Momentaufnahme - Global Investor Study

Abbildung der Woche: Was würde Anleger dazu bringen, sich für Nachhaltigkeit zu entscheiden?

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Doch nicht jeder ist davon überzeugt. Die Schroders Global Investor Study zeigt einige der Gründe für diese Zurückhaltung auf

24.09.2019

David Brett

David Brett

Redakteur

Das Interesse an nachhaltigen Anlagen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Doch noch immer stehen einige Anleger diesem Ansatz skeptisch gegenüber.

Die Schroders Global Investor Study (GIS) 2019 ergab, dass über die Hälfte der Anleger (57 %) bei der Auswahl eines Anlageprodukts ESG-Aspekte grundsätzlich berücksichtigt. 17 % der Anleger berücksichtigen ESG-Aspekte hingegen nicht. Der Rest ist sich nicht sicher.

Die Studie, die die Meinungen von über 25.000 Anlegern in 30 Märkten einholte, zeigt die Gründe hierfür. Die Studie führt fünf Optionen auf, die Anleger dazu bewegen könnten, verstärkt in nachhaltige Fonds zu investieren (siehe Abbildung unten).

Die Antworten verteilen sich relativ gleichmäßig, aber zwei Optionen stechen hervor:

  • Gesetzliche Änderungen, um Investitionen in nachhaltige Anlagen zu fördern
  • Zunehmender Einsatz von unabhängigen Ratings mit Schwerpunkt auf nachhaltigen Fonds

60 % der Anleger sind sich einig, dass diese beiden Faktoren sie dazu bewegen könnten, mehr Geld in nachhaltigen Fonds anzulegen.

Die Bereitstellung von leicht verständlichen Informationen durch ihren Finanzberater (59 %) und interne Ratings, die Fonds mit einem wirklich nachhaltigen Ansatz identifizieren (57 %), folgen auf Platz 3 und 4. Am wenigsten überzeugt die Option, von Finanzberatern ermutigt zu werden, mehr in nachhaltige Fonds zu investieren (55 %).

Dazu Jessica Ground, Global Head of Stewardship bei Schroders: „Politische Entscheidungsträger legen Wert darauf, dass das Finanzsystem nachhaltiger wird. Die Studie zeigt jedoch, dass es dafür keine Standardlösung gibt.

Die gesamte Investitionskette, von Vermögensverwaltern bis hin zu Finanzberatern, muss zu einer besseren Kommunikation und Aufklärung rund um nachhaltige Anlagen beitragen.
Besonders wichtig ist natürlich, dass wir dabei die finanziellen Renditen für die Anleger nicht aus den Augen verlieren. Die Wissenschaft und unsere eigene Erfahrung zeigen, dass sich Renditen und Nachhaltigkeit nicht gegenseitig ausschließen.“

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Schroders beauftragte Research Plus Ltd mit der Durchführung einer unabhängigen Online-Umfrage unter 25.743 Anlegern aus 32 verschiedenen Märkten weltweit. Die Befragungen dazu fanden zwischen dem 4. April und dem 7. Mai 2019 statt. Für diese Studie wurden Personen befragt, die in den nächsten zwölf Monaten mindestens 10.000 Euro (oder den Gegenwert in einer anderen Währung) investieren wollen und in den vergangenen zehn Jahren Änderungen an ihren Investments vorgenommen haben. Diese Personen repräsentieren die Ansichten der Anleger in den jeweiligen in der Studie erfassten Regionen.

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von dem Autor und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.