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Multi-Asset-Views Ausgabe 11/2022

Den Ausblick für Aktien haben wir auf neutral hochgestuft. Die Bewertung für Unternehmeanleihen wurde auf positiv angepasst. Staatsanleihen beurteilen wir weiterhin neutral, Rohstoffe weiterhin positiv.

05.12.2022
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Authors

Team Multi-Asset

🟢 Sehr positiv

🔵 Positiv

⚪ Neutral

🟠 Negativ

🔴 Sehr negativ

🔼 Herauf ggü. Vormonat

⏸ Keine Veränderungen

🔽 Herab ggü. Vormonat

Hauptanlageklassen

🔼 Aktien

Wir haben taktisch auf neutral heraufgestuft, da wir mit einem Zeitfenster rechnen, in dem eine größere Zinsstabilität den Druck von den Aktienbewertungen nimmt. Angesichts von Rezessionsrisiken und allzu optimistischen Gewinnerwartungen der Unternehmen sind wir jedoch vorsichtig, was den Ausblick für das Jahr 2023 betrifft.

⚪ Staatsanleihen

Keine Änderung an unserer insgesamt positiven Bewertung. Obwohl sich die Nachfrage verlangsamt, stützen angebotsseitige Faktoren Rohstoffe, insbesondere in den Sektoren Energie und Landwirtschaft.

🔵 Rohstoffe

Obwohl sich die Nachfrage verlangsamt, stützen angebotsseitige Faktoren Rohstoffe, insbesondere in den Sektoren Energie und Landwirtschaft.

🔵🔼 Unternehmensanleihen

Wir haben Unternehmensanleihen auf positiv heraufgestuft, da die Bewertungen sehr überzeugend sind und wir glauben, dass es eine starke Carry-Chance gibt, wodurch die Renditen steigen werden.

Equities

🔼 USA

Die Bewertungen auf dem US-Markt stellen weiterhin eine Herausforderung dar. Auf kurze Sicht glauben wir jedoch, dass der Markt die Zinsstabilität und den jüngsten Inflationsrückgang als Grund für eine weniger negative Haltung sehen wird. Wir erhöhen unsere Bewertung daher taktisch auf neutral.

🔼 GB

Ein neuer Premierminister und ein neuer Finanzminister haben das politische Extremrisiko im Land vorerst beseitigt, sodass wir in Bezug auf Großbritannien neutral eingestellt.

🔼 Europa

Wir haben unsere Einschätzung angepasst, da die Preisniveaus darauf hindeuten, dass viele schlechte Nachrichten eingepreist wurden, während die Schwäche des Euro günstig für Exporteure war.

🔼 Japan

Wir stufen unsere Einschätzung auf neutral hinauf, denn wir erkennen an, dass ein günstiger Yen und attraktive Bewertungen den Markt mittelfristig stützen könnten, insbesondere im Vergleich zu anderen in der Region.

🔼 Globale Schwellenländer1

Aktien aus Schwellenländern tun sich tendenziell schwer, wenn der US-Dollar stark ist. Da wir den Greenback jetzt neutral einschätzen – denn wir glauben, dass er kurz vor seinem Höhepunkt steht –, heben wir unsere Einschätzung für Schwellenländeraktien auf neutral an.

🔼 Asien ex-Japan, China

Auf dem 20. Nationalen Kongress der Kommunistischen Partei Chinas festigte Präsident Xi seine Position. Da die Bewertungen attraktiv erscheinen und erste Anzeichen einer Lockerung der Covid-Beschränkungen festgestellt werden können, heben wir unsere Einschätzung auf neutral an.

🔼 EM Asien ex China

Obwohl die südkoreanischen Exporte aufgrund der rückläufigen Nachfrage nach Halbleitern stark zurückgegangen sind, rechtfertigen bessere Bewertungen eine Heraufstufung auf neutral.

Staatsanleihen

⚪ USA

Basierend auf unseren Bewertungsmodellen sind die Bewertungen für zehnjährige US-Anleihen fair. Die Vergangenheit deutet darauf hin, dass die Kerninflation nicht schnell sinken wird und somit für den größten Teil des Jahres 2023 ein Ansatz erforderlich sein wird, der eine längerfristig hohe Inflation berücksichtigt.

🟠 GB

Wir glauben, dass die Bank of England bei Zinserhöhungen aggressiver vorgehen muss. Wir bleiben negativ eingestellt, während wir abwarten, wie die Zentralbank auf die hohe Inflation reagiert.

🟠 Deutschland

Wir bleiben bei unserer negativen Einschätzung. Die Europäische Zentralbank ist weiterhin akkommodierend, was angesichts des Inflationsdrucks zu einer Versteilerung der Renditekurve führen könnte. Die Zinsstrukturkurve ist die Differenz zwischen dem Zinssatz für eine längerfristige Anleihe und eine kurzfristigere Anleihe.

🟠 Japan

Die Renditen bleiben im Vergleich zu anderen Märkten unattraktiv. Die Abnahme des weltweiten Wachstumstempos ist nach wie vor ein Risiko.

⚪ Inflationsgebundene US-Anleihen

Break-Even-Anleihen (inflationsgebundene Anleihen) haben aufgrund steigender Rohstoffpreise zugelegt. Unsere Ansicht, dass die Break-evens hoch bleiben werden, lässt uns glauben, dass die Bewertungen fair sind, sodass wir an unserer neutralen Einstellung festhalten.

⚪ Schwellenländeranleihen in Lokalwährung

Wir bleiben neutral und bevorzugen Lateinamerika, das Anzeichen einer Inflationsspitze zeigt. Uns gefällt besonders das vordere Ende der Zinskurve in Brasilien, wo die Inflationserwartungen sinken und Spielraum für weiter sinkende Zinsen besteht.

IG-Anleihen

🔵 USA

Die Bewertungen bleiben attraktiv und die Unternehmen reduzieren ihre Investitionen und Aktienrückkäufe. Zusammen mit niedrigeren Gewinnen weist dies auf ein vorsichtiges Verhalten hin, das US-Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating (IG) zugutekommt.

🔵 Europa

Wir halten an unserer positiven Bewertung fest, wobei die Kreditrisikoaufschläge zum aktuellen Niveau besonders überzeugend erscheinen und auch die nachgebenden Gaspreise unterstützend wirken. Ein Kreditrisikoaufschlag ist der Renditeaufschlag gegenüber Staatsanleihen, den ein Unternehmen den Anlegern für seine Anleihen zahlen muss, und ein Maß dafür, wie riskant der Schuldner in den Augen des Markts ist.

🔵 Schwellenländeanleihen in US-Dollar

Wir halten an unserer positiven Einschätzung fest. Obwohl eine knappere globale Liquidität ein kurzfristiges Risiko für Schwellenländer darstellt, sind die aktuellen Bewertungen und Renditeniveaus attraktiv.

Hochzinsanleihen

🔽USA

Wir haben US-Hochzinsanleihen herabgestuft, da der aggressive Rückgang der Risikoaufschläge, bedingt durch große Zuflüsse in Verbindung mit einem knappen Angebot, dazu geführt hat, dass die Bewertungen weniger günstig geworden sind.

🔵🔼 Europa

Wir haben europäische Hochzinsanleihen hochgestuft, da die Refinanzierungsrisiken in Europa gering sind und wir eine Verringerung der Extremrisiken im Zusammenhang mit dem gespeicherten Gas in Europa festgestellt haben, das aufgrund des wärmeren Wetters über dem Niveau früherer Jahre liegt.

Rohstoffe

🔵 Energie

Wir bleiben weiter positiv eingestellt. Die Nachfrage bleibt robust und das Angebot macht einen zunehmend angespannten Eindruck, da die OPEC+ das Angebot in einem bereits engen Markt gedrosselt hat.

⚪ Gold

Wir bleiben neutral, da ein starker US-Dollar für Gold nicht förderlich ist. Obwohl Gold trotz des aktuellen Gegenwinds widerstandsfähig war, macht ein Mangel an Carry in einem Umfeld hoher Realzinsen das Edelmetall weniger attraktiv.

⚪ Industriemetalle

Dies ist der zyklischste Rohstoffsektor, in dem angebotsseitige Faktoren weniger Einfluss auf die Preise haben. Stattdessen ist das Nachfrageniveau wichtiger, und wir bleiben angesichts der Risiken für das Wirtschaftswachstum neutral.

🔵 Agrarrohstoffe

Sehr knappe Vorräte und niedrige Lagerbestände veranlassen uns zu einer weiterhin positiven Haltung, aber wir erkennen an, dass ein starker US-Dollar eine Belastung darstellen kann. Der Sektor kann eine weniger volatile Absicherung gegen geopolitische Risiken bieten.

Währungen

⚪ USD

Wir bleiben neutral und verweisen darauf, dass der US-Dollar bei einer negativen Stimmung eine wirksame Absicherung sein kann. Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) vom Oktober deutet jedoch darauf hin, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreichen könnte.

🟠 GBP

Wir rechnen nicht mit einer positiven Entwicklung für das Pfund Sterling. Die jüngste kurzfristige Rallye wird wahrscheinlich durch einen sich eintrübenden Wachstumsausblick gebremst

⚪ EUR

Da die Sorgen um die Energieversorgung in Europa nachlassen, erwarten wir, dass die Volatilität des Euro nachlässt und Fundamentaldaten und Zinsunterschiede den Wechselkurs antreiben werden. Aus diesem Grund bleiben wir neutral.

⚪ CNH

Wir bleiben neutral, da die Behörden gezeigt haben, dass sie sich gegen die Abwertung zur Wehr setzen werden.

🟠 JPY

Wir bleiben bei unserer negativen Einschätzung. In Japan werden zwar Milliarden ausgegeben, um die Währung zu verteidigen, der Wertverfall des Yen wird jedoch wahrscheinlich nicht aufhören, wenn andere Zentralbanken die Zinsen weiter erhöhen

🟠🔽 CHF

Das Inflationsgefälle gegenüber Europa spricht für einen schwächeren Schweizer Franken. Auch der Wunsch nach sicheren Häfen scheint angesichts der hohen europäischen Gasvorräte, des bisher milderen Wetters und einer Stabilisierung der geopolitischen Risiken abzunehmen.

Die globalen Schwellenländer umfassen Mittel- und Osteuropa, Lateinamerika und Asien.

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