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60 Sekunden: Was bedeutet der Kurswechsel der Fed für die Märkte?

Zuletzt hat die Fed angekündigt, von Oktober an ihre 4,5 Billionen große Bilanzsumme schrittweise zu verkleinern. Das heißt, nach Jahren wird dem Markt nun wieder Liquidität entzogen.

16.10.2017

Zuletzt hat die Federal Reserve angekündigt, von Oktober an ihre 4,5 Billionen große Bilanzsumme schrittweise zu verkleinern. Das heißt, nach Jahren, in denen die Programme der Zentralbanken zu Überschussliquidität sowie steigenden Aktienpreisen und niedrigen Anleihen-Renditen geführt haben, wird nun dem Markt durch die Fed seit langem wieder Liquidität entzogen.

Doch wie wird sich das nun auf die Märkte auswirken?

Unserer Meinung nach ist zunächst mit keiner deutlichen, negativen Reaktion zu rechnen. Die Fed setzt als erste Zentralbank ein wichtiges Zeichen in Richtung einer schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik. Diese Maßnahme ist gut vorbereitet, wird langsam vonstatten gehen und ist durch solide Konjunktur unterstützt. Zudem erwarten wir, dass global gesehen, insbesondere durch die weiteren Impulse der Bank of Japan über die nächsten 12 bis 18 Monate die Liquidität im System weiter steigen sollte – lediglich die Wachstumsrate schwächt sich ab.

In Kombination mit dem synchronisierten, globalen Wirtschaftsaufschwung und der moderaten Inflation ist dieses Umfeld weiterhin positiv für Aktien und Unternehmensanleihen. Auf regionaler Ebene favorisieren wir die Schwellenländer, die von der soliden, globalen Handelsaktivität profitieren und auch Europa.

 

Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von Daniel Lösche, Investment-Stratege bei Schroder Investment Management GmbH, und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar.