Momentaufnahme

Private Equity in China: Fünf Abbildungen, die zeigen, was Anleger verpassen könnten


Wachstumsprognosen für das kommende Jahrzehnt zufolge wird die chinesische Wirtschaft jedes Industrieland weltweit übertreffen. Wir glauben, dass der Private-Equity-Markt für Anleger attraktiv ist, die von diesem Wachstum profitieren möchten.

Im Folgenden erläutern wir die fünf Gründe, die für diese Annahme sprechen.

Abbildung 1: Die Kapitalbeschaffung chinesischer Private-Equity-Unternehmen macht ein Drittel der weltweiten Private-Equity-Kapitalbeschaffung aus

China ist der zweitgrößte Private-Equity-Markt der Welt und machte 2019 rund ein Drittel der weltweiten Private-Equity-Kapitalbeschaffung aus.

Die meisten Anleger setzen jedoch nur einen kleinen Teil in dem Markt selbst ein. Der chinesische Privatmarkt ist in den Portfolios der Anleger deutlich unterrepräsentiert.

Das dürfte sich jetzt aber ändern. Mit der Öffnung der chinesischen Finanzmärkte bieten sich Anlegern aus dem Ausland viele Chancen.

Abbildung 2: China öffnet sich zunehmend

Zum Beispiel zeigt Abbildung 2, dass im Jahr 2015 17 % der Sektoren des Lands für ausländische Anleger entweder eingeschränkt oder verboten waren. 2020 liegt diese Zahl bei nur noch 6 %.

Neben der Lockerung der Eigentumsbeschränkungen in bestimmten Sektoren gibt es Initiativen wie Qualified Foreign Limited Partnerships (QFLP). Diese Initiativen werden eingeführt, um die grenzüberschreitenden Kapitalflussbeschränkungen zu steuern.

QFLP sind eine besonders attraktive Option, mit der Ausländer Zugang zum großen und schnell wachsenden, auf Renminbi lautenden Private-Equity-Markt erhalten, der die wichtigste Quelle für Private-Equity-Kapital in China ist.

Abbildung 3: Auf Renminbi lautende Fonds sind inzwischen eine wichtige Quelle für Private-Equity-Kapital

Traditionell tendieren ausländische Investoren zu auf US-Dollar lautendem Kapital, das von ausländischen oder inländischen Managern aufgenommen wurden. Dieser Markt wird jedoch vom auf Renminbi lautenden Markt in den Schatten gestellt.

Abbildung 4: Anzahl und Erlöse aus Börsengängen in Großchina übertreffen die der USA bei Weitem

Außerdem gibt es immer mehr Ausstiegsoptionen für chinesische Private-Equity-Unternehmen. Eine gängige Strategie besteht darin, das Unternehmen im Rahmen eines Börsengangs an die Börse zu bringen. 

Wie die obige Abbildung zeigt, ist die Zahl der Börsengänge in Großchina von 2019 bis 2020 um 48 % gestiegen. In den USA war das Wachstum im gleichen Zeitraum etwa halb so hoch. Während die Einnahmen aus diesen Börsengängen in den USA zwischen 2019 und 2020 schneller wuchsen als in China, sind die Gesamterlöse in China deutlich höher.

Abbildung 5: Immer mehr chinesische Unternehmen wählen den heimischen Aktienmarkt für den Börsengang

Börsengänge sind für chinesische Private-Equity-Unternehmen inzwischen ein beliebter Weg, um aus dem Privatmarkt auszusteigen, insbesondere weil Pre-Profit-Unternehmen nun in China notieren dürfen.

Tatsächlich erfolgen 90 % der Private-Equity-Ausstiege über einen Börsengang. Das bedeutet, dass chinesische Unternehmen mittlerweile fast die Hälfte der Börsengänge weltweit stellen (nach Anzahl).

Bei diesen Börsengängen chinesischer Unternehmen ist die Mehrheit der Unternehmen in China notiert, und über 65 % dieser inländischen Börsengänge werden durch Private Equity finanziert. Chinesische Unternehmen sind solche, deren Hauptsitz oder Hauptgeschäft sich in China befindet.


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von den Autor*innen und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.