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Impact Investing in Schwellenländern: die Bedeutung der Umwelt


Als Impact-Anleger in den Schwellenländern setzen wir uns seit Langem mit dem Umweltschutz auseinander. Die Umwelt ist eines der fünf zentralen Investmentthemen, die wir im Prozess des Impact-Investings identifiziert haben.

Wir investieren in nachhaltige Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen die umweltbezogenen und gesellschaftlichen Herausforderungen adressieren. Unsere Absicht dabei ist es, positiv auf die Fortentwicklung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UN-Ziele) einzuwirken. Gleichzeitig soll selbstverständlich eine attraktive finanzielle Rendite erwirtschaftet werden.

Aus welchem Grund sind die Risiken des Klimawandels für Schwellenländer noch grösser?

Die Nachteile des Klimawandels, so lassen Untersuchungen durchblicken, werden sich überproportional auf Entwicklungsländer auswirken. Dies hat mit ihrer im Vergleich zu den Industrieländern höheren Abhängigkeit von klimasensiblen Sektoren wie Land- und Forstwirtschaft sowie Tourismus zu tun.

Gleichzeitig werden es wahrscheinlich die Schwellen- und Entwicklungsländer sein, die das grösste Emissionswachstum in den kommenden Jahrzehnten verzeichnen, so das Ergebnis eines Berichts der Internationalen Energieagentur (IEA).

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die durchschnittlichen Kosten der Emissionsvermeidung schätzungsweise etwa halb so hoch sind wie in den Industrieländern. Damit sind Investitionen in saubere Energie in diesen Regionen ein potenziell kosteneffektiver Weg, um die globalen Emissionen zu reduzieren.

Inwiefern spielen die Unternehmen in den Schwellenländern eine zentrale Rolle beim Umweltschutz?

Zahlreiche Unternehmen der Schwellenländer wirken positiv auf den Umweltschutz ein: Sie investieren in den Übergang zu sauberer Energie und tragen dazu bei.

Diese Investitionen erstrecken sich auf verschiedene Branchen, die laut den Prognosen im Zuge der Energiewende ein kräftiges Nachfragewachstum verzeichnen werden. Eine direkte Rolle übernehmen dabei Hersteller von E-Autos, Batterien für Elektrofahrzeuge sowie Systemen für erneuerbare Energien, darunter auch Sonnenkollektoren und Windkraftanlagen.

Die Fertigungsstätten von Halbleitern spielen eine eher indirekte Rolle. Jedoch sind ihre Produkte ein wesentlicher Bestandteil umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie von Elektrofahrzeugen sowie der Verbesserung der Energieeffizienz der Industrie.

Warum spielen Anleger eine wichtige Rolle?

Wir haben als Investoren in Schwellenländern zahlreiche Anlagechancen in Unternehmen festgestellt, die zum Umweltschutz beitragen. Zudem profitieren sie von einem prognostizierten robusten und beständigen Nachfragewachstum. Es geht aber nicht nur um den Ansatz „Buy and Hold“, sondern beispielsweise auch um ESG, Marktwettbewerb, Geopolitik oder Bewertungen.

So sind Kenntnisse über die Herstellungsverfahren und Versorgungsketten und deren Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen bei der Bewertung dieser Anlagen unerlässlich. Vor allem müssen die folgenden Fragen beantwortet werden: Sind die Energiequellen erneuerbar oder greift man nach wie vor auf fossile Brennstoffe zurück? Wird Wasser für die Produktion benötigt und wie wird es nachhaltig bewirtschaftet? Entsprechen die Arbeitspraktiken einem hohen Standard in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit?

Das sind allesamt wichtige Bestandteile des Gesamtbildes.

Offenlegung und Transparenz von Unternehmen waren noch nie so relevant und verbessern sich ständig. Dennoch bleibt viel zu tun. Als Anleger befinden wir uns in einer einzigartigen Lage, die Unternehmen zu identifizieren, die hier noch Defizite haben. Durch unser Engagement und unsere Unterstützung können wir daher einen Wandel herbeiführen.

Ein weiterer Faktor, den es innerhalb dieser Branchen zu beobachten gilt, ist das Wettbewerbsumfeld. Niedrige Kapitalkosten und Subventionen haben in einigen Sparten zu starkem Wettbewerb geführt.

Das Ausmass der Chancen in sauberen Technologien der Schwellenländer ist beträchtlich. Es überrascht kaum, dass China angesichts seiner Grösse in vielen dieser Bereiche wichtig ist. Dennoch gibt es Anlagechancen in vielen Schwellenländern von Südkorea über Taiwan bis Brasilien. Im Mittelpunkt stehen hier ein aktiver Ansatz bei der Kontaktaufnahme mit Unternehmen und ein Verständnis bezüglich der Komplexität der Chancen. Nur so lassen sich Umweltschutz und nachhaltige Renditen für Aktionäre realisieren.

Fallbeispiel: WEG

Bezugnahmen auf Unternehmen dienen nur zur Veranschaulichung und sind weder als Kauf- noch als Verkaufsempfehlung oder als Meinung zum Wert der Aktien dieses Unternehmens zu verstehen.

Was macht das Unternehmen?

WEG ist weltweit einer der grössten Hersteller von Elektromotoren. Der Firmensitz befindet sich in Brasilien, wo elektrische Bauelemente, Teile für die industrielle Automatisierung, Beschichtungen und anderweitige Industriegüter gefertigt werden. Der Fokus des Unternehmens liegt auf einer energieeffizienteren und nachhaltigeren Welt. Hierzu wird in Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und E-Mobilität investiert.

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Inwieweit tragen die Produkte von WEG zum Umweltschutz bei?

Die elektrotechnischen Produkte und Technologien ermöglichen die Umstellung auf erneuerbare Energie. Sie verbessern die Effizienz und reduzieren den Abfall.

Die Elektromotoren der Firma kommen in vielen kommerziellen und industriellen Bereichen zum Einsatz. WEG ist einer der grössten Hersteller dieser Produkte weltweit und investiert erheblich in die Forschung und Entwicklung zur kontinuierlichen Effizienzsteigerung. Das Unternehmen verfügt über 450 globale Patente. Das ist nicht nur aus einer Wettbewerbsperspektive von Vorteil, sondern trägt ebenso zum Umweltschutz bei.

Welchen Ansatz verfolgt WEG bei der Nachhaltigkeit?

WEG setzt sich für die Zusammenarbeit und den Dialog mit allen Interessengruppen ein, ob Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, lokale Gemeinschaften oder Aktionäre.

WEG hat beispielsweise in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Sozialprogramme aufgelegt. Damit werden die lokalen Gemeinschaften unterstützt, in denen das Unternehmen tätig ist und fast 37.000 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Wie trägt WEG zur Erreichung des 7. UN-Ziels „Bezahlbare und saubere Energie“ bei?

Das 7. UN-Ziel sieht vor, für bezahlbare, nachhaltige und moderne Energie für alle zu sorgen.

Die Produkte von WEG sorgen dafür, dass ein grösserer Anteil der Weltbevölkerung in erster Line saubere Kraftstoffe und Technologien nutzt. Darüber hinaus spielt das Unternehmen in den Ländern, in denen es tätig ist, eine Rolle bei der Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch. Somit trägt WEG zur THG-Reduzierung bei.

Die Produkte und Technologien des Unternehmens verbessern zudem die Energieintensität, wodurch die Umwelt geschützt wird. Prognosen zufolge werden Elektromotoren 70 % des industriellen Stromverbrauchs ausmachen. Der Stromverbrauch ist für die Betreiber von Elektromotoren ausserdem der Hauptkostenfaktor. Eine erhöhte Energieeffizienz reduziert einerseits die Kosten des Betreibers und steigert andererseits den Umweltschutz durch einen gesunkenen Stromverbrauch. Durch die WEG-Produkte im Bereich digitaler Lösungen wird zudem die Energieverschwendung reduziert.

Trägt WEG zu anderen UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung bei?

WEG trägt zudem zur Umsetzung des 12. UN-Ziels „Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen“ bei.

Im Rahmen eines eigenen Programms tauscht WEG beispielsweise zu einem vergünstigten Preis alte Elektromotoren gegen neue aus. Diese Initiative gewährleistet, dass der ineffiziente Elektromotor nicht mehr weiterverwendet wird. Das Programm sieht die Zerlegung des alten Elektromotors in seine Einzelteile vor, die dann in der unternehmenseigenen vertikalen Produktion verwendet oder an akkreditierte Recyclingunternehmen übergeben werden. Zudem kann deren Verwertung nachverfolgt werden.

RF Reflorestadora ist die Verpackungsfirma von WEG in Brasilien. Sie stellt Holzverpackungen her, die in verschiedenen Geschäftsbereichen verwendet werden. Das Unternehmen besitzt eigene Aufforstungsflächen von insgesamt 12.500 Hektar, die sowohl die Holzversorgung sicherstellen als auch zum Erhalt des Naturwaldes und der lokalen Biodiversität beitragen.

WEG misst des Weiteren den Wasserverbrauch, den Stromverbrauch, den Abfall und die Treibhausgasemissionen, und zwar sowohl aus direkten Produktionsemissionen (Scope 1) als auch aus indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2). Von den festen Abfällen werden beispielsweise 87 % recycelt oder wiederverwendet. Zudem ist die absolute Abfallmenge trotz Unternehmenswachstums rückläufig.

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Marc Brodard

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Isabelle Blöchlinger-Brechbühl

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