Die Art und Weise wie wir investieren, kann dem Planeten helfen

Wir erklären, wie Investitionen einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben können.

30.05.2022
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Authors

Vicki Owen
Nachhaltigkeits- & Vermögensspezialistin

Man wird den Eindruck nicht los, dass der Planet in vielerlei Hinsicht durch die Aktivitäten von Unternehmen und Staaten geschädigt wird. Aber können unsere Investitionen auch etwas Positives bewirken? Können sie nicht nur Schäden vermeiden, sondern auch zur Lösung von Herausforderungen wie dem Klimawandel beitragen?

Im Folgenden äussern sich die Experten von Schroders, wie Investitionen zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt beitragen können.

Vermeidung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt

Traditionell werden Investitionen in zwei Grössen bewerten: Risiken und Renditen. Der Wandel bedeutet, dass wir eine dritte Grösse berücksichtigen müssen: Auswirkungen.

Kate Rogers, Leiterin Sustainability für das Vermögensgeschäft von Schroders, wozu auch Cazenove Capital gehört, sagt, dass sich die Auswirkungen von Unternehmen auf den Planeten „zunehmend in ihren Gewinnen widerspiegeln, sei es durch Besteuerung, wie die CO2-Steuer, durch Regulierung oder einfach durch die Verbraucherpräferenz“.

Aus diesem Grund, sagt sie, „könnte man langfristig erwarten, dass die risikobereinigte Rendite nachhaltigerer Portfolios mindestens gleich oder besser ist“.

Die traditionelle Analyse von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) ist jedoch nicht schwarz-weiss, und es müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden. Der Bergbau sei ein gutes Beispiel, sagt sie, da er „sehr umweltschädlich sein kann – aber Metalle sind für die Schaffung einer grüneren Zukunft unerlässlich“.

Kate kommt zu dem Schluss: „Anleger erkennen, dass Unternehmen den Planeten nicht ohne finanzielle Konsequenzen oder Reputationsrisiken ausbeuten können.

Wir müssen die Natur schätzen lernen und eine Standardmethode für Unternehmen vereinbaren. Daran messen wir dann die Auswirkungen auf die Biodiversität. Ausserdem müssen wir uns auf ein globales Ziel zum Schutz und zur Wiederherstellung der Natur und der Artenvielfalt verständigen.“

Investitionen, die der Umwelt zugutekommen oder aktiv zu Lösungen beitragen

Es ist klar, dass in den vergangenen Jahren ein Wandel stattgefunden hat: Die Anleger meiden nicht einfach mehr nur bestimmte Sektoren oder Produkte auf der Grundlage von Werten, sondern die Fondsmanager suchen nun aktiv nach Anlagen, die verantwortungsvoll und nachhaltig verwaltet werden.

Dies ist eine Abkehr vom „Negativ-Screening“ sogenannter „Sündenaktien“ wie Alkohol oder Tabak.

Die Zunahme thematischer Investitionen bedeutet auch eine Zunahme von Fonds, deren Ziel es ist, einen Beitrag zur Lösung spezifischer globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Wasserknappheit zu leisten.

Viele Investoren nutzen die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen als Rahmen. „Uns Investoren bieten die SDGs einen Rahmen, um Kapital einzusetzen und sicherzustellen, dass das von uns eingesetzte Kapital entsprechend ausgerichtet ist“, sagt Andrew Howard, globaler Leiter Sustainable Investment bei Schroders.

Für Impact-Investoren ist der soziale oder ökologische Beitrag, den die Beteiligungen leisten, ein grundlegendes Element des Investitionsansatzes.
„Der Beitrag von Impact Investments muss bewusst und wesentlich sein und gleichzeitig dem Investor eine finanzielle Rendite bieten“, erklärt Lyn Tomlinson, Leiterin Impact and Philanthropy bei Cazenove Capital.

Maria Teresa Zappia, Chief Impact and Blended Finance Officer sowie stellvertretende CEO von BlueOrchard, das zur Schroders-Gruppe gehört, sagt ergänzend: „Impact Investing ist eine wachsende Anlageklasse, die das Potenzial hat, die schwierigsten Umweltprobleme unserer Zeit zu lösen.“

Jonathan Fletcher, Emerging Market Fund Manager und Leiter EM Sustainability Research, ist beispielsweise der Auffassung, dass er als auf Schwellenländer spezialisierter Impact-Investor „viele Möglichkeiten sieht, in Unternehmen zu investieren, die positive Auswirkungen auf die Umwelt haben und die zudem ein starkes und beständiges prognostiziertes Nachfragewachstum aufweisen“.

Messung der Auswirkungen von Investitionen auf den Planeten

Um die Auswirkungen unserer Investitionen zu verstehen, können wir mit SustainEx, unserem preisgekrönten Instrument zur Impact-Messung, die Kosten beziffern, die den Unternehmen entstünden, wenn ihre negativen Auswirkungen einen Preis hätten, bzw. den Nutzen, wenn die Vorteile finanziell vergütet würden.

Andrew Howard führt an, dass dieses leistungsstarke Instrument „Fondsmanagern und Analysten einen Rahmen zur Messung und Steuerung der Auswirkungen ihrer Investitionen anbietet, und unseren Kunden hilft, so zu investieren, dass es ihren Prioritäten entspricht“.

Nach einer mit SustainEx durchgeführten Analyse des Sustainable Investment Teams von Schroders würden die 4,9 Bio. US-Dollar, die börsennotierte Unternehmen für ihre Aktionäre erwirtschaften, um 41 % auf 2,9 Bio. US-Dollar sinken, wenn sich alle ermittelten sozialen und ökologischen Auswirkungen finanziell niederschlagen würden. Ein Drittel der Unternehmen würde Verluste machen.

Zu den untersuchten Umweltexternalitäten börsennotierter Unternehmen gehören vermiedene Emissionen (Emissionsreduzierungen infolge der Verwendung eines Produkts) als Nutzen und Emissionen, Düngemittel- und Wasserverbrauch als Kosten. Insgesamt gab es über 40 Kennzahlen.

Für Anleger, die in Staatsanleihen investieren, sind die Umweltexternalitäten der Länder unter anderem saubere Energie als Nutzen und Kohlenstoffemissionen und der Verlust der biologischen Vielfalt als Kosten zu nennen.

Aktives Management fördert ökologischen Fortschritt

Schroders macht einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsführerschaft, indem es Ziele für das Engagement von Fondsmanagern und Analysten einführt. Dies gilt sowohl für den Aktien- als auch für den Anleihebereich und wird Teil der persönlichen Leistungsziele der Fondsmanager und Analysten sein.

„Engagement ist eines der wichtigsten Instrumente, mit denen wir die Unternehmen, in die wir investieren, beeinflussen können“, so Andrew Howard.

Kimberley Lewis, Leiterin Active Ownership, gibt zu verstehen, dass „wir als globaler aktiver Vermögensverwalter das Verhalten von Unternehmen durch konstruktives und verbindliches Engagement mit den Unternehmen und in die von uns investierten Anlagen beeinflussen können“.

„Indem wir die Managementteams dazu ermutigen, sich an Veränderungen anzupassen, können wir den langfristigen Wert dieser Anlagen stärken, die Ergebnisse für die Kunden verbessern und den positiven Wandel hin zu einer gerechteren und nachhaltigen Weltwirtschaft beschleunigen“, fügt sie hinzu. „Die Einführung unseres Engagement Blueprint legt dar, was Active Ownership bei Schroders bedeutet, wie wir mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenarbeiten und was unsere Kunden von uns erwarten können.“

Klimawandel, Naturkapital und biologische Vielfalt wurden als Kernthemen für ein aktives Engagement ermittelt.

Private Märkte und der Planet

Das Engagement von Schroders für einen positiven Einfluss auf die Umwelt geht über die traditionellen Anlageklassen hinaus.

Beispielsweise sind laut der Internationalen Energieagentur Immobilien für 40 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Im vergangenen Jahr veröffentlichte Schroder Real Estate seinen Weg, bis 2050 für alle selbstverwalteten Vermögenswerte – von Gewerbeimmobilien über Hotels bis hin zu Wohnimmobilien – die CO2-Neutralität zu erreichen.

Mark Callender, Leiter Real Estate Research, äussert sich so: „Einer der Vorteile von privaten Immobilien ist, dass die Anleger Kontrolle über ihre Vermögenswerte haben. Beispielsweise haben wir uns verpflichtet, in allen unseren Gebäuden erneuerbaren Strom zu nutzen.“

Charlotte Jacques, Leiterin Sustainability and Impact Investment, Schroder Real Estate, macht deutlich: „Unsere Aktivitäten erstrecken sich über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit der Investitionen durch ein aktives Management der Anlagen kontinuierlich zu verbessern, und wir arbeiten seit über fünf Jahren daran, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen unserer von den Vermietern kontrollierten Betriebe zu reduzieren.“

Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, lässt wissen, dass private Unternehmen zwar weit weniger Informationen veröffentlichen, dass aber die gründliche und langwierige Due-Diligence-Prüfung, die Private-Equity-Investoren durchführen können, einen wirklich tiefen Einblick in die Umweltpraktiken der Unternehmen ermöglicht. Er äusserst sich wie folgt dazu: „Private Equity kann aufgrund der grösseren Einflussnahme eine aktivere Rolle bei der Kontrolle von ESG-Risiken spielen.“

 

Was tut Schroders für den Planeten?

Das Unternehmen war 2020 einer der Gründungsunterzeichner der Net Zero Asset Managers Initiative. Als Gründungsunterzeichner strebt Schroders danach, bis 2050 oder früher für alle verwalteten Vermögenswerte Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Schroders hat sich verpflichtet, bis 2025 weltweit 100 % erneuerbare Energien zu nutzen.

Schroders ist sich der wachsenden Bedeutung von Netto-Null-CO2 für seine globalen Anlegerkunden bewusst. Dies wird durch Verbände wie die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Net-Zero Asset Owner Alliance verdeutlicht, die ein verwaltetes Vermögen von rund 10,4 Bio. US-Dollar repräsentiert.

Ausführliche Informationen zu den Klimaschutzverpflichtungen von Schroders finden Sie in dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Aktionsplan zur Klimawende von Schroders. Ausserdem stellte das Sustainable Investment Team einen Plan für das Engagement auf, der neue Standards für Active Ownership und Ziele für das Engagement von Aktien- und Anleihefondsmanagern und Analysten festlegt.

Schroders ist Mitglied im Global Impact Investing Network (GIIN). Dabei handelt es sich um eine führende gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Umfang und die Effektivität von Impact Investing zu steigern. Das Netzwerk hat weltweit 350 Mitglieder, darunter den Impact-Investment-Pionier BlueOrchard, der zur Schroders-Gruppe gehört und seit 2001 nachhaltige positive Auswirkungen für Gemeinschaften und die Umwelt weltweit erzielt und zugleich attraktive Renditen für Anleger erwirtschaftet.

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