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Unterschätzen Schweizer Anleger mit Währungsabsicherung die Attraktivität von Anlagen in der Eurozone?

31.03.2019

Kristjan Mee

Kristjan Mee

Strategie, Research und Analyse

Andrea Barmettler

Andrea Barmettler

CFA, CAIA, Leiterin institutionelle Kunden

Mit dem Ziel das Portfolio zu diversifizieren und ein breiteres Anlageuniversum zu erreichen, sind es sich Schweizer Investoren gewohnt, im Ausland zu investieren und sich mit dem Thema Währungsabsicherung zu befassen.

Um regionale Wetten dem Portfolio Manager zu überlassen, fokussieren sich Investoren oftmals auf globale Strategien und unterschätzen dabei die Möglichkeiten, welche die angrenzende Eurozone bietet. Für die Anlageklassen Unternehmensanleihen, direkte Immobilien und Infrastrukturanleihen zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag, was die Eurozone bezüglich Markttiefe, Diversifikation und Renditepotential zu bieten hat.

Angesichts des begrenzten CHF-Anlageuniversums sowie den stark gesunkenen Renditen auf Schweizer Anleihen sind Schweizer Investoren gezwungen im Ausland zu investieren. Die Einbindung ausländischer Vermögenswerte erhöht jedoch die Komplexität, da Währungsabsicherungen in Erwägung gezogen werden müssen. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Attraktivität einer bestimmten Investition haben. Aus diesem Grund kann ein einfacher Vergleich der Renditen in Lokalwährung irreführend sein und zu suboptimalen Portfolioallokationen führen.
Im ersten Teil dieses Beitrags vergleichen wir die gehegten Renditen von Euro und USD-denominierten Unternehmensanleihen, direkten Immobilienanlagen und Infrastrukturanleihen. Im zweiten Teil vergleichen wir das jeweilige Anlageuniversum und die damit verbundenen Diversifikationsmöglichkeiten.

Teil 1 – erwartete währungsgesicherte Renditen im Vergleich

Abbildung 1 vergleicht die Renditen von Unternehmensanleihen, Infrastrukturanleihen und direkten Immobilienanlagen in Lokalwährung mit den währungsabgesicherten Renditen. Die abgesicherten Renditen werden berechnet, indem die Renditen in Lokalwährung um die erwarteten Absicherungskosten der Devisentermingeschäfte bereinigt werden. Die Abbildung zeigt abgesicherte Renditen auf Grundlage dreimonatiger, zwei- und fünfjähriger Devisentermingeschäfte. Die zwei- und fünfjährigen Termingeschäfte gibt es in der Praxis nur selten. Dennoch sind sie informativ, was die Erwartungen des Marktes an die Entwicklung der kurzfristigen Absicherungskosten anbelangt. Am aussagekräftigsten ist der Zweijahreszeitraum. Drei Monate sind zu kurz, um mögliche kurzfristige Preisänderungen zu berücksichtigen. Der Fünfjahreszeitraum unterliegt hingegen erheblichen Unsicherheiten. Bitte beachten Sie, dass Renditen, Absicherungskosten und voraussichtliche abgesicherte Renditen schwanken.

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