Perspektiven - Marktausblick

Monatlicher Marktausblick – Oktober 2019

Steht die globale Wirtschaft an einem Wendepunkt? Und wie sehen die Aussichten für die chinesische Währung aus?

17.10.2019

Keith Wade

Keith Wade

Chefvolkswirt

Azad Zangana

Azad Zangana

Volkswirt

Craig Botham

Craig Botham

Volkswirt für Schwellenländer

Hoffnung auf Erholung und von Schuldenabbau geprägte Zyklen

Die Hoffnungen auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China boten risikobehafteten Wertpapieren wir Aktien jüngst Unterstützung. Dennoch gibt es kaum Hinweise auf eine Erholung in den Umfragedaten. Die negativen Erwartungen der Anleger in den USA schienen hingegen unbegründet. Die Daten dort fielen überraschend positiv aus.

Der aktuelle US-Konjunkturzyklus ist zwar lang, aber auch schwach, da die Haushalte die vergangenen zehn Jahre zum Schuldenabbau genutzt haben. Ihre Bereitschaft, diesen Trend umzukehren, wird der Schlüssel für eine erfolgreiche Geldpolitik der US-Notenbank Fed sein. Andernfalls könnte sich ein Anstieg der Wirtschaftsaktivität so lange hinauszögern, bis nach den Präsidentschaftswahlen fiskalische Unterstützungsmaßnahmen ergriffen werden.

Die Rocky Horror Brexit Show

Im britischen Parlament wird die Stimmung angesichts der näher rückenden Brexit-Frist am 31. Oktober immer gereizter. Seit Boris Johnson Premierminister geworden ist, hat die Regierung sowohl ihre Mehrheit als auch jede einzelne Abstimmung verloren.

Sollte kein neues Abkommen zustande kommen, dürfte der Benn Act eine Verlängerung der Frist sicherstellen. Grundlage dafür ist jedoch, dass Boris Johnson nicht versucht, das Gesetz zu umgehen. Die Wettmärkte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit eines ungeregelten Brexit 2019 stark gesunken ist. Dies kommt auch dem britischen Pfund zugute.

In unserem Ausblick-Dokument (siehe unten) untersuchen wir die wahrscheinlichsten potenziellen Entwicklungen der nächsten Monate, einschließlich der möglichen Auswirkungen von Parlamentswahlen und der wirtschaftlichen Folgen der verschiedenen Brexit-Szenarien.

Sollte, würde oder könnte China aggressiv abwerten?

Während eine Abwertung des Renminbi als offensichtliche Reaktion auf die steigenden Zölle aus den USA betrachtet werden könnte, ginge dieser Schritt für China mit überhöhten Kosten einher. Gleichzeitig hat das Land keine Garantie, dass sich eine Abwertung als Allheilmittel erweist.

Auch wenn ihre Ressourcen begrenzt sind, dürfte die chinesische Zentralbank nicht dazu gezwungen sein, die Verteidigung ihrer Währung vollständig aufzugeben. Allerdings werden ihr die Hände durch die Verpflichtung zu einer selbst schwankenden Währungsanbindung auf andere Art gebunden sein.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie nachstehend als PDF-Datei. Bitte beachten Sie jedoch, dass er in englischer Sprache verfasst wurde und sich nur an professionelle Anleger und Finanzberater richtet.


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von dem Autor und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.