IN FOCUS6-8 Min. Lesezeit

Q&A: Was Sie über den Tag der Erde 2023 wissen sollten

Vor über 50 Jahren wurde der Earth Day, der Tag der Erde, zum ersten Mal begangen. Wir beleuchten seine Geschichte und das diesjährige Motto „In unseren Planeten investieren“.

21.04.2023
Earth Day

Authors

Vicki Owen‎
Content writer, Schroders Group

Wenn am Samstag, dem 22. April 2023, weltweit der Tag der Erde begangen wird, geschieht dies bereits zum 53. Mal. Was ist die Geschichte dieses Gedenktags und welche Fortschritte wurden seit seiner Einführung im Jahr 1970 gemacht?

Was ist der Tag der Erde?

Der Tag der Erde ist ein jährlicher weltweiter Gedenktag, an dem Menschen und Organisationen ihr Engagement für den Umweltschutz demonstrieren und zeigen, wie wir alle etwas dazu beitragen können. Er findet jedes Jahr am 22. April statt und wird über Earthday.org koordiniert.

Manchmal wird die ganze Woche vor diesem Tag als Woche der Erde bezeichnet. Nach Angaben der Veranstalter wird er von rund einer Milliarde Menschen aus mehr als 190 Ländern anerkannt.

Was sind die Ursprünge dieses Tags?

Der Tag der Erde wurde nach einer Ölpest im Jahr 1969 in Santa Barbara, Kalifornien, ins Leben gerufen.

Im April 1970 demonstrierten 20 Millionen Amerikaner – 10 % der damaligen US-Bevölkerung – in verschiedenen Städten gegen die Luft- und Wasserverschmutzung.

Damals gab es in den USA noch nicht die staatlichen Mechanismen zum Schutz unseres Planeten, die heute gelten, wie z. B. Gesetze für saubere Luft und sauberes Wasser.

Senator Gaylord Nelson gilt als Gründer des Earth Day.

Inspiriert von der studentischen Antikriegsbewegung hatte er in den US-Medien die Idee eines „Teach-in“ auf dem College-Campus vorgestellt und sich die Unterstützung des Aktivisten Denis Hayes gesichert.

Daraufhin schlossen sich Gruppen, die zuvor unabhängig voneinander für Umweltthemen eingetreten waren, für die gemeinsame Sache zusammen.

Welche Auswirkungen hatte der erste Tag der Erde im Jahr 1970?

Die Proteste führten zur Gründung der US-Umweltschutzbehörde und zur Verabschiedung der ersten Umweltgesetze. In den meisten grossen Volkswirtschaften wurden ähnliche Organisationen und Einrichtungen ins Leben gerufen.

Laut Earthday.org haben diese Gesetze „Millionen von Männern, Frauen und Kindern vor Krankheit und Tod geschützt und Hunderte von Arten vor dem Aussterben bewahrt“.

Wie wurde der Tag der Erde zu einer internationalen Kampagne?

Im Jahr 1990 wurde Denis Hayes – der vom Musikmagazin Rolling Stone als „Mark Zuckerberg der Umweltbewegung“ betitelt wurde – von Umweltvorreitern angesprochen und gebeten, eine weitere Kampagne für den Planeten zu mobilisieren. So wurde der Tag der Erde im Jahr 1990 zu einem weltweiten Ereignis, und 1992 fand in Rio de Janeiro, Brasilien, die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung statt.

Als die Jahrtausendwende näher rückte, erklärte sich Hayes bereit, eine Kampagne zu leiten, die sich der digitalen Medien bediente, um auf die Gefahren der Erderwärmung aufmerksam zu machen.

Wie wird der Tag der Erde begangen?

Im Jahr 2010 startete das Earth Day Network die Initiative „A Billion Acts of Green“ – eine Milliarde grüner Taten. Dabei handelt es sich um viele kleine Massnahmen, mit denen Einzelpersonen, Unternehmen, Regierungen und Organisationen etwas bewirken können.

Das Ziel war, zu beweisen, dass „echte Veränderungen stattfinden, wenn Millionen von Menschen sich mit ihrem Handeln dafür einsetzen“.

Das Canopy Project pflanzt unterdessen Bäume, „um lokalen Gemeinschaften zu helfen, den Lebensraum für Arten zu vergrössern und den Klimawandel zu bekämpfen“.

Die im Rahmen dieser Aktion ergriffenen Massnahmen reichen von Gemeinschaftsaktionen wie Aufräumarbeiten oder „Citizen Science“ (dabei helfen Bürger mit, globale Wissensdatenbanken zu ergänzen) bis zu politischem Engagement. 

Was ist das Thema für 2023?

Das Thema des Tags der Erde 2023 lautet In unseren Planeten investieren und setzt somit die letztjährige Kampagne fort. Das Programm von Earthday.org deckt mit seinen Veranstaltungen zahlreiche Themen vom Klimawandel über die Resilienz von Lieferketten bis hin zur Wiederherstellung der Biodiversität ab.

Der diesjährige Tag der Erde findet statt, nachdem die COP15 – die alle zehn Jahre stattfindende UN-Konferenz zur Biodiversität – im vergangenen Jahr in Kanada abgehalten wurde. Dort wurde eine neue Vereinbarung zum Schutz von 30 % der Natur auf unserem Planeten bis 2030 getroffen.

Sie folgt ferner auf die „letzte Warnung“ der Wissenschaftler vor der Klimakrise, die gleichzeitig mit der Veröffentlichung des letzten Teils der ausführlichsten Bewertung des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen im vergangenen Monat ausgesprochen wurde.

Was hat dies mit Geldanlagen zu tun?

Wie wir investieren, kann auch eine positive Wirkung auf die Umwelt haben. Und die Auswirkungen von Unternehmen und Staaten auf den Planeten schlagen sich zunehmend in den Bilanzen nieder.

Kate Rogers, Leiterin Nachhaltigkeit für das Vermögensverwaltungsgeschäft von Schroders, zu dem auch Cazenove Capital gehört, argumentiert seit Langem, wie wichtig es ist, dass die Anleger nicht nur auf Gewinne blicken.

Sie stellt allerdings auch fest, dass sich die Dinge zum Glück ändern und die Erkenntnis, dass Unternehmen entweder ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung sein können, zunehmend in den Diskurs einfliesst. Sie äusserst sich wie folgt dazu: „Die Anleger erkennen, dass Unternehmen den Planeten nicht einfach ausbeuten können, ohne finanzielle Konsequenzen oder Reputationsrisiken in Kauf zu nehmen.“

Andrew Howard, Globaler Leiter Nachhaltige Investitionen, meinte: „Der Druck von Stakeholdern und staatliche Massnahmen zwingen die Unternehmen, Verantwortung für die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Handelns zu übernehmen. Kosten, die früher der Gesellschaft aufgebürdet wurden, schlagen sich nun in den Jahresabschlüssen der Unternehmen nieder.“

Deshalb sind neue Ansätze für die Investmentanalyse erforderlich. Nur so lassen sich die Auswirkungen dieser sich ändernden Belastungen identifizieren, messen und bewältigen.

SustainEx ist ein leistungsfähiges Tool, das von den Investmentexperten von Schroders genutzt wird. Es misst die Kosten, denen Unternehmen ausgesetzt wären, wenn alle ihre negativen externen Effekte bepreist würden, bzw. die Verbesserung des Ergebnisses, wenn positive Auswirkungen finanziell anerkannt würden. 

Howard betont: „Unternehmen agieren nicht in einem Vakuum – sie werden von der Gesellschaft beeinflusst und haben Auswirkungen auf die Gesellschaft.“

Wichtige Informationen: Bei dieser Mitteilung handelt es sich um Marketingmaterial. Die Einschätzungen und Meinungen in diesem Dokument geben die Auffassung des Autors bzw. der Autoren auf dieser Seite wieder und stimmen nicht zwangsläufig mit Ansichten überein, die in anderen Veröffentlichungen, Strategien oder Fonds von Schroders zum Ausdruck kommen. Dieses Material dient ausschliesslich zu Informationszwecken und ist in keiner Hinsicht als Werbematerial gedacht.

Das Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Es ist weder als Beratung in buchhalterischen, rechtlichen oder steuerlichen Fragen noch als Anlageempfehlung gedacht und sollte nicht für diese Zwecke genutzt werden.

Die Ansichten und Informationen in diesem Dokument sollten nicht als Grundlage für einzelne Anlage- und/oder strategische Entscheidungen dienen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Der Wert einer Anlage kann sowohl steigen als auch fallen und ist nicht garantiert. Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden. Dazu gehört unter anderem der mögliche Verlust des investierten Kapitals. Die hierin aufgeführten Informationen gelten als zuverlässig. Schroders garantiert jedoch nicht deren Vollständigkeit oder Richtigkeit. Einige der hierin enthaltenen Informationen stammen aus externen Quellen, die von uns als zuverlässig erachtet werden. Für Fehler oder Meinungen Dritter wird keine Verantwortung übernommen.

Darüber hinaus können sich diese Daten im Einklang mit den Marktbedingungen ändern. Dies schliesst jedoch keine Verpflichtung oder Haftung aus, die Schroders gegenüber seinen Kunden gemäss etwaig geltender aufsichtsrechtlicher Vorschriften wahrnimmt. Die aufgeführten Regionen/Sektoren dienen nur zur Veranschaulichung und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Die im vorliegenden Dokument geäusserten Meinungen enthalten einige Prognosen. Unseres Erachtens stützen sich unsere Erwartungen und Überzeugungen auf plausible Annahmen, die unserem derzeitigen Wissensstand entsprechen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass sich etwaige Prognosen oder Meinungen als richtig erweisen. Diese Einschätzungen oder Meinungen können sich ändern. Herausgeber dieses Dokuments: Schroder Investment Management Limited, 1 London Wall Place, London EC2Y 5AU, Grossbritannien. Registriert in England unter der Nr. 1893220. Zugelassen und beaufsichtigt durch die Financial Conduct Authority.

Authors

Vicki Owen‎
Content writer, Schroders Group

Themen

Aktien
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsberichte
Klimawandel
Biodiversity
Umwelt
Ihr Kontakt zu Schroders
Folgen Sie uns

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermassen für alle Geschlechter.

Die Webseite von Schroder Investment Management (Switzerland AG) (nachfolgend SIMSAG) ist ausschliesslich an qualifizierte Anleger mit Wohnsitz oder eingetragenem Firmensitz in der Schweiz gerichtet. Die Webseite enthält auch Informationen zu kollektiven Kapitalanlagen, welche nicht zum Vertrieb an nicht-qualifizierte Anleger zugelassen sind.

Dient nur zur Veranschaulichung und stellt keine Anlageempfehlung für die oben genannten Wertpapiere/Branchen/Länder dar.