Wirtschaft

Wirtschaft und Finanzmärkte

Januar 2019

08.01.2019

Giovanni Leonardo

Giovanni Leonardo

Head of Investment Wealth Management Switzerland

Norbert Brestel

Norbert Brestel

Head of Investment Solutions

Aktive Risikosteuerung – Emotionen meiden

Für das kommende Jahr sind die Auguren der Marktökonomen und Strategen positiv eingestellt. Alle erwarten eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs bei leichter Inflation. Nach einem Jahr wie dem vergangenen will Frau oder Mann noch mehr Rendite (ein Zeichen von Gier?) und ist bereit, noch mehr Risiken einzugehen. Aus diesem Grund haben wir die Gunst der Stunde genutzt und in unserern Portfolios einige Gewinne realisiert, bleiben aber bezüglich realer Anlagen immer noch konstruktiv eingestellt und meiden langlaufende Staatsanleihen.

Nach einer Dekade äusserst expansiver Geldpolitik, welche zu einem 10-jährigen Börsenaufschwung geführt hat, versuchen die Zentralbanken nun ohne grösseren Schaden den Ausstieg und die Rückkehr zu einer normalen Geldpolitik einzuleiten. Dieser Ausstieg bedeutet das Ende der risikofreien Welt, des moderaten Wachstums ohne Inflation.

Könnten die Zentralbanken damit zugleich das Ende der Börsenrally und der unzähligen Exzesse einläuten?

Dieser Frage sind unsere Makroökonomen und Strategen nachgegangen und zum Schluss gekommen, die Weltwirtschaft stehe äusserst robust da. Der synchrone Aufschwung in verschiedenen Volkswirtschaften führt zu höheren Wachstumserwartungen und leicht höherer Inflation. Als Anlagekompass wurden Szenarien entwickelt, um den Einfluss auf die Anlageklassen zu überprüfen.

Das Hauptszenario (Reflation) sieht ein starkes Wachstum mit damit verbundener ansteigender Inflation vor. Das könnte durch einen globalen Handelsboom oder durch Fiskalmassnahmen getrieben werden. Dieses Szenario wäre positiv für reale Anlagen wie Aktien, Immobilien, Infrastrukturanlagen und Rohstoffe, solange die Inflation nicht zu schnell und zu stark steigt. Nominale Anlagen wie Staatsanleihen, aber auch Unternehmensanleihen, wären in diesem Szenario der grösste Verlierer, da sie die Inflation in eine reale Geldvernichtungsmaschine verwandeln würden.

Das eher unwahrscheinliche, aber doch existierende Szenario einer Deflation und Stagnation, führt hingegen zu einem äusserst unangenehmen Phänomen. Steigende Inflation mit sinkendem Wachstum würde alle Anlageklassen negativ beeinflussen und zu einer Neubewertung aller Anlageklassen führen. Auf den folgenden Seiten finden sie Ausführungen zu den verschieden Szenarien und deren Einfluss auf die Anlageklassen.

Diejenigen unter uns, welche das Ende der Internet-Blase im Jahr 2001 miterlebt haben, werden einige Parallelen erkennen und den Ökonomen und Markstrategen nicht vollständig trauen. Die Bitcoin-Mania, welche mithilfe der neuen Medien alle Bürger mitreisst, hat trotz Warnung verschiedener renommierter Anlageexperten und Zentralbanken kein Ende, und verschiedene Banken und Börsen haben neue Instrumente für ihre Kunden entwickelt. Das Potential für grössere Enttäuschungen ist gegeben. Ich denke, diese Argumente sprechen für eine kurzfristig taktisch defensivere Haltung.

Wie sind wir jetzt positioniert?

Grundsätzlich haben wir die Portfolios auf unser Hauptszenario ausgerichtet und halten an der Präferenz für Aktien und andere reale Werte fest. Wir meiden langlaufende Staatsanleihen und bevorzugen inflationsgeschützte Anleihen. Aus taktischer Sicht haben wir die Gelegenheit ergriffen, Gewinne auf unseren Aktien und Unternehmensanleihen realisiert und die inflationsgeschützten Staatsanleihen aufgestockt, um das Risiko des Portfolios leicht zu reduzieren. Damit könnten wir von einer kurzfristigen Korrektur profitieren.

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