Warum das Wirtschaftswachstum (und die Zinsen) schneller als erwartet anziehen könnten


Der Plan von Donald Trump, die US-Staatsausgaben um 300 Mrd. US-Dollar zu erhöhen, hat die ohnehin bereits auf Hochtouren laufende US- und Weltkonjunktur weiter angeheizt.

Die Auswirkungen des Bipartisan Budget Act von 2018, in dem diese Pläne näher ausgeführt wurden (die darüber hinaus auch weitere Ausgaben für die Katastrophenhilfe in Höhe von 90 Mrd. US-Dollar vorsehen), werden weit über die Grenzen der USA hinaus zu spüren sein.

Demzufolge haben wir unsere Wachstumsprognosen für fast alle großen Volkswirtschaften weltweit angehoben. Wir haben daraufhin auch unsere Prognosen für die Entwicklung der Zinsen geändert. Wir gehen nunmehr davon aus, dass die Zinsen in den USA bis Ende 2019 bei 3 % und in Großbritannien bei 1,25 % liegen werden.

Wieviel Wirtschaftswachstum werden wir 2018 und 2019 erleben?

Global: Wir heben unsere Prognosen für das weltweite Wachstum für das Jahr 2018 auf 3,5 % (zuvor waren wir von 3,3 % ausgegangen) und für das Jahr 2019 auf 3,3 % (zuvor 3,0 %) an. Hierfür sind nicht alleine die Ausgabenpläne der USA verantwortlich; auch die Zuversicht der Unternehmen und der Verbraucher bessert sich. Unser Indikator für die globale Wirtschaftsaktivität ist auf dem höchsten Niveau seit sieben Jahren.

USA: Wir heben die Wachstumsprognose in den USA im Jahr 2018 auf 3,1 % (zuvor 2,5 %) und für das Jahr 2019 auf 2,9 % (von 2,2 %) an.

Die stärkere Nachfrage in den USA sorgt zudem auch andernorts für einen stärkeren Handel und ein besseres Wachstum.

Eurozone: Die jüngsten Konjunkturdaten bestätigen unsere Einschätzung, dass die wirtschaftliche Erholung in Europa nicht nur an Dynamik gewinnt, sondern sich auch ausweitet. Wir heben unsere Prognose für das Wachstum in der Eurozone für das Jahr 2018 von 2,6 % (zuvor 2,3 %) und für das Jahr 2019 auf 2,2 % (von 1,9 %) an.

Großbritannien: Sogar die Prognose für Großbritannien, das in den Jahren von 2013 bis 2016 eine der leistungsstärksten Volkswirtschaften war und sich zur schwächsten Volkswirtschaft unter den G7-Staaten entwickelt hat, heben wir an. Aufgrund der günstigeren Aussichten seiner wichtigsten Handelspartner haben wir für 2018 und 2019 eine Anhebung auf 1,7 % (von 1,6 %) bzw. 1,5 % (von 1,4 %) vorgenommen.

China: Wir heben unsere Prognosen für China für 2018 auf 6,6 % (zuvor 6,4 %) und für das Jahr 2019 auf 6,5 % (von 6,3 %) an.

Schwellenländer: Aufgrund der besseren Prognose für China haben wir unsere Schwellenländer-Prognose für das Jahr 2018 auf 5,1 % und für das Jahr 2019 auf 5,0 % angehoben.

Japan: Japan ist die einzige große Volkswirtschaft, bei der wir eine Herabstufung vorgenommen haben. Dort gehen wir im Jahr 2018 nunmehr von einem Wachstum von 1,5 % (zuvor 1,8 %) aus. Diese erfolgte aufgrund des enttäuschenden vierten Quartals 2017.

Was bedeutet das für die Zinsen?

USA: Die US-Notenbank Fed hat jetzt mit der Bilanzreduzierung (quantitativen Straffung) begonnen. Da die Kerninflation gerade steigt, gehen wir von vier weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2018 und zwei im Jahr 2019 aus und prognostizieren schlussendlich 3 %.

Eurozone: Die Europäische Zentralbank (EZB) wird die quantitative Lockerung wahrscheinlich im September 2018 beenden, bevor sie die Zinsen im Jahr 2019 drei Mal anhebt. Dabei dürfte der Refinanzierungssatz 0,75 % und der Einlagenzins 0,25 % erreichen.

Großbritannien: Die Bank of England ist aufgrund der Sorge, dass die Inflation durch Lieferengpässe steigen könnte, zu schnelleren Zinserhöhungen bereit. Nach unserer Einschätzung wird die Bank of England die Zinsen im Jahr 2018 ein Mal und 2019 zwei Mal (auf 1,25 %) erhöhen. Wir gehen davon aus, dass die Zinserhöhung im Jahr 2018 im November erfolgt, doch die Märkte lassen vermuten, dass dies bereits im Mai der Fall sein könnte.

 

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Marc Brodard

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