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Infografik – Wie können wir die Nahrungsmittel- und Wasserkrise bewältigen?

Hier eine Momentaufnahme des Problems und Möglichkeiten, es anzugehen.

09.11.2022
Food and Water Hero

Authors

Valentina Romeo
Investment Writer
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Während die Energieunsicherheit für viele Länder nach wie vor ein großes Problem ist, stellt die Nahrungsmittel- und Wasserkrise eine nicht geringere Herausforderung dar. Was bedeutet diese Krise eigentlich?

Seit der Pandemie besteht zunehmendes Bewusstsein für die Begrenztheit der weltweiten Ressourcen und dafür, wie sie bewahrt werden können, wenn die Temperaturen steigen, die Bevölkerung wächst und die Nachhaltigkeit der Lebensmittel- und Wasserversorgungskette unter Druck gerät.

Der Konflikt in der Ukraine hat die Nahrungsmittelproduktion und -versorgung zusätzlich belastet und die Anfälligkeit vieler Ressourcensysteme deutlich gemacht.

Hinzu kommt, dass im Frühjahr und Sommer 2022 viele Länder Europas von einer extremen Dürre betroffen waren, was in diesem Teil der Welt nur sehr selten vorkommt. Heute leiden etwa 30 % der Europäer jedes Jahr unter der Wasserknappheit. Verantwortlich für diese Dürre war die unglückliche Verquickung mehrerer Faktoren – mangelnde Niederschläge, Umweltverschmutzung und Überverbrauch.

Der Vizepräsident der Weltbank läutete schon im Jahr 2009 die Alarmglocken, als er sagte, dass „die Kriege des 21. Jahrhunderts um Wasser gehen werden, wenn wir nicht die Art und Weise ändern, wie wir damit umgehen“.

Um das gesamte System für Nahrung und Wasser nachhaltig zu machen, müssten Schätzungen zufolge rund 30 Billionen Dollar ausgegeben werden.

Mark Lacey, Leiter von Global Resource Equities, meinte dazu: „Wenn wir uns nicht ändern, werden wir zunehmend unter den Folgen leiden. Bei einer Erderwärmung von zwei Grad würde beispielsweise der Maisertrag um mehr als 20 % sinken. Ebenso müssen wir, wenn wir uns nicht ändern, mehr Land für die Landwirtschaft nutzen, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Dies hätte weitere Abholzungen zur Folge, was wiederum zu Artensterben und einer Beschleunigung des Klimawandels und der Erderwärmung führen würde.

„Wir werden eine Wüstenausbreitung in Gebieten in ganz Afrika erleben. Das wiederum wird Ernährungssicherheitskrisen und Massenmigration auslösen. Es ist nicht schwierig, sich die weiteren Folgen auszumalen. Und letztlich könnte all dies zu einer weitreichenden Hyperinflation bei Nahrungsmitteln führen. Diese Aussicht, mit der wir seit Generationen nicht mehr konfrontiert waren, ist in der Tat alarmierend.

Doch trotz des düsteren Szenarios ist eine Veränderung möglich, und viele Unternehmen und Verbraucher selbst können praktische Lösungen für die Krise anbieten.

Felix Odey, Portfoliomanager, Global Resource Equities, schlug in die gleiche Bresche: „Wir sehen viele Technologien und Datenanwendungen, die massiv dazu beitragen, die landwirtschaftlichen Erträge zu steigern. Praktiken wie Genom-Editierung und genetische Veränderung sind zwar in gewissen Ländern umstritten. Doch wenn sie Kontinenten wie Lateinamerika ermöglichen, einige der weiter entwickelten Agrarmärkte zu überholen und tatsächlich weniger Pestizide und Düngemittel zu benötigen, werden diese neuen Techniken enorme positive Auswirkungen haben.

„Der Verbraucher steht dabei im Mittelpunkt. Wenn wir unsere Ernährungsgewohnheiten auch nur ein wenig ändern, können wir eine enorme Wirkung in Bezug auf die globalen Treibhausgasemissionen im gesamten Lebensmittel- und Wassersektor erzielen.“

In dieser Infografik erläutern wir die wichtigsten Probleme und Lösungen für die Nahrungsmittel- und Wasserkrise, und wie die Gesellschaft zusammenarbeiten kann, um sie zu lösen.

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