Die Chancen bei Private Assets

Die zunehmenden Möglichkeiten für Privatanleger, auf private Märkte zuzugreifen, wecken das Interesse der Investoren

Private Assets standen viele Jahre lang nur institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds und sehr vermögenden Anlegern offen. Das ändert sich jetzt, und die Befragten der Global Investor Study 2023 zeigen sich begeistert. Sie glauben, dass Private Assets zur Wertentwicklung beitragen, Risiken reduzieren und auch die Nachhaltigkeit verbessern können.

Anlegern wurde gesagt, dass Private Assets Anlagen sind, die normalerweise nicht an der Börse gehandelt werden. Beispiele sind Private Equity, Immobilien, Infrastruktur und erneuerbare Energien sowie Privatkredite (Direktkredite für Unternehmen ohne den Anleihenmarkt).

Trotz der Schwierigkeiten in manchen Ländern bei der Anlage in Private Assets zeigen eindeutige Investitionsvorlieben, dass Anleger auf diese Art von Anlagen geachtet haben. Besonders beliebt: 30 % der Befragten wollen in Private Equity investieren, was Wagniskapital und die Anlage in Wachstumsunternehmen umfasst. Anleger, die sich als Experten einschätzen, sind an Private Equity besonders interessiert (46 %).

An welchen Private Assets sind Anleger besonders interessiert?

Die Private Assets, in die Anleger am ehesten investieren würden

Anders als Aktien, die an einer Börse gehandelt werden, kann es lange dauern, bis Private Assets verkauft werden. Über die Wertentwicklung wird seltener Bericht erstattet. Dies sind einige der Gründe, warum die Aufsichtsbehörden in der Vergangenheit Privatanleger von diesen Investitionen fernhielten.

Aufsichtsrechtliche Veränderungen und neue, indirekte Zugangsmethoden zu Private Assets bedeuten jedoch, dass sie allen Arten von Anlegern zunehmend offen stehen. Die Umfrage zeigt, dass keine Gefahr einer Überinvestition besteht, nicht zuletzt, weil sich die Anleger ihrer Unerfahrenheit bewusst sind, wie 64 % der Befragten angaben.

Ansichten zu Transparenz, Unerfahrenheit und Illiquidität halten von einer Anlage ab

Vermeintliche Hürden bei der Anlage in Private Assets

Die Anleger scheinen die Anlagevorteile zu kennen, die mit Private Assets einhergehen können. Etwa 56 % gaben an, dass sie investieren würden, um die Wertentwicklung ihres Portfolios zu verbessern – einer der Gründe, warum Private Assets bei großen Investoren wie Versicherungsgesellschaften und Stiftungen so beliebt sind. Rund 40 % der Befragten sagten, dass sie aufgrund von Nachhaltigkeit oder Wirkung an einer Anlage interessiert seien. Das könnten Anleger sein, die direkt in Windturbinen oder andere Chancen durch den globalen Umstieg auf Nachhaltigkeit investieren wollen. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich Anleger bereits für Private Assets interessiert haben, bevor sie darin investieren konnten.

Anleger glauben, dass Private Assets zur Performance und Diversifikation beitragen und auch die Nachhaltigkeit verbessern können

Gründe, warum Anleger in Private Assets investieren würden

Es gibt hier jedoch auch einige Herausforderungen. Viele der Unternehmen, die Anlagen in Private Assets anbieten, sind nicht sehr bekannt – was wenig überraschend ist, da Private Assets Privatpersonen bisher nicht zur Verfügung standen. Die Anleger scheinen jedoch mit wichtigen Faktoren vertraut zu sein, die ihnen bei der Auswahl eines angemessenen Anbieters helfen können. Beispielsweise nannten 55 % der Befragten Gebühren.

Bei Private Assets sind Anlegern die Erfolgsbilanz, die Reputation und die Kosten am wichtigsten

Die wichtigsten Faktoren, die Anleger vor einer Anlage in Private Assets berücksichtigen würden

Wie hoch ist der Anteil der Anlagen, der in Private Assets investiert werden sollte? Das lässt sich unmöglich sagen. Dieser Anteil unterscheidet sich je nach Risikobereitschaft, Zeithorizont und den Möglichkeiten, die sich je nach den lokaler Regulatorik bieten. Dennoch macht der Anteil, den die Befragten in Betracht ziehen, von durchschnittlich 16,4 % einen angemessenen Eindruck. Eine Minderheit von 10 % der Befragten gab an, dass sie eine Allokation von mehr als 30 % in Betracht ziehen würden.

Jedoch verweisen die Antworten auch auf einige Missverständnisse. Etwa 28 % der Befragten planen, ihre Anlagen in Private Assets für höchstens ein Jahr zu halten. Die meisten Anlageexperten würden diesen Zeithorizont als zu kurz sehen, da Private Assets illiquide sind: Sie können nicht so schnell gekauft und verkauft werden wie Aktien (wobei es hier einige wichtige Ausnahmen gibt). Tatsächlich besagt die Investitionstheorie, dass ein Grund für höhere Renditen auf Private Assets ist, dass die Anleger für die Illiquidität mit einer „Illiquiditätsprämie“ entschädigt werden sollten. Wir verweisen jedoch darauf, dass Anleger aus den USA einen unverhältnismäßig hohen Anteil der Befragten mit einem kurzfristigen Zeithorizont stellen. In den USA gibt es Wege, Immobilien und einige andere Anlagen zu handeln, die Private Assets sehr ähnlich sind.

Hingegen gab etwa ein Viertel der Befragten an, Private Assets für mindestens fünf Jahre zu halten. Das ist ein Zeitraum, der für solche Anlagen in der Regel ideal ist, weil so die Illiquiditätsprämie voll ausgeschöpft werden kann. Selbst unter Anlegern, die sich selbst als Anfänger einschätzen, gaben 22 % an, dass sie Private Assets für mindestens fünf Jahre halten würden.

Der Anlagehorizont einiger Anleger ist bei Private Assets unrealistisch und zu kurz

Die Haltedauer, die Anleger bei Private Assets erwarten würden

Viele Anleger scheinen auch den Zugang zu Private Assets zu verstehen. In den meisten Ländern funktioniert das über einen Berater, der sicherstellt, dass eine solche Anlage geeignet ist. Dies steht im Gegensatz zu öffentlichen Anlagen wie Aktien, die ganz einfach online gehandelt werden, wobei nur geprüft wird, dass die nötigen Mittel vorhanden sind. Anleger, die sich als Experten einschätzen, ziehen eher einen Berater hinzu als Anleger, die sich als Anfänger sehen (46 % ggü. 41 %).

16,4 %
Der Anteil ihres Portfolios, den Anleger in Private Assets investieren würden
23,1 %
Der Anteil, den Experten* in Private Assets investieren würden
* Die Befragten beurteilten ihren Wissensstand selbst
46 %
glauben, dass sie Private Assets über einen Finanzberater kaufen können

Insgesamt sind diese Ergebnisse ermutigend. Natürlich müssen manche Anleger noch mehr über Private Assets lernen, wie sie selbst zugeben. Dies spricht jedoch für Selbstkenntnis und Vorsicht. Da Private Assets immer mehr Anlegern offenstehen, herrscht ein Bewusstsein vor für die Herausforderungen und Chancen, die mit dieser Art von Anlagen einhergehen.

„Die Zugangsmöglichkeiten zu Privatmärkten werden immer zahlreicher, und Privatanleger behalten dies im Auge. Sie ziehen alle Wege in Betracht, um ihre gewünschten Ergebnisse zu erreichen, und Private Assets sind ein wichtiger Katalysator für Renditen. Wir glauben, dass dies eine sehr positive Entwicklung ist, und das Argument für eine Allokation in Private Assets ist für viele Anleger sicherlich überzeugender denn je.“

Dr. Nils Rode

Chief Investment Officer, Schroders Capital

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