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50 Begriffe, die nachhaltige Anleger kennen sollten


Nachhaltigkeit ist längst kein weiches Anlagekriterium mehr, sondern für viele Anleger ein Hauptanliegen geworden.

Die Auswirkungen von Unternehmen auf Mensch und Umwelt – angefangen beim Klimawandel bis hin zum Umgang mit den Mitarbeitenden – sorgen täglich für Schlagzeilen. Nur Unternehmen, die sich anpassen, werden sich gut entwickeln. Die Unternehmenshaltung wirkt sich zweifellos auf die Gewinne aus, und somit auch auf die Aktien- und Anleihekurse eines Unternehmens.

Anleger nehmen Unternehmen immer genauer unter die Lupe. Unsere jüngste Schroders Global Investor Study 2018, in deren Rahmen die Ansichten von 20’000 Anlegern zusammengetragen wurden, belegt dies. Demnach erhöhten in den vergangenen fünf Jahren 67 % der Anleger ihre in nachhaltigen Anlagen investierten Beträge.

Allerdings führen 57 % der Befragten zufolge ungenügende Informationen auch dazu, dass sie nicht oder nicht in grösserem Umfang in nachhaltige Anlagen investieren.

Die Prinzipien sind leicht zu verstehen. Dennoch gibt es auf diesem Gebiet eine Flut von Akronymen und Fachbegriffen, die Anleger verunsichern können.

Hier können wir Abhilfe schaffen. Wir haben ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen zusammengestellt, die jeder nachhaltige Anleger oder Anfänger auf dem Gebiet der nachhaltigen Anlagen kennen muss.

°C-Limit oder Zwei-Grad-Ziel

Man ist sich darin einig, dass die Beschränkung des durchschnittli­chen globalen Temperaturanstiegs auf unter 2 °C bis zum Jahr 2100 gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung dazu beitra­gen kann, die schlimmsten Folgen von Naturkatastrophen, die mit der globalen Erderwärmung einhergehen, abzuwenden. Obwohl Uneinig­keit darüber besteht, ob dieses Limit ausreicht beziehungsweise über­haupt eingehalten werden kann, trägt man sich seit Jahrzehnten mit dem Gedanken, die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen.

Aktiensperrung

Mit dieser Praxis wird der Handel mit Stimmrechtsaktien vor einer Jahreshauptversammlung eingeschränkt.

Aktionärs-Aktivismus

Eine öffentliche Form der Einflussnahme, bei der die Anleger ihre Aktienbestände einsetzen, um eine Neuausrichtung des Unterneh­mens zu bewirken. Es handelt sich dabei um einen eher konfrontativen Ansatz zur Förderung von Wandel.

Aktive Eigentümerschaft

Die aktive Ausübung Ihrer Teilhaberrechte und Ihre Zusammenarbeit mit Beteiligungsunternehmen, um ein verantwortungsbewusstes unternehmerisches Handeln zu fördern und den Shareholder Value langfristig zu steigern.

Beziehungen zu Mitarbeitenden

Die Verfahren und Prozesse, welche die Beziehung zwischen einem Arbeitgeber und seinen Mitarbeitenden regeln. Einem Unternehmen obliegt die Verantwortung, Mitarbeitende fair, würde- und respektvoll zu behandeln.

Carbon Value at Risk (CVaR)1

Ein von Schroders entwickeltes Modell, mit dem gemessen wird, wie sich die Kohlenstoffpreise auf das Unternehmensergebnis auswirken. Es berechnet die Auswirkung der Erhöhung des Kohlenstoffpreises auf 100 US-Dollar pro Tonne auf Unternehmensgewinne. Vor allem be­rücksichtigt das Modell die Emissionen innerhalb der Lieferkette, die in manchen Sektoren 90 % des CO2-Fussabdrucks ausmachen können.

Climate Progress Dashboard2

Schroders intern entwickeltes Tool, mit dem die Fortschritte bei der Be­schränkung des globalen Temperaturanstiegs auf 2 °C bewertet wer­den können. Das Dashboard umfasst zwölf Parameter, von politischen Massnahmen bis hin zu Kohlenstoffpreisen und der Verwendung von fossilen Brennstoffen, und zeigt derzeit einen Temperaturanstieg von 3,8 °C an. Diese Informationen können Anlegern helfen, den Umfang der notwendigen Änderungen zu erfassen und Bereiche zu identifizie­ren, die Anlagerisiken oder -chancen mit sich bringen.1 www.schroders.com/carbon-var2www.schroders.com/climate-progress-dashboard

CO2-Fussabdruck

Die Menge an Emissionen von Treibhausgasen, die ein Konzern, ein Unternehmen oder ein Mensch insgesamt verursacht.

Corporate Governance

Das System für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens, um sicherzustellen, dass das Management im Interesse seiner Anteils­eigner handelt. Gute Corporate Governance umfasst eine ganze Reihe von Faktoren, von der Überprüfung der Unabhängigkeit des Verwal­tungsrats über die Vergütungspraktiken bis hin zur Kapitalallokation und Rechnungslegung.

Corporate Responsibility

Die Verantwortung eines Unternehmens, seine Aktivitäten auf eine Art und Weise zu verfolgen, mit der die Umwelt und die Gesellschaft als Ganzes keinen Schaden nehmen.

Einflussnahme auf Unternehmen

Ein zweckbezogener Dialog zwischen einem Unternehmen und seinen Anteilseignern, der darauf abzielt, Anlagewerte zu steigern und zu schützen. Auf diese Weise können auch zusätzliche Informationen über die Praktiken eines Unternehmens gewonnen oder Anregungen zu Verbesserungen der Wertentwicklung und von Prozessen geboten werden.

Erneuerbare Energien

Energie aus natürlich erneuerbaren Quellen wie Sonnenlicht, Wind, Wasser und Erdwärme.

ESG-Fondsratings

Die Bewertung einer Drittpartei, welche die einem Fonds zugrun­de liegenden Positionen analysiert und die darin nachgewiesenen ESG-Werte mithilfe bestimmter Parameter quantifiziert. Die Auswahl der Parameter und die daraus resultierende Bewertung können je nach ESG-Ratingagentur unterschiedlich ausfallen.

ESG-Indizes

Mithilfe von Indizes wie dem FTSE 100 kann die Wertentwicklung eines Korbs von Anleihen und Aktien nachgewiesen werden. Eine steigende Anzahl von Indizes bilden Anlagen ab und schliessen dabei bestimm­te Branchen aus oder unterziehen Unternehmen neuerdings einer Eignungsprüfung auf Basis der ESG-Kriterien. Beispiel: Der FTSE4Good Index schliesst Unternehmen aus, die spezifische ESG-Kriterien nicht erfüllen.

ESG-Integration

Ein Anlageansatz, bei dem neben der herkömmlichen Finanzanalyse unterschiedliche Risiken und Chancen rund um Nachhaltigkeit und ESG berücksichtigt werden.

Ethisches Investieren

Eine Anlagestrategie, in welche Sie im Einklang mit Ihren ethischen Grundsätzen investieren. Dabei schliessen Sie Unternehmen aus, die Sie als unethisch betrachten.

Fossile Brennstoffe

Natürliche Energiequellen wie Kohle, Öl und Gas. Die Gase, die beim Verbrennen dieser Stoffe (wie beispielsweise Kohlendioxid) ausgestossen werden, gelten weitgehend als Hauptverursacher des Klimawandels.

Governance-Faktoren

Diese sind im Begriff „ESG” (Environmental, Social und Governance bzw. Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) enthalten und bestimmen, wie gut ein Unternehmen geführt wird. Die Definition von „Corporate Governance” oben gibt weiteren Aufschluss.

Green Bond

Eine Anleihe, aus deren Erlösen neue und bestehende Projekte mit Vorteilen für die Umwelt, wie z. B. Projekte zum Thema erneuerbare Energien und Energieeffizienz, finanziert werden.

Greenwashing

Die irreführende Kommunikation von Umweltvorteilen eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer Organisation, um ein Unternehmen umweltfreundlicher darzustellen als es in Wirklichkeit ist.

Impact Investing

Anlagen, mit denen in erster Linie bestimmte positive Veränderungen in sozialer Hinsicht erzielt und zugleich finanzielle Erträge generiert werden sollen. Impact-Investments schaffen eine direkte Verbindung zwischen Portfolioanlagen und Aktivitäten mit einem positiven Ein­fluss auf die Gesellschaft. Bislang erfolgen die meisten dieser Aktivi­täten im Zusammenhang mit nicht notierten Aktien und Anteilen.

Impact-Messung

Impact-Messung ist nicht zu verwechseln mit Impact-Investing. Es handelt sich dabei um die Art und Weise, wie sich die Aktivitäten von Unternehmen positiv und negativ auf unsere Welt auswirken. Schro­ders hat zu diesem Zweck das Modell SustainEx entwickelt. Dieses Modell misst die Auswirkung auf die Rentabilität eines Unternehmens im Fall der Bilanzierung seiner negativen oder positiven sozialen und ökologischen Folgen und Auswirkungen.

Integrierte Berichterstattung

Die Unternehmensberichterstattung, welche die Beziehung zwischen Strategie, Governance und Wertentwicklung eines Unternehmens dar­stellt und beschreibt, wie dadurch Mehrwert für Stakeholder geschaf­fen wird. Der International Integrated Reporting Council4 ist für diesen Bereich der allgemein anerkannte Kernstandard.

Klimawandel

Die beschleunigte Veränderung der Umwelt, die auf den Ausstoss von Kohlendioxid in die Atmosphäre infolge der Verwendung fossiler Brennstoffe zurückzuführen ist. Wenn Ihnen der Klimawandel Sorgen macht, können Sie in Unternehmen investieren, die Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, mit denen eine Anpassung an den Klimawandel oder die Abschwächung seiner Folgen erreicht werden kann.

Kohlenstoffpreise

Die Kosten der Emission von CO2 in die Atmosphäre, entweder in Form einer Gebühr pro ausgestossene Tonne CO2 oder eines in Aussicht gestellten Anreizes für die Minderung der CO2-Emissionen. Die Quanti­fizierung der wirtschaftlichen Kosten von Emissionen wird vielerorts als die effizienteste Methode angesehen, Umweltverschmutzer dazu zu bewegen, die Abgabe von Schadstoffen in die Atmosphäre zu minimieren.

Konferenz der Vertragsstaaten (COP)

Die Konferenz der Vertragsstaaten des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) ist völkerrecht­lich der höchste Entscheidungsträger und trifft jährlich zwecks der Umsetzung des Übereinkommens zusammen.

Korruption

Unlautere Aktivitäten wie Bestechung und Betrug, die für die Ver­mögenswerte eines Unternehmens schwerwiegende Folgen haben können.

Menschenrechte

Fundamentale Rechte, die allen Menschen zustehen. Dazu gehören das Recht auf Leben, auf Freiheit, auf ein Leben ohne Sklaverei und Folter sowie auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung. Die UN-Menschenrechtserklärung3 ist ein allgemein anerkannter Massstab für diese fundamentalen Standards.

Moderne Sklaverei

Obgleich es dafür keine Standarddefinition gibt, versteht man unter moderner Sklaverei die Ausbeutung von Menschen, die von einer Person, die Kontrolle über sie ausübt, zu einer Handlung gezwungen werden – oft unter Gewaltanwendung. Moderne Sklaverei gibt es in vielen Formen, darunter Zwangsarbeit oder Schuldknechtschaft, ver­frühte Heirat oder Zwangsheirat und Menschen- oder Organhandel.

Nachhaltiges Investieren

Ein Anlageansatz, bei dem die Praktiken zur Nachhaltigkeit eines Unternehmens für die Anlageentscheidung ausschlaggebend sind und die ESG-Analyse einen Eckpfeiler im Anlageprozess bildet.

Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Eine Aufstellung von 17 Zielen, welche die grössten Herausforde­rungen widerspiegeln, mit denen die Gesellschaft und Kommunen weltweit, die Umwelt und die einzelnen Volkswirtschaften heutzutage konfrontiert sind.

Over-Boarding

Wenn ein Mitglied des Verwaltungsrats zu viele Board-Rollen annimmt, so dass seine Fähigkeit, die Zeit angemessen aufzuteilen und der damit verbundenen Verantwortung in den einzelnen Boards effektiv nachzukommen, in Frage steht.

Physische Risiken des Klimawandels5

Das von Klimaereignissen ausgehende Risiko in Bezug auf die physischen Vermögenswerte eines Unternehmens, wie Vorräte und Ausrüstung, sowie in Bezug auf die Lieferkette, das operative Ge­schäft, Märkte und Kunden. Das Rahmenwerk für physische Risiken von Schroders ermittelt die Beträge, die Unternehmen aufwenden müssten, um ihre physischen Vermögenswerte gegen Gefahren abzu­sichern, die durch die Erderwärmung und wetterbedingte Beeinträch­tigungen entstehen.

Principles for Responsible Investment (PRI)

Ein Reihe von freiwilligen ESG-Grundsätzen, gefördert von den Ver­einten Nationen, zu deren Berücksichtigung sich die Unterzeichner in ihren Investmententscheidungen verpflichten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Vereinten Nationen zu den Grundsätzen für verantwortliches Investieren (www.UNPRI.org).

Saubere Technologien

Eine Reihe von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen, die weni­ger natürliche Ressourcen verbrauchen und Emissionen und Abfälle reduzieren oder eliminieren. Saubere Technologien galten vor zwei Jahrzehnten noch als Anlagenische und sind inzwischen zu einem zentralen Anliegen der meisten grossen Unternehmen geworden. Ein Beispiel dafür sind Elektrofahrzeuge. ScreeningEin Anlageansatz, mit dem Unternehmen auf Grundlage von festge­legten Kriterien von einem Investment ausgeschlossen werden. Als Anleger können Sie einen negativen Filter (Ausschluss bestimmter Unternehmen aufgrund ihrer Beteiligung an oder in unerwünschten Aktivitäten oder Sektoren) oder einen positiven Filter (Auswahl von Un­ternehmen auf Grundlage ihrer Nachhaltigkeitspraktiken) einsetzen. In der Fachsprache spricht man hier auch von einer „Best-in-Class”-An­lage. Das bedeutet, dass Sie nur in Unternehmen investieren, die bei der Einhaltung von Nachhaltigkeitspraktiken und dem Nachweis einer nachhaltigen Wertentwicklung branchenführend sind.

Screening

Ein Anlageansatz, mit dem Unternehmen auf Grundlage von festge­legten Kriterien voneinem Investment ausgeschlossen werden. Als Anleger können Sie einen negativen Filter (Ausschluss bestimmter Unternehmen aufgrund ihrer Beteiligung an oder in unerwünschten Aktivitäten oder Sektoren) oder einen positiven Filter (Auswahl von Un­ternehmen auf Grundlage ihrer Nachhaltigkeitspraktiken) einsetzen. In der Fachsprache spricht man hier auch von einer „Best-in-Class”-An­lage. Das bedeutet, dass Sie nur in Unternehmen investieren, die bei der Einhaltung von Nachhaltigkeitspraktiken und dem Nachweis

Soziale Faktoren

Faktoren, die damit zu tun haben, wie ein Unternehmen mit den Kommunen am Standort, Lieferanten, Mitarbeitenden und Kunden interagiert. Dazu zählen zum Beispiel Arbeitsstandards, Gesundheit und Sicherheit, Lieferkettenmanagement sowie Ernährung und krank­haftes Übergewicht.

Stewardship

Ein anhaltender und zielgerichteter Dialog zwischen Aktionären und Verwaltungsräten, mit dem sichergestellt werden soll, dass die lang­fristige Strategie und das Tagesgeschäft eines Unternehmens effektiv und auf die Interessen der Aktionäre ausgerichtet sind. Dazu gehören die Überwachung der Praktiken und Wertentwicklung eines Unterneh­mens, das Engagement in Problembereichen und die Ausübung von Stimmrechten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen langfristig im Interesse seiner Anteilseigner handelt. Gutes Stewardship sollte dabei helfen, den Wert von Anlagen zu erhöhen und zu schützen.

Stewardship Codes

Eine Reihe von Standards, die dabei helfen sollen, die Anforderungen an das Stewardship für Vermögensverwalter und Anleger festzulegen. Diese Kodizes werden von den lokalen Aufsichtsbehörden der einzel­nen Länder festgelegt.

Stimmrechte

Aktienanleger sind grundsätzlich dazu berechtigt, bei Hauptversamm­lungen und ausserordentlichen Hauptversammlungen über Belange, wie beispielsweise die Ernennung eines Verwaltungsratsmitglieds, Vergütungen oder Fusionen und Übernahmen, unter Berücksichti­gung der gesetzlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes abzustimmen.

Sündenaktien

Aktien von Unternehmen, die entweder direkt oder indirekt mit Aktivi­täten im Zusammenhang stehen, die als unethisch oder unmoralisch gelten, darunter Tabak, Alkohol, Glücksspiele und Erwachsenenunter­haltung.

Thematische Anlagen

Anlagen in Unternehmen, die einem bestimmten Anlagethema zu­geordnet werden können, wie beispielsweise erneuerbare Energien, Abfallmanagement und Wasserwirtschaft, Innovationen im Bereich Bildung oder Gesundheit.

Übereinkommen von Paris

Eine globale Vereinbarung, die im Rahmen der 21. UN-Klimakonferenz (COP 21) in Paris 2015 abgeschlossen wurde, um die globale Erwär­mung auf unter 2 °C zu begrenzen.

Übergangsrisiko

Die finanziellen Risiken, die sich infolge neuer Richtlinien und Gesetze und tiefgreifender technologischer Umwälzungen und Marktände­rungen im Rahmen des weltweiten Übergangs zu einem kohlenstoff­armen Wirtschaftssystem und einer klimaresistenten Zukunft ergeben könnten.

Umweltfaktoren

Diese sind im Begriff “ESG” (Environmental, Social und Governance bzw. Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) enthalten und betref­fen den Umgang mit Ressourcen, der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel, dem Energieverbrauch, dem Abfallmanagement und den weiteren Herausforderungen und Chancen der physischen Umwelt.

Verantwortungsbewusstes Investieren

Ein Anlageansatz, der im Rahmen seines Anlageprozesses ESG-bezo­gene Chancen und Risiken berücksichtigt und Einflussnahmen und Abstimmungen seitens der Anleger einschliesst, um nachhaltige und langfristige finanzielle Erträge zum Nutzen von Gesellschaft und Um­welt zu generieren.

Veräusserung

Der Verkauf von Anlagen, die mit kontroversen Aktivitäten behaftet sind, um bestimmte gesellschaftliche und politische Ziele zu erreichen. Beispiel: Anleger veräusserten ihre südafrikanischen Anlagen während des Apartheid-Regimes aus Protest dagegen.

Verwaiste Investitionen

Investments in fossile Brennstoffe, die in einem Szenario der geringen Nachfrage geradezu verwaisen oder unwirtschaftlich werden können, zum Beispiel im Rahmen von Richtlinien und Vorschriften zur Senkung der Emissionen.

Vielfalt und Integration

Vielfalt bezieht sich auf Unterschiede bei Personen in Bezug auf Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Behinde­rung, Religion, Lebensansichten oder andere Merkmale. Integration beinhaltet die Akzeptanz und Befürwortung von Vielfalt, das Einschrei­ten bei Ungleichheiten und die Gewährleistung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber Mitarbeitenden.

Wertbasierte Anlagen

Anlagen, die den ethischen Zielen eines Anlegers Vorrang geben und nicht nur die Maximierung der finanziellen Erträge anstreben.

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Marc Brodard

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Isabelle Blöchlinger-Brechbühl

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