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Palmöl: Wie schlimm ist es wirklich?


Elly Irving

Elly Irving

ESG Analyst

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Katherine Davidson

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Portfoliomanagerin, internationale Aktien

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Palmöl wird mit Bildern von Waldbränden und niedlichen Orang-Utans in Verbindung gebracht, die durch Abholzung ihres Lebensraumes beraubt wurden. Als Folge dessen ist Palmöl derzeit in der Öffentlichkeit für viele Verbraucher der Feind schlechthin.

Aufgrund seiner Allgegenwart in unseren Lebensmitteln und anderen Waren wäre es momentan allerdings fast unmöglich, dieses Produkt zu boykottieren. Wenn Sie irgendeine Art von Aufstrich auf Ihrem morgendlichen Toast hatten, einen Keks zum Tee, Kaugummi gekaut oder sich auch nur die Zähne geputzt haben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie ein palmölhaltiges Produkt verwendet haben.

Der springende Punkt ist, dass Ölpalmen im Vergleich zu anderen Ölpflanzen (Soja, Raps, Sonnenblumen) um einiges ergiebiger sind.

Um etwa Palmöl durch Sojaöl zu ersetzen, müssten wir 185 Millionen Hektar neue Sojaanbauflächen schaffen, was ungefähr einem Drittel des Regenwaldes im Amazonas entspricht. Der Versuch, auf einen Ersatz für die Palme umzusteigen, könnte also bedeuten, dass wir vom Regen in die Traufe geraten.

Das Gegenargument ist, dass Palmöl mehr Entwaldung verursacht als fast jedes andere Produkt unter den Soft Commodities, und das in Teilen der Welt, die eine unverhältnismäßig hohe Artenvielfalt aufweisen.

Ein anderer Aspekt der Debatte dreht sich um die Auswirkungen von Palmöl im Kampf gegen Armut und auf die wirtschaftliche Entwicklung. Für einige Länder handelt es sich hierbei um einen unglaublich wichtigen Wirtschaftszweig. Malaysia nahm beispielsweise seine Palmölindustrie von den Lockdown-Maßnahmen rund um das Coronavirus aus, so wichtig ist dieses Wirtschaftssegment für das Land.

Eine Verlagerung weg vom Palmöl würde sich auf die Kleinbauern, die auf globale Käufer angewiesen sind, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen, am stärksten auswirken. Angesichts der geringen Visibilität in Bezug auf die Lieferkette ist es jedoch schwierig, sich von den positiven Faktoren überzeugen zu lassen. Darüber hinaus hinken die Standards in der Lieferkette der Palmölindustrie deutlich hinter denen bei anderen Rohstoffen wie Kaffee und Tabak hinterher.

In der nachstehenden ausführlichen Studie beschäftigen wir uns eingehender mit diesen Themen. Beachten Sie bitte, dass der Inhalt in Englisch ist.

 


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von dem Autor und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.

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Palm oil: how bad is it really? 6 Seiten | 866 kb

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