Momentaufnahme

Schroder Institutional Investor Study 2020: Anleger setzen weiterhin auf Private Assets

Den Anlegern bereiten nun akut die Auswirkungen eines globalen Wirtschaftsabschwungs auf ihre Anlagen Sorgen, wie sich aus der Institutional Investor Study 2020 von Schroders ergibt. Doch trotz des nachlassenden Vertrauens setzen weiterhin viele auf Private Assets, um Risiken zu steuern und Portfolios zu diversifizieren.

Die Studie – an der 650 institutionelle Anleger weltweit mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 25,9 Bio. US-Dollar teilnahmen – ergab, dass die grosse Mehrheit der Anleger (79 %) der Meinung sind, dass sich ein globaler Wirtschaftsabschwung auf die Wertentwicklung ihrer Portfolios in den kommenden zwölf Monaten am stärksten auswirken würde.

Angesichts der aktuellen Sorgen im Zusammenhang mit COVID-19 hat diese Sorge im Vergleich zu den 49 % im Vorjahr erheblich an Bedeutung gewonnen.

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Quelle: Schroder Institutional Investor Study, 2020

Die Zahl der Anleger, die sich bezüglich ihrer voraussichtlichen Erträge sicher sind, ist stark zurückgegangen und von 52 % im Jahr 2019 auf 33 % in diesem Jahr gefallen.

Gleichzeitig stieg der Anteil der Anleger, die ihr Kontingent an Private Assets in den kommenden zwölf Monaten aufstocken wollen, von 12,8 % im Vorjahr auf 14,1 %. Dabei gaben 46 % der Befragten an, dass sie dank ihrer Allokation in Private Assets das Risiko besser steuern können.

Private Equity, Infrastructure Equity und Private Debt waren laut den Anlegern die drei Private-Asset-Klassen, bei denen sie ihre Allokation in den nächsten drei Jahren ausbauen möchten. 

Tatsächlich geben 71 % der Anleger an, dass der COVID-19 sie dazu bewogen hat, sich nach unterbewerteten Anlagen umzusehen. 26 % hingegen sagen, dass sie ihr Portfolio weiter durch alternative und private Märkte diversifizieren werden, um das Exposure aus börsennotierten Anlagen nach Möglichkeiten zu verringern.

Johanna Kyrklund, Group Chief Investment Officer der Gruppe Schroders, äusserte sich wie folgt dazu:

 „Die Jahre quantitativer Lockerung haben sich Renditen aus der Zukunft geborgt, und COVID-19 hat neue Ungewissheiten geschaffen. Jetzt ist es für uns als aktive Anleger wichtiger denn je, uns auf unsere wesentlichen Grundsätze zu konzentrieren und auf unnachgiebige Weise höchste Qualität und Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen.

„Wir sind der Meinung, dass wir unseren Anlegern nur mit einem wirklich aktiven Ansatz die bestmöglichen Chancen auf Teilhabe an der soliden Wertentwicklung bieten können, um die Aufs und Abs der globalen Investment-Märkte zu umschiffen.

„Kurs zu halten, vorausschauend zu denken und stets unseren Kunden zuzuhören sind und bleiben unsere Hauptschwerpunkte, unabhängig von dem sich oftmals rasant ändernden Aussichten.“ 

Georg Wunderlin, Global Head of Private Assets von Schroders, merkte dazu an:

„Aus vergangenen Krisen haben wir gelernt, dass Portfolios mit einem erheblichen Exposure in den Private Markets die beste langfriste Wertentwicklung bei Investitionen erzielen.

„Die Institutional Investor Study verdeutlicht, dass die Anleger bei der Erweiterung der Diversifikation und beim Zugang zu spezialisierten, alternativen Ertragsströmen auch weiterhin auf die Privatmärkte setzen. Diese Eigenschaften sind in Zeiten von derart ungewissen Aussichten weltweit von besonders hohem Wert.

„Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Volkswirtschaften im Vergleich zum April offener, die Auswirkungen von COVID-19 auf unser alltägliches Leben jedoch nach wie vor sehr spürbar sind. Jetzt wird ersichtlich, welche Sektoren als Gewinner und welche als Verlierer hervorgehen.

„Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass die Private Markets den Anlegern vielfältige Chancen bieten. Deshalb liegt im Rahmen der Philosophie der Transparenz und des Kundenservice besonderes Augenmerk auf dem wachsenden Private-Assets-Geschäft von Schroders.

Einst wesentliche Investitionsanliegen, wie die mögliche Zuspitzung der Geldpolitik und die Folgen höherer Zinsen, wurden von COVID-19 an den Rand gerückt.

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Quelle: Schroder Institutional Investor Study, 2020

Es ist keine Überraschung, dass fast alle Anleger (91 %) der Meinung sind, dass durch den COVID-19 eine grössere globale Rezession ausgelöst wird. Beruhigend wirkt hingegen, dass etwas über die Hälfte der Anleger (53 %) angeben, keine Änderungen an den Portfolios vorzunehmen, bevor nicht der Ausblick klarer ist. Ein Grossteil der Anleger (81 %) ist zudem der Ansicht, dass ein Aktienmarktabschwung infolge von COVID-19 gute Kaufmöglichkeiten schaffen würde.

Global gesehen erwartet die Mehrheit der Anleger (67 %) Renditen von 5 % bis 9 %. Dabei sind Anleger in den USA im Vergleich zu jenen in Europa besonders optimistisch.

Bezeichnenderweise steht auch bei den Anlegern bei weitem nicht mehr so sehr auf der Erwirtschaftung von Renditen im Mittelpunkt. So nannten nur noch 31 % die Rendite als Hauptanlageziel – im Vergleich zu 66 % im Jahr 2019.

Für 64 % der Anleger ist hingegen im gegenwärtigen Umfeld der Kapitalerhalt ein zentrales Ziel. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 57 %. In dieser Hinsicht waren für 54 % der Anleger an den Verbindlichkeiten und Cashflows orientierte Anlagen für die Verwaltung ihrer Investments äusserst wichtig.

Bei Private Assets waren die Wertentwicklung, die Anlagephilosophie und die Gebühren die drei Hauptfaktoren, die bei der Auswahl eines spezialisierten Managers ausschlaggebend sind.

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Quelle: Schroder Institutional Investor Study, 2020

Über die Schroder Institutional Investor Study:

Die weltweite Studie wurde von Schroders das vierte Jahr in Folge in Auftrag gegeben und dient der Analyse institutioneller Anleger und ihrer Einstellungen gegenüber Anlagezielen, dem Performance-Ausblick und den Risiken für ihr Portfolio. Unter den Teilnehmern ist ein breites Spektrum an Institutionen vertreten, darunter Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften, Staatsfonds und Stiftungen, deren verwaltetes Vermögen sich auf rund 25,9 Bio. US-Dollar beläuft. Die Untersuchungen wurden im April 2020 mithilfe einer umfassenden weltweiten Umfrage durchgeführt. Die 650 institutionellen Anleger stammen aus folgenden Ländern: 179 aus Nordamerika, 248 aus der EMEA-Region, 173 aus dem Asien-Pazifik-Raum und 50 aus Lateinamerika. Es wurden Anleger aus 26 Ländern befragt.

 

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Marc Brodard

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