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Perspektiven - Marktausblick

Monatlicher Marktausblick: Juli 2019

In diesem Monat befassen wir uns mit dem Ausblick für die US-Zinsen und den geldpolitischen Optionen für den Fall einer globalen Konjunkturabschwächung.

09.07.2019

Azad Zangana

Azad Zangana

Volkswirt

Craig Botham

Craig Botham

Volkswirt für Schwellenländer

Keith Wade

Keith Wade

Chefvolkswirt

Piya Sachdeva

Piya Sachdeva

Volkswirtin

Ein sanftes Eingreifen der US-Notenbank?

Langsameres Wachstum und anhaltende Handelskonflikte haben für eine deutliche Korrektur der Zinsprognosen und einen kräftigen Kursanstieg von Anleihen gesorgt. In den USA spricht man von Zinssenkungen der US-Notenbank Fed als „Absicherungsmaßnahme“, um die Wirtschaft auf Kurs zu halten, so wie ihr dies 1995 und 1998 gelungen ist. Die Wende des Investitionszyklus, die geringen Preissteigerungsraten und Zweifel an der Wirksamkeit der Geldpolitik dürften die Zentralbank dazu veranlassen, bis ins Jahr 2020 hinein bei ihrer lockeren Haltung zu bleiben.

Welche Mittel hat die Zentralbank sonst noch zur Verfügung? 

In Industrieländern ist der Handlungsspielraum der konventionellen Geldpolitik begrenzt, und alternative Mittel haben ihre Grenzen. Die quantitative Lockerung ist zwar grundsätzlich eine Option, muss aber wahrscheinlich durch fiskalpolitische Maßnahmen ergänzt werden. In den meisten Industrieländern besteht ein gewisser fiskalpolitischer Spielraum, obgleich die Schuldentragfähigkeit einiger Volkswirtschaften der Eurozone weiterhin ein Problem darstellt. Wenn man politische Einschränkungen berücksichtigt, könnte der nächste Abschwung die Eurozone vor größere Herausforderungen stellen als die übrigen Industrieländer.

Schwellenländer: den Stoß abfedern

Schwellenländer sind gegenüber den Industrieländern mit deren langsameren Wachstum und niedrigeren Zinsen in mancher Hinsicht im Vorteil. Sollte es zu einer globalen Konjunkturabschwächung kommen, können sie immer noch auf eine ganze Reihe bewährter Instrumente zurückgreifen.

Der geldpolitische Spielraum ist weitaus größer als in den Industrieländern, und die Fiskalpolitik, obwohl Einschränkungen unterworfen, scheint dennoch aber tragfähig.

 


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von den Autoren und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.