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Wie Covid die Ansichten zur Nachhaltigkeit verändert hat


Die Covid-Pandemie hat die Besorgnis über ökologische und soziale Fragen bei Anleger*innen auf der ganzen Welt verstärkt.

Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Global Investor Study 2021 von Schroders. Eine weitere wesentliche Erkenntnis ist, dass von Vermögensverwaltern zunehmend erwartet wird, dass sie Verantwortung für die Bekämpfung des Klimawandels übernehmen.

In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Ansichten zur Nachhaltigkeit aus der wegweisenden jährlichen Studie, für die Antworten von mehr als 23.000 Anleger*innen weltweit analysiert werden.

Hat Covid-19 Ihre Einstellung zur Nachhaltigkeit verändert?

Die Umwelt gewann in Asien für die meisten Befragten an Bedeutung, gefolgt von jenen in Nord- und Südamerika sowie Europa. Dieses regionale Muster zeigte sich auch bei sozialen Fragen.

Quelle: Schroders

Quelle: Schroders

Was halten Sie von einem 100%ig nachhaltigen Portfolio?

Der Großteil der weltweiten Anleger*innen ist bereit, in Zukunft stärker auf Nachhaltigkeit zu achten. 57 % geben an, dass sie ohne Weiteres zu einem völlig nachhaltigen Portfolio wechseln würden – solange Risiko und Diversifikation gleich bleiben.

Diese Einschätzung gilt für alle Altersgruppen, wobei die 18- bis 37-Jährigen, die 38- bis 50-Jährigen und die 51- bis 70-Jährigen (60 %, 59 % bzw. 53 %) begeisterter sind als die über 71-Jährigen (44 %).


Quelle: Schroders

Über die Hälfte (53 %) der Anleger*innen glauben, dass Daten oder Beweise, die belegen, dass nachhaltiges Investieren bessere Renditen liefert, sie dazu ermutigen würden, ihre Allokation zu erhöhen.

Weitere 40 % der Anleger*innen geben an, dass eine regelmäßige Berichterstattung über die Wirkung ihrer Investitionen sie motivieren würde, nachhaltig zu investieren. Etwas mehr als ein Drittel (36 %) wünscht sich eine Selbstzertifizierung des Anlageverwalters, dass dessen Anlagen nachhaltig sind.

Wer sollte für die Bekämpfung des Klimawandels verantwortlich sein?

Fast drei Viertel der Anleger*innen (74 %) stimmen zu, dass die Verantwortung bei den nationalen Regierungen und Aufsichtsbehörden liegt. Dies ist ein Anstieg gegenüber den 70 % im Jahr 2017.

Über zwei Drittel (68 %) glauben, dass Unternehmen verantwortlich sind. Vor vier Jahren wurde dies im Vergleich dazu von nur 63 % bejaht.

Am stärksten haben sich die Erwartungen seit 2017 allerdings in Bezug auf die Rolle der Investmentbranche geändert. Über die Hälfte (53 %) glaubt, dass Anlageverwalter und Großaktionäre Verantwortung tragen. 2017 waren es nur 46 %.

Die Zustimmung dazu, dass auch einzelne Konsument*innen und Anleger*innen Verantwortung übernehmen müssen, blieb mit etwa 60 % relativ konstant.


Quelle: Schroders

Anmerkung: Die Befragten konnten mehrere Optionen wählen, weshalb die Summe der Zahlen nicht 100 % lautet.

Was würde Sie zum Verkauf von Anlagen bewegen?

Im Rahmen der Studie wurden die Teilnehmer*innen auch gefragt, welche Kontroversen sie dazu bewegen würden, sich aus Anlagen zurückzuziehen.

Am häufigsten wurden hier Finanzskandale genannt. Sie schrecken Anleger*innen mehr ab als eine Verletzung der Cybersicherheit oder Klimakatastrophen. Fast zwei Drittel (65 %) der Anleger*innen meinten, dass sie Anlagen verkaufen würden, wenn sie von Finanz- oder Buchhaltungsskandalen betroffen wären.

Darauf folgten 61 %, die aufgrund einer Verletzung der Cybersicherheit, und 60 %, die aufgrund einer Klimakatastrophe eine Veräußerung vornehmen würden. Interessanterweise reagieren Anleger*innen in Asien sowie Nord- und Südamerika empfindlicher auf Finanzskandale als ihre Pendants in Europa (61 % in Europa gegenüber 68 % in Asien und 69 % in Nord- und Südamerika).


Quelle: Schroders

Anleger*innen in Nord- und Südamerika würden im Falle einer Klimakatastrophe, wie z. B. einer Ölkatastrophe, weltweit am häufigsten Veräußerungen vornehmen (63 % im Vergleich zu 59 % in Europa und Asien).

Für Andy Howard, Global Head of Sustainable Investments, belegen die Ergebnisse der Studie, dass in Bezug auf die Bekämpfung des Klimawandels immer höhere Anforderungen an Anlageverwalter gestellt werden.

„Wir gewährleisten, dass die Anlagen, die wir für unsere Kund*innen verwalten, auf den Wandel zu einem nachhaltigeren Planeten ausgerichtet sind und von den Chancen profitieren, die diese Transition mit sich bringt.

„Als Anleger und Hüter des Vermögens unserer Kund*innen versuchen wir, das Verhalten von Unternehmen aktiv zu beeinflussen, damit die Unternehmen, in die wir investieren, nachhaltig und robust sind.

Gleichzeitig muss eindeutig noch mehr getan werden, um den Anleger*innen zu zeigen, dass nachhaltigere Anlagen nicht unbedingt zu Renditeeinbußen führen. Für uns ist die nachhaltige Wertschöpfung untrennbar mit der erfolgreichen Bewältigung wachsender sozialer und ökologischer Herausforderungen verbunden.

Als Anlageverwalter müssen wir unseren Kund*innen die nötigen Informationen geben, damit sie unsere Leistung in den für sie wichtigen Bereichen beurteilen können. Wir bei Schroders nehmen diese Erkenntnisse sehr ernst. Als aktiver Anlageverwalter sind wir verantwortlich dafür, bei wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen eine Führungsrolle zu übernehmen und zu zeigen, wie wir den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kund*innen in diesem Bereich gerecht werden.“


Wichtige Informationen:

Die hierin enthaltenen Ansichten und Meinungen sind die der Autor*innen dieser Seite und repräsentieren nicht notwendigerweise die Ansichten, die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck gebracht oder reflektiert werden. Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ist in keiner Weise als Werbematerial gedacht. Das Material ist nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten gedacht. Das Material ist nicht als Buchhaltungs-, Rechts- oder Steuerberatung oder als Anlageempfehlung gedacht und sollte auch nicht als solche angesehen werden. Schroders geht davon aus, dass die hierin enthaltenen Informationen zuverlässig sind, übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Für Irrtümer in Bezug auf Fakten oder Meinungen kann keine Verantwortung übernommen werden. Bei individuellen Investitions- und/oder strategischen Entscheidungen sollte man sich nicht auf die Ansichten und Informationen in diesem Dokument verlassen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, die Kurse von Aktien und die daraus erzielten Erträge können sowohl fallen als auch steigen, und Investierende erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück.