Infrastrukturanleihen

Im Verlauf unserer 200-jährigen Geschichte hat sich Schroders an der Finanzierung zahlreicher Infrastrukturprojekte in Europa, den USA und Asien beteiligt – von Bahnlinien über Projekte im öffentlichen Verkehr und Energieinfrastruktur bis hin zur Trinkwasserversorgung.

Heute bietet Schroders seinen institutionellen Kunden mit einem spezialisierten und erfahrenen Team fundierte Fachkompetenz bei Infrastrukturinvestitionen.

 

Eine Diversifizierungslösung für Ihr Obligationenportfolio

Angesichts sinkender Obligationenrenditen, die Anleger veranlassen, nach anderen risikoarmen Renditequellen Ausschau zu halten, bieten Infrastrukturanleihen eine willkommene Diversifizierungsopportunität für ein traditionelles Obligationenportfolio.

Der Diversifizierungsvorteil ergibt sich aus den charakteristischen Eigenschaften von Infrastrukturvermögenswerten. Als wesentliche Vermögenswerte für lokale Gemeinschaften bieten sie:

  • eine lange wirtschaftliche Lebensdauer
  • eine geringe Nachfrageelastizität
  • stabile und zuverlässige Cash-Flow-Ströme

Infrastrukturanleihen können ausserdem dazu beitragen, die Volatilität eines Obligationenportfolios zu reduzieren. Ein Research-Bericht von Moody's über Ausfall- und Einbringungsquoten1 hebt zwei spezifische Vorteile dieser Anlageklasse hervor:

  • eine bessere Einbringungsquote als bei traditionellen Unternehmensanleihen (um etwa 30%)
  • eine niedrigere Bewertungsvolatilität

Darüber hinaus sind die geringe Volatilität und die Diversifizierungsgelegenheiten, die diese Anlagen bieten, der Grund für die günstige Behandlung von Infrastrukturvermögenswerten unter Solvency II.

 

Der Sektor für Infrastrukturanleihen ist komplex und illiquide, kann aber für Anleger sehr lukrativ sein. Die Anlageklasse eignet sich für Investoren, die eine mittel- bis langfristige Buy-and-Hold-Strategie (von 5–7 Jahren bis über 20 Jahre) umsetzen können.

 

1 «Infrastructure default and recovery rates, 1983-2014» (Infrastruktur, Ausfall- und Einbringungsquoten, 1983-2014), Moody’s Investor Service, 15. März 2016.

Unser Team

Schroders stellte 2015 ein erfahrenes und auf Infrastrukturvermögen spezialisiertes Team mit Sitz in Paris zusammen. Ziel war, diese Expertise den institutionellen Kunden von Schroders, insbesondere Versicherungen und Pensionskassen, zur Verfügung zu stellen.

Die einzelnen Teammitglieder arbeiten bereits seit vielen Jahren zusammen und haben ein herausragendes Know-how bei der Beschaffung, Strukturierung und Verwaltung von Infrastrukturanlagen für institutionelle Anleger im Umfang von mehr als 3 Milliarden Euro aufgebaut.

Ihre Erfahrungen sammelten die Teammitglieder in führenden auf Infrastruktur spezialisierten Unternehmen wie AXA IM, AXA France, BNP Paribas, Dexia, Société Générale, Natixis und Bouygues.

Das Team ist in die globale Fixed Income-Plattform von Schroders integriert und hat Zugriff auf alle Support-Funktionen (Research, Rechtsberater, Compliance-Spezialisten, Risikomanagement) der Gruppe. 

 

Managementstruktur


 

Charles Dupont
Leiter Infrastructure Finance

 

 

 

Jérôme Neyroud
Leiter Debt Investments

 

Ana-Maria Lefèvre
Leiterin Portfolio Operation

 

Emmanuel Faucquez
Senior Portfolio Manager

Damien Gardes
Portfolio Manager

Augustin Segard
Portfolio Manager

  



Das Team analysiert jährlich etwa 300 Anlageopportunitäten und wählt 20-30 Transaktionen aus. Seit Dezember 2015 hat es mehr als 500 Millionen Euro im Auftrag von institutionellen Kunden angelegt.

 

Quelle: Schroders; Stand: 30.06.2016.

Unsere Expertise

Unsere Infrastrukturanleihenprodukte reichen von Bankdarlehen bis hin zu börsennotierten Anleihen, wobei der Zugang zu Letzteren über traditionelle Fixed-Income-Strategien erfolgt.

 

 

 

Quelle: Schätzungen von Schroders, basierend auf Daten von Bloomberg, Infranews, JP Morgan und DB für Mai 2016. Der Begriff «Brownfield» wird in Verbindung mit Infrastrukturunternehmen verwendet, die bereits operative Erfolge vorweisen können (z.B. bestehender Flughafen). Der Begriff «Greenfield» wird für im Bau befindliche Infrastrukturprojekte verwendet (z.B. ein neues Krankenhaus).

Das Team ist auf Darlehen und Transaktionen spezialisiert, welche Wertpapiere umfassen, die mittels einer Privatplatzierung ausgegeben werden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der «Brownfield»-Finanzierung liegt, um erhebliche Baurisiken zu vermeiden.

Bei dieser heterogenen Anlageklasse, die besondere Expertise erfordert, basiert der Ansatz unseres Teams auf drei zentralen Faktoren:



Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten – der Markt für private Schuldtitel erfordert einschlägige Kenntnisse des Sektors und ein umfangreiches Kontaktnetzwerk.

 


Die für komplexe Transaktionen benötigte Anlageexpertise und entsprechendes Verhandlungsgeschick.

 


Die Fähigkeit, das beschaffte Kapital dank privilegiertem Zugang zu Transaktionen innerhalb eines kurzen Zeitrahmens anzulegen. Unser Team verfügt hier über eine beispiellose Erfolgsbilanz.

Illiquiditätsrisiko: Die erworbenen Anleihen und Schuldtitel sind nicht liquide und können nicht jederzeit ohne Verlustrisiko veräussert werden (oder sie können möglicherweise nicht verkauft werden). Diese Anlagestrategie wendet sich daher speziell an Buy-and-Hold-Anleger.

Zinsrisiko: Die Bewertung von festverzinslichen Anlagen hängt vom Zinsniveau ab.

Ausfallrisiko oder Risiko der Rating-Herabstufung eines Emittenten: Obwohl Moody’s aufgezeigt hat, dass die Wahrscheinlichkeit des Ausfalls eines Emittenten aus dem Infrastruktursektor wesentlich geringer ist als in anderen Sektoren, sind die Emittenten – wobei es sich um Unternehmen handelt, die in einem spezifischen Markt tätig sind – gegebenenfalls nicht in der Lage, ihre Rückzahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Finanzierungsverträge enthalten eine Reihe von Schutzmechanismen, beispielsweise werden Financial Covenants genutzt, um die finanzielle Stärke eines Emittenten zu überwachen. Diese Mechanismen können dazu beitragen, Schwierigkeiten vorwegzunehmen oder zu lösen.

Vorauszahlungsrisiko: Der Emittent zahlt das Kapital gegebenenfalls vor Ablauf der vertraglich festgelegten Frist zurück. Dieses Risiko kann durch die Auferlegung von Vorfälligkeitsentschädigungen verringert werden (Make-Whole- oder Non-Call-Klauseln).