Momentaufnahme

33 Gründe gegen Investitionen am globalen Aktienmarkt


Kriege, Naturkatastrophen, wirtschaftliche Unruhen und Pandemien – die letzten vier Jahrzehnte haben die Einstellung der Menschen zum Investieren infrage gestellt und verändert.

In vielen Fällen machen solche Ereignisse die bereits schwere Entscheidung für die Geldanlage noch schwerer und veranlassen einige, gar nicht zu investieren.

Verhaltenswissenschaftler haben dafür einen Namen: Verlustaversion. Sie schätzen, dass der psychologische Schmerz des Verlierens etwa doppelt so hoch ist wie die Freude am Gewinnen. Dies erklärt, warum manche Menschen die mit Anlagen verbundenen Risiken scheuen.

Wie Analysen von Schroders zeigen, wäre es Anlegern teuer zu stehen gekommen, wenn sie in den vergangenen 33 Jahren dem Aktienmarkt ferngeblieben wären.

Durch Inflation und das Niedrigzinsumfeld wäre der Wert Ihres Geldes immer weiter geschrumpft, wenn Sie sich gegen eine Investition entschieden hätten.

Während eine Investition in den Aktienmarkt mit grösseren Risiken (die Möglichkeit, dass Sie Ihr gesamtes investiertes Geld verlieren) und Volatilität (der Wert des investierten Geldes steigt und fällt) einhergeht, hätte sie auch Ihre Renditen steigern können.

Untersuchungen von Schroders zeigen Folgendes (bereinigt um Inflationseffekte):

  • 1000 Pfund Sterling, die Anfang 1989 unter der Matratze versteckt worden wären, wären aufgrund der Inflation in Grossbritannien jetzt nur noch 415 Pfund Sterling wert – ein jährliches Wachstum von -2,60 %.
  • 1000 Pfund Sterling, die Anfang 1989 auf ein britisches Sparkonto eingezahlt worden wären, wären jetzt 1.756 Pfund Sterling wert – ein jährliches Wachstum von 1,70 %.
  • 1000 Pfund Sterling, die Anfang 1989 in den FTSE All-Share Index investiert worden wären, wären jetzt einschliesslich aller reinvestierten Erträge 6.600 Pfund Sterling wert – ein jährliches Wachstum von 5,90 %.

In diesen Zahlen sind Konto- oder Anlagegebühren nicht berücksichtigt.

Die folgende Abbildung veranschaulicht die Veränderung des „realen“ Werts (d. h. nach Abzug der Inflation) in jedem Jahr von 1.000 Pfund Sterling, die in britische Aktien investiert, auf ein britisches Bankkonto eingezahlt oder unter Ihrer Matratze versteckt wurden.

Vergessen Sie nicht: Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis für die Wertentwicklung in der Zukunft. Die Anlage in einer einzigen geografischen Region (britische Aktien) kann zu grossen Wertveränderungen Ihrer Anlage führen, die sich nachteilig auf die Wertentwicklung auswirken können.

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Eine kurze Geschichte zu den Einbrüchen an den Aktienmärkten seit 2000

In den vergangenen 32 Jahren kam es zu einigen der grössten Aktienmarkteinbrüche der Geschichte.

Die jüngsten Schocks sind auf den russischen Überfall auf die Ukraine zurückzuführen, der eine ganz enorme Unsicherheit im Hinblick auf die finanziellen Folgen auslöste. An dieser Stelle sind die Energieversorgung sowie die wirtschaftlichen Folgewirkungen zu erwähnen.

In den Jahren 2020 und 2021 beschäftigten sich die Märkte hauptsächlich mit der Pandemie. Covid-19 war der Hauptgrund für drei der zehn grössten Ein-Tages-Verluste der letzten vier Jahrzehnte.

Obwohl die Pandemie einige grosse Ein-Tages-Verluste verursachte, war der Rückgang der britischen Aktien von fast 10 % im Jahr 2020 im Vergleich zu anderen jährlichen Rückgängen seit 1989 bescheiden.

Die weltweite Finanzkrise im Jahr 2008, die mit dem allmählichen Kollaps des Wohnimmobilienmarkts in den USA im Vorjahr begann, hatte die schwerste globale Rezession seit den 1930er-Jahren zur Folge. Der FTSE All-Share Index brach im Jahr 2008 um 30 % ein – das schlechteste Jahresergebnis seit 1989.

Die Wahrheit ist, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, am Aktienmarkt zu investieren.

2001 gab der FTSE All-Share Index um 13 % nach. Dies geschah nach dem Platzen der Dotcom-Blase Ende der 1990er-Jahre, als es zu einem Abverkauf hoch bewerteter Technologietitel kam. Der Einbruch fiel zudem mit den verheerenden Anschlägen auf das World Trade Center in New York zusammen. In diesem Zeitraum kam es auch zu einem weltweiten Wirtschaftseinbruch, obwohl in Grossbritannien eine Rezession abgewendet werden konnte. Der FTSE All-Share Index gab im Jahresverlauf 2002 um 22 % nach.

Die folgende Tabelle zeigt, wie Ihre Anlagerenditen zwischen 1989 und 2021 Jahr für Jahr hätten wachsen können und welche schädlichen Auswirkungen die Inflation auf Ihr Vermögen haben kann. Sie zeigt auch die globalen Ereignisse, die Anleger in jedem dieser Jahre hätten abschrecken können.

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Nick Kirrage, Fondsmanager und Autor des Investmentblogs Value Perspective, hat oft über die Rolle geschrieben, die Angst spielen kann.

„Die Menschen verlieren manchmal den Bezug dazu, wie schlecht die Dinge in der Vergangenheit erschienen und waren“, kommentiert er. „Dies kann dazu führen, dass sie auf eine Art und Weise Massnahmen ergreifen – oder unterlassen –, die ihrem Vermögen über Jahrzehnte hinweg schaden können.

Diese Daten zeigen, dass die Inflation die Ersparnisse von Anlegern, die lieber Barmittel hielten, bei steigenden Aktienmärkten zerstörte. Zu diesem Schluss kommt man auch in vielen anderen Phasen des 20. Jahrhunderts.

Die Wahrheit ist, dass es keinen perfekten Zeitpunkt gibt, am Aktienmarkt zu investieren. Wenn Sie auf einen solchen Zeitpunkt warten, werden Sie für immer in Barmitteln investiert bleiben und auf längere Sicht wesentlich schlechter dastehen.“

Die oben dargelegten Meinungen stellen keine verlässliche Grundlage für eine Anlageentscheidung dar und sollten nicht als Ratschlag und/oder Empfehlung ausgelegt werden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis für die Wertentwicklung in der Zukunft. Das von Ihnen investierte Geld kann an Wert verlieren.

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