Perspektiven

Sind globale Grossstädte Ursache und Lösung für den Klimawandel?


Wie schon Homer Simpson sagte: „Auf den Alkohol! Den Ursprung und die Lösung sämtlicher Lebensprobleme.“

Diese Aussage des berühmten Einwohners von Springfield könnte man genauso auf Grossstädte und Klimawandel anwenden.

Denn Grossstädte gelten häufig wegen der hohen Treibhausgasemissionen (THG) als die Mitverursacher des Klimawandels. Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Diese Zahl wird sich künftig voraussichtlich erhöhen. Zudem verbrauchen Weltgrossstädte über zwei Drittel der Energie in der Welt. Städte sind zudem für über 70 % der globalen CO2-Emissionen verantwortlich.

Dennoch sind wir der Überzeugung, dass Weltgrossstädte ein wesentlicher Bestandteil der Lösung sind.  Zahlreiche Städte in der Welt haben interessante Lösungen für eine Reihe von Umweltproblemen entwickelt. Wir können, als Anleger in die Metropolen der Welt, eine wichtige Rolle übernehmen. Wir halten die Augen nach Unternehmen auf, die die Energiewende so schnell wie möglich herbeiführen wollen.

Nach der COP26, dem Klimagipfel der führenden Politiker in Glasgow, untersuchen wir, wie die Städte in der Welt mit der Klimakrise umgehen.

London federführend

London dehnte unlängst die Umweltzone mit ultraniedrigen Schadstoffabgaben auf den äusseren Teil der Megametropole mit der South und North Circular Road aus. In der ganzen Welt beobachten Städte die Londoner Umweltzone, die auf dem Verursacherprinzip beruht. Fahrer und ältere Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselverbrennungsmotor müssen täglich 12,50 Pfund Sterling bezahlen, wenn sie in die Umweltzone fahren.

Sadiq Khan, Bürgermeister von London und Mitglied der Labour Party, sagte, dass die Ausweitung der Umweltzone von der Londoner Innenstadt auf die Vororte die Luftqualität der Stadt verbessern solle. Diese Ausweitung der Umweltzone ist Bestandteil der Verkehrsstrategie des Londoner Bürgermeisters. Ziel ist es, bis 2040 80 % des Verkehrs in der Stadt zu Fuss, mit dem Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen.

Die ursprüngliche kleinere Umweltzone hatte die Stadtbevölkerung bereits dazu bewegt, auf saubere Fahrzeuge umzusteigen (von 39 % 2017 auf 80 % heute). Es wird gehofft, dass die Ausdehnung auf die Londoner Vororte dieselbe Wirkung erzielt.

Urbane Lösungen für globale Probleme

Zu den anderen Klimainitiativen von Städten zählt die von Peking. Hierbei geht es um die Umsetzung Chinas nationaler Strategie im Hinblick auf den Kohlendioxid-Spitzenwert und die Kohlendioxid-Neutralität. Peking hat sich zudem für den Einsatz einer App eingesetzt, um Recyclingdienste von Haus zu Haus für Stadtbewohner zu ermöglichen. Chinas Metropole gelang es, den Kohlendioxidausstoss um 235 t jährlich zu reduzieren.

Kompong, das Klimaprogramm von Jakarta, unterstützt den Community-Ansatz, um die Landgemeinden auf den Klimawandel umzustellen, und ist an 148 Standorten innerhalb der Stadt tätig. Die indonesische Hauptstadt hat zudem ein neues nachhaltiges öffentliches Verkehrswesen eingeführt. Dabei werden die vielen unterschiedlichen Transportsysteme mit einer Zahlung integriert. Hiermit soll die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel unterstützt und die Luftverschmutzung reduziert werden.

Istanbul arbeitet derzeit am ersten Mobilitätsplan der Türkei, um einen stadtweiten Verkehrsverbund zu gestalten.

Bezahlbarer Wohnraum bei wachsender Bevölkerung

Eine Reihe von Städten arbeiten ausserdem an der Entwicklung bezahlbaren, kohlenstoffarmen Wohnraums. In diesen Zusammenhang gehört Solar for All, das Programm von Washington DC. Nairobi will kohlenstoffarmen Wohnraum in der Stadt errichten, um dem voraussichtlichen Bevölkerungswachstum und der höheren Nachfrage gerecht zu werden.

Einige Länder und Teilsektoren spielen in diesem Bereich eindeutig eine führende Rolle, während andere weit zurückbleiben. Es gibt natürlich Ausnahmen. Generell weisen aber Unternehmen in Skandinavien, den Niederlanden, Australien und unter Umständen auch in den USA sehr fortschrittliche Nachhaltigkeitsrichtlinien auf.

Unternehmen in diesen Ländern befinden sich an vorderster Front, wenn es zum Beispiel darum geht, Materialien aus bestehenden Gebäuden für den Bau neuer Gebäude wiederzuverwenden. Ausserdem haben sie in der Regel aggressivere und ehrgeizigere Nachhaltigkeitsziele.

Eine Verallgemeinerung ist immer gefährlich. Es gibt Schlagzeilen, die einem vorgaukeln, China sei nicht umweltorientiert. Unsere Analyse der Stadt Shenzhen beweist das Gegenteil.

Wir sind zu der Auffassung gelangt, dass es die nachhaltigste Stadt der Welt ist. Sie verfügt über führende Nachhaltigkeitsrichtlinien, wie den Ausstieg aus umweltverschmutzenden Industrien und die Einführung strenger Umweltstandards. Ein Blick hinter die Kulissen ist wichtig fürs Detail.

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Marc Brodard

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Isabelle Blöchlinger-Brechbühl

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