Perspektiven - Marktausblick

Monatlicher Marktausblick: Mai 2019

Diesen Monat beschäftigen wir uns mit der Möglichkeit einer Dienstmädchenhausse, der Vorratsbildung in Großbritannien und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Türkei und Argentiniens.

10.06.2019

Keith Wade

Keith Wade

Chefvolkswirt

Azad Zangana

Azad Zangana

Volkswirt

Craig Botham

Craig Botham

Volkswirt für Schwellenländer

Steuern die Aktienmärkte auf einen Melt-up zu?

Aufgrund der zunehmenden Stärke der Aktienmärkte und der unveränderten Geldpolitik der US-Notenbank Fed gibt es Spekulationen über einen raschen Anstieg an den Märkten. Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung, geringe Inflation und eine lockerere Geldpolitik der Zentralbanken in Europa und Asien haben das Narrativ des Goldlöckchen-Szenarios untermauert.

Makroökonomische Herausforderungen, wie Überbestände, höhere Ölpreise und eine mögliche Verringerung der Gewinnmargen drohen, sich negativ auf die Aktienmärkte auszuwirken. Diese Risiken können eintreten. Erfahrungsgemäß aber kann ein sogenannter Melt-up genau deshalb stattfinden, weil er durch die Stimmung und nicht durch makroökonomische Umstände ausgelöst wird.

Großbritannien: auf schwachen Füßen stehendes Wachstum

Trotz der Sorgen um die Auswirkungen der Unsicherheit rund um den Brexit hat die britische Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres wohl deutlich zugelegt. Das verarbeitende Gewerbe Großbritanniens ist offensichtlich wieder im Aufwind, wenngleich die vordergründigen Daten nicht so ausfallen, wie sie erscheinen.

Eine enorme Vorratsbildung scheint vor der Brexit-Frist im März stattgefunden zu haben. Wenngleich dies die Produktion kurzfristig angekurbelt hat, wird sich das Wachstum in den nächsten Monaten höchstwahrscheinlich abschwächen, da Überbestände reduziert werden. Deshalb ist es möglicherweise noch zu früh, die voraussichtliche Zunahme des kurzfristigen Wachstums zu feiern.

Türkei und Argentinien unter Quarantäne

Die Türkei und Argentinien haben einige ernsthafte Probleme. Glücklicherweise sehen wir keine Ansteckungsgefahr für die anderen Schwellenländer.


Schroders hat in diesem Dokument eigene Ansichten und Meinungen zum Ausdruck gebracht. Diese können sich ändern.