2 Min | Im Fokus

Marktausblick – September 2021


  • Wir erwarten nach wie vor eine robuste Erholung der Weltwirtschaft, rechnen inzwischen aber eher mit einer Stagflation, da sich die Wachstumsdynamik abschwächt und der Preisdruck zunimmt. Unsere Prognose für das globale BIP-Wachstum bleibt unverändert, wir korrigieren jedoch unsere Inflationsprognosen herauf.
  • Die anfängliche Beschleunigungsphase der Erholung ist vorbei, und wir befinden uns in einer neuen Phase, in der Angebotsengpässe großen Einfluss auf den Zyklus nehmen.
  • Die Wachstumsprognose weist erhebliche regionale Unterschiede auf. Herabstufungen in den USA und China werden durch Heraufstufungen in Großbritannien, der Eurozone und Japan kompensiert. Zum ersten Mal seit 2007 erwarten wir, dass das europäische Wachstum im Jahr 2022 über dem der USA liegen wird.
  • Wir gehen weiterhin davon aus, dass die US-Notenbank Fed im Dezember mit der Drosselung der Anleihekäufe beginnen und die Zinsen Ende nächsten Jahres anheben wird. Eine schnellere geldpolitische Drosselung ist plausibel, da es wenig Sinn macht, die Nachfrage in einer Wirtschaft zu stimulieren, die unter Angebotsproblemen leidet. Allerdings wird die Fed die damit verbundene höhere Inflation aller Voraussicht nach tolerieren.
  • Obwohl wir unsere Wachstums- und Inflationsprognosen für die Eurozone angehoben haben, rechnen wir erst 2023 mit einer Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank. Erst dann wird die Inflation nachhaltig bei oder über der Schwelle von 2 % liegen, die mittlerweile erforderlich ist, um die Zentralbank zum Handeln zu bewegen. Wir gehen auch davon aus, dass die Bank of England bis 2023 keine Änderungen vornehmen wird. Diese Entwicklungen sprechen für eine Aufwertung des US-Dollar im Prognosezeitraum.
  • Unser Ausblick für das BIP-Wachstum der Schwellenländer wird von China geprägt, wo Engpässe und Covid-19-Beschränkungen zu einer Herabstufung auf 8,5 % für dieses Jahr führen. Unterdessen dürfte in China eine weitere Lockerung der Geldpolitik angekündigt werden. Solange jedoch keine größeren Anreize erfolgen, rechnen wir für 2022 weiterhin mit einer Verlangsamung des BIP-Wachstums auf etwa 5,5 %.
  • Obgleich ein robusteres Wachstum möglich ist, besteht das größte Risiko für unsere Prognose darin, dass die Weltwirtschaft längerfristig durch einen Mangel an Arbeitskräften und Komponenten unter Druck gesetzt wird – eine Möglichkeit, die in unserem Szenario einer angebotsbedingten Inflation zum Ausdruck kommt. Der Stagflationsdruck könnte ferner durch Zölle steigen, die eventuell zur Reduktion von CO2-Emissionen im Anschluss an die Klimakonferenz erhöht werden.

Den vollständigen Viewpoint finden Sie unten als PDF.


Schroders hat in diesem Dokument eigene Ansichten und Meinungen zum Ausdruck gebracht. Diese können sich ändern.

Den vollständigen Bericht finden Sie nachstehend als PDF-Datei. Bitte beachten Sie jedoch, dass er in englischer Sprache verfasst wurde und sich nur an professionelle Anleger*innen und Finanzberater*innen richtet.

Gesamten Bericht lesen