasseranlagen, die das Ende ihrer erwarteten Lebensdauer erreichen, unweigerlich steigen.

Wenn die Investitionen in Wasserinfrastruktur auf dem jetzigen Niveau verharren, könnte die Finanzierungslücke für die Jahre 2000 bis 2019 nach Schätzungen der US-Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency (EPA)) 270 Mrd. US-Dollar bei der Abwasserinfrastruktur und 263 Mrd. US-Dollar bei der Trinkwasserinfrastruktur erreichen1. Investitionen in die Wasserinfrastruktur sind notwendig, um Störungen der Wasserdienstleistungen zu vermeiden. Viele Orte in den USA haben bereits erfahren, wozu schwere Dienstleistungsstörungen infolge einer alternden Wasserinfrastruktur führen. Manche Schätzungen beziffern die tägliche Wirtschaftsleistung, die durch Störungen der Wasserdienstleistungen gefährdet ist, auf 43,5 Mrd. US-Dollar.

Die Investitionen in die Wasserinfrastruktur dürften in den Industrieländern auch aufgrund von Innovationen zunehmen. In dem Maße wie mehr Kunden die Vorteile neuer, auf Datenanalyse basierender Technologien – wie intelligente Wasserpumpen, Leckortungstechnologien, intelligente Wasserzähler und dazugehörige sichere Netze2 – verstehen, dürften die Ideen an Boden gewinnen.

In den Schwellenländern muss die schwach entwickelte Wasserinfrastruktur weiter ausgebaut werden. Der Markt dürfte dort noch schneller wachsen. China hat ein Fünftel der Weltbevölkerung, aber nur 7 % der weltweiten Wasserressourcen. Die Süßwasserversorgung in China beträgt weniger als ein Drittel des globalen Durchschnitts. Das chinesische Umweltschutzministerium schätzt, dass es in den nächsten fünf Jahren 230 Mrd. US-Dollar für Wasseraufbereitung und verwandte Dienstleistungen ausgeben wird. Über 70 % der neuen Wasserinfrastruktur der Welt werden in den Schwellenländern entstehen.

Die Wasserinfrastruktur ist ein Jahrhundertthema, auf das sich der Klimawandel direkt auswirkt. Es trägt auch erheblich zum Klimawandel bei. Die Treibhausgasemissionen von Versorgern hängen in erheblichem Umfang mit dem Wassermanagement zusammen.

1 EPA Aging Infrastructure Research: Science & Engineering for a Sustainable Future.

2 Diese Systeme können in Echtzeit Wasserlecks orten.

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