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Warum Ihnen nachhaltige Investitionen bessere Erträge und bessere Ergebnisse bringen können


Es ist nicht nur möglich, ertragsorientiertes und nachhaltiges Anlegen zu kombinieren, sondern wir glauben, dass Sie Ihre Erträge durch nachhaltiges Investieren belastbarer, reibungsloser und zuverlässiger gestalten können.

Covid-19 hat für Anleger vieles verändert, doch dies gilt nicht für die Bedürfnisse ertragsorientierter Anleger. Sie wünschen sich nach wie vor hohe und stabile Erträge ohne Dividendenkürzungen oder anhaltend tiefe Renditen.

Wir sind der Meinung, dass Erträge im doppelten Sinne nachhaltig sein sollten: in Bezug auf den Zeithorizont (weil Erträge per definitionem keine Einmalereignisse sind) und in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren (ESG).

Es ist unbestreitbar, dass sich das Umfeld, in dem sich ertragsorientierte Anleger bewegen, verändert hat. Das gilt auch für die Werkzeuge, die sie verwenden. Um die voraussichtliche Stabilität künftiger Ertragsströme zu beurteilen, müssen wir mehr betrachten als nur die Finanzkennzahlen. Angesichts des erhöhten Risikos geschmälerter Erträge in allen Anlageklassen gibt es stichhaltige Hinweise darauf, dass ein nachhaltiger Ansatz zur Minderung dieses Risikos beitragen kann.

Die Diversifizierung des Ertragsstroms durch einen Multi-Asset-Ansatz kann die Ertragsvolatilität verringern. Damit sind aber nicht alle Probleme gelöst.

Viele ertragsorientierte Anleger sind über das Wertminderungsrisiko besorgt, wie die nachstehende Grafik zeigt. Die Anleiherenditen befinden sich auf historischen Tiefstständen, abgesehen davon, dass Aktienerträge zu den besten Zeiten diskretionär sind, vor allem wenn die Regierungen die Unternehmen zu Dividendenkürzungen zwingen.

 

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Wir müssen daher andere Maßnahmen setzen, um die Risiken für einen reibungslosen Ertragsstrom zu verringern. Die Berücksichtigung von ESG-Faktoren kann helfen, wie die jüngste Krise in der Tat bewiesen hat.

Bis Ende Mai hatten 12,5 % der Unternehmen weltweit ihre Dividenden gekürzt oder ausgesetzt, und wir gehen davon aus, dass dieser Trend andauern wird.

Unternehmen, die in Nachhaltigkeitsaspekten führend sind, nahmen jedoch im Vergleich zu den Unternehmen mit schwachen Nachhaltigkeitsergebnissen seltener Dividendenkürzungen vor. Das zeigt die unten stehende Grafik, in der wir die Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen, die ihre Dividenden strichen, mit den Nachhaltigkeitsbewertungen von Unternehmen vergleichen, die weiterhin Dividenden ausschütteten.

 

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Diese Divergenz unterstreicht die Wichtigkeit nachhaltiger Geschäftspraktiken. Nachhaltige Unternehmen tendieren zu einer konservativeren Dividendenpolitik. Sie setzen weniger Fremdmittel ein und streben ein stärkeres langfristiges Wachstum an, das allen Interessengruppen wie Umwelt, Regierungen, Kunden, Mitarbeitern und Gemeinden zugutekommt.

 

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Wir wissen nicht, wie lange die Auswirkungen von Covid-19 andauern werden, aber wir wissen, dass die Frage der Nachhaltigkeit nicht verschwinden wird.

Unserer Einschätzung nach dürften Unternehmen, die nicht nachhaltig arbeiten, per Definition keine beständigen und verlässlichen Erträge oder gute Ergebnisse für die Gesellschaft insgesamt erzielen.

Selbst aus Sicht der Anleger, die dem Thema ESG ambivalent gegenüberstehen, aber einen reibungslosen Ertragsstrom wünschen, halten wir die Argumente für eine Anlage in nachhaltige Portfolios für überzeugend.


Die hierin geäußerten Ansichten und Meinungen stammen von dem Autor und stellen nicht notwendigerweise die in anderen Mitteilungen, Strategien oder Fonds von Schroders oder anderen Marktteilnehmern ausgedrückten oder aufgeführten Ansichten dar. Diese können sich ändern.