Schroders Global Investor Study 2023: Investierende sind gezwungen, die Anlagestrategien wegen Inflation und geopolitischer Unsicherheiten zu überdenken

13.12.2023
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Weltweit werden Anlegerinnen und Anleger wegen der neuen wirtschaftlichen Ausgangslage, der anhaltenden hohen Inflation und geopolitischer Unsicherheit gezwungen, ihre Anlagestrategien neu zu bewerten. Das ist eines der Ergebnisse der Schroders Global Investor Studie 2023. Die Flaggschiff-Studie von Schroders, bei der mehr als 23.000 Personen befragt werden, die aus 33 Standorten weltweit investieren, hat ergeben, dass beinahe 80% der Anlegenden nun glauben, dass wir uns aufgrund höherer Inflation und Zinsen in einer neuen Ära der Politik und des Marktverhaltens befinden. In der Schweiz sehen das beinahe drei von vier Befragten so.

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Dieses Ergebnis steht im starken Kontrast zu den Studienbefunden des letzten Jahres, als einige Befragte die Marktherausforderungen als vorübergehend betrachteten und eine schnelle Rückkehr zum günstigeren, niedrigen Inflations- und Zinsumfeld prognostizierten. Als Folge des neuen Regimes an den Finanzmärkten haben bereits mehr als die Hälfte ihre Anlagestrategien angepasst und ein Drittel beabsichtigt dies zu tun. Die Studie zeigt weiter, dass Personen, die sich als «Experte» bezüglich Anlagewissen einstuften, am schnellsten auf die Veränderungen reagierten, wobei 77% ihre Anlagestrategie bereits angepasst haben, während mehr als ein Drittel (37%), die sich als «Anfänger» betrachten, dass noch nicht taten.

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Hohe Renditeerwartungen

Die überwiegende Mehrheit der Investierenden weltweit bleibt zuversichtlich. 92% erwarten, dass die Renditen zumindest so hoch wie letztes Jahr ausfallen werden. Insgesamt sind die Schweizerinnen und Schweizer etwas zurückhaltender, was die Renditeerwartungen anbelangt. Indes gehen erstaunlich hohe 22% davon aus, dass die Renditen dieses Jahr deutlich höher sein werden wie letztes Jahr. Auffallend ist, dass die Mehrheit der Anlegerinnen und Anleger in den kommenden fünf Jahren jährliche Renditen von 11,5% erwartet. Die südafrikanischen Anlegerinnen und Anleger sind am optimistischsten und prognostizieren eine Rendite von 16,8%. Dieser Wert liegt deutlich über der annualisierten Rendite von 9,46% des MSCI World Index globaler Aktien in der Periode von Anfang 1987 und September 2023. Auch bei den Renditeerwartungen sind die Schweizerinnen und Schweizer weniger euphorisch als andere Nationen und erwarten mit durchschnittlich 9,8% eine leicht höhere jährliche Rendite als der MSCI World in der Vergangenheit tatsächlich erzielt hat.

Adrian Nösberger, CEO Schroder & Co Bank AG fasst zusammen: «In einer Investitionslandschaft, die zunehmend von den '3Ds' der Deglobalisierung, Dekarbonisierung und Demografie geprägt ist, gewöhnen sich Anleger erst noch an die Tatsache, dass höhere Inflation und höhere Zinsen gekommen sind, um zu bleiben. Im Vergleich zu den vergangenen 15 Jahren müssen Investoren möglicherweise flexibler und aktiver in der Art und Weise sein, wie Sie Gelder anlegen. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass sich einige schneller als andere anpassen.“

Credit Suisse-Niedergang wird als nicht bedrohlich wahrgenommen

Die Studie untersuchte auch zwei spezifische Schweizer Fragen - erstens wie das internationale Geschäft der neuen Mega-Bank UBS wahrgenommen wird und zweitens wie sich die nicht unumstrittene Politik der Schweizer Regierung in Zukunft auf die Reputation des Finanzplatzes auswirken wird. 85% sehen das internationale Geschäft der UBS gestärkt, negative Folgen erwarten 10% und sehr negative Folgen sogar nur 3% der Befragten. Bei den 71+ Jährigen ist die Zuversicht am höchsten. 50% erwarten durch die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS sehr positive Effekte für die Wahrnehmung des internationalen Geschäfts der UBS. Und auch ein Reputationsschaden für den helvetischen Finanzplatz wird nicht erwartet. Mehr als die Hälfte (54%) ist sogar positiv bis sehr positiv gestimmt, was die Zukunft des Finanzplatzes anbelangt. Am pessimistischen ist die Alterskohorte der 38- bis 50-Jährigen. Jeder zehnte geht von einem sehr negativen Effekt für den Finanzplatz aus.

Private Assets und Nachhaltigkeit

Wenn die Resultate der Studie im Detail betrachtet werden, fällt auf, dass zwei Drittel der Anlegergemeinde immer noch nur begrenzte Kenntnisse über Private Assets haben. Das deutet darauf hin, dass mehr Bildung und Wissenstransfer erforderlich sind, um mehr Investoren für die Anlageklasse zu begeistern.

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Darüber hinaus betonten zwei Drittel der Schweizer Anlegerinnen und Anleger (66%), dass die illiquide Natur dieser Vermögenswerte und die erforderliche längere Halteperiode als Barriere für Investitionen wirken. In der Schweiz wird besonders die Intransparenz von Private Assets als Hemmnis angesehen (72%). Dennoch gaben die Anlegenden im Durchschnitt an, dass sie bereit wären, 16,4% ihrer Gelder in Private Assets zu investieren. Bei den «Experten» beträgt dieser Anteil 23,1%. Und beinahe ein Drittel (27%) ist daran interessiert, in Private Equity zu investieren, wenn es um Private Assets geht.

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Immobilien sind die zweitbeliebtesten Private Assets, während Infrastruktur und erneuerbare Energien an dritter Stelle rangieren. In der Schweiz sieht die Rangfolge etwas anders aus. Immobilien (31%) sind am beliebtesten, gefolgt von Private Equity (27%) und Infrastruktur und erneuerbare Energien (26%).

Insgesamt werden Private Assets als wichtiges Diversifizierungsinstrument und als Mittel zur Steigerung der Portfolioperformance von mehr als der Hälfte der Befragten (jeweils 51% und 56%) angesehen. Die Schweizerinnen und Schweizer schätzen das in etwa gleich ein (jeweils 53% und 52%).

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Andreas Markwalder, CEO, Schroder Investment Management (Switzerland) AG, erklärt: «Vor einigen Jahren wäre ein typischer Private Assets Investor das gewesen, was Vermögensverwalter als 'institutionelle Kunden' bezeichnen. Das sind grosse Anleger wie Pensionskassen und Stiftungsfonds. Wie die diesjährige Global Investor Study nun aber zeigt, wird sich das Bild in den kommenden Jahren wahrscheinlich stark verändern. Die Möglichkeiten, in Private Assets zu investieren, werden breiter und kleinere Anleger nehmen das zur Kenntnis. Wir sind überzeugt, dass dies eine sehr positive Entwicklung ist und wir glauben auch, dass die Argumentation für eine Allokation in Private Assets – wo angebracht - stärker denn je ist.» Und wie sieht es mit dem nachhaltigen Investieren aus. Hat sich der Blick der Investorinnen und Investoren gegenüber den vergangenen Jahren verändert? Nicht allzu sehr. Nur ein Drittel der Anlegenden (34%) denkt, dass nachhaltige Fonds höhere Renditen bieten werden als klassische Anlagelösungen. Die Schweizer sind auch in dieser Frage etwas zurückhaltender in der Einschätzung als die Befragten in anderen Ländern. Immerhin 30% hoffen auf höhere Renditen durch nachhaltige Fondslösungen. Ein Schlüsselelement des nachhaltigen Investierens ist die sogenannte Active Ownership - die direkte Auseinandersetzung mit Unternehmen, um Geschäftsergebnisse zu verbessern und letztendlich die Investitionsrenditen zu unterstützen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (83%) anerkennt und unterstützt das Konzept der Active Ownership, wobei diese Haltung unter erfahrenen Anlegern respektive Experten zunehmend an Stärke gewinnt. Bei den Schweizer Experten waren 57% dieser Ansicht. Unter den Anfängern ist der Begriff Active Ownership noch unbekannt. Keine Person aus der Schweiz glaubt, dass Active Ownership effektiv ist.

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Für weitere Informationen über die Global Investor Study und um den vollständigen Bericht und die Ergebnisse im Detail einzusehen, klicken Sie bitte hier.

Hinweis an die Redaktion: Vom 26. Mai bis 31. Juli 2023 beauftragte Schroders alan.agency und iResearch mit der Durchführung einer unabhängigen Online-Umfrage unter mehr als 23.000 Personen an 33 Standorten weltweit. Dies umfasste Länder in Europa, Asien und Amerika. Die Studie definiert Personen, die in den nächsten 12 Monaten mindestens 10.000 € (oder den Gegenwert) investieren werden und die in den letzten 10 Jahren Änderungen an ihren Investitionen vorgenommen haben. Aufgrund dieser Schwelle erkennt Schroders an, dass diese Gruppe und daher die Forschungsergebnisse nicht repräsentativ für die Erfahrungen aller Investierenden sind.

Hinweis: Die Zahlen in diesem Dokument können aufgrund von Rundungen und Mehrfachauswahlmöglichkeiten nicht 100 Prozent ergeben.

Die Expertinnen und Experten von Schroders geben gerne Auskunft, falls Sie die Studienergebnisse diskutieren möchten. Grafiken, die Sie zur Illustration verwenden wollen, bereiten wir für Sie auf.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte

Alice West, Senior Corporate Communications Manager Schroders

Tel: +41 (0)44 250 12 26 / alice.west@schroders.com

Peter Manhart, Managing Partner Communicators

Tel: +41 (0) 44 455 56 59 / peter.manhart@communicators.swiss

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Hinweis an die Redaktion:

Über Schroders

Schroders wurde 1804 gegründet und ist ein globaler Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von ca. 826 Milliarden Schweizer Franken (Stichtag 30. Juni 2023). Mit einer Marktkapitalisierung von rund 8 Mrd. Schweizer Franken und mehr als 6’100 Mitarbeitenden an 38 Standorten erzielt Schroders in einem immer schwieriger werdenden Marktumfeld solide Finanzergebnisse. Die Gründerfamilie ist nach wie vor einer der Hauptaktionäre und hält rund 44% der Schroders-Aktien.

Schroders profitiert von einem nach Geografie, Anlageklasse und Kundentyp diversifizierten Geschäftsmodell. Das Unternehmen bietet innovative Produkte und Lösungen in vier wachsenden Kerngeschäftsbereichen an: Asset Management, Solutions, Schroders Capital (Private Assets) und Wealth Management. Zu den Kunden zählen Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, Staatsfonds, vermögende Privatpersonen und Stiftungen. Schroders verwaltet auch Vermögen für Endkunden im Rahmen seiner Beziehungen zu Vertriebsgesellschaften, Finanzberatern und Online-Plattformen.

Schroders ist bestrebt, seinen Kunden durch aktives Management eine herausragende Anlageperformance zu bieten. Ausserdem wird Kapital in nachhaltige Unternehmen investiert, um den positiven Wandel in der Welt zu beschleunigen.

Die Geschäftsphilosophie von Schroders basiert auf der Überzeugung, dass wir, wenn wir für unsere Kunden etwas leisten, auch für unsere Aktionäre und andere Stakeholder etwas erreichen. Schroders ist seit mehr als einem halben Jahrhundert in der Schweiz präsent – mit drei unterschiedlich ausgerichteten Unternehmen erfüllt Schroders die vielfältigen Bedürfnisse der Kund:innen:

  • Schroder Investment Management (Switzerland) AG bietet institutionellen und intermediären Kunden eine breite Palette von in- und ausländischen Fonds an sowie massgeschneiderte Mandatslösungen.
  • Schroder & Co Bank AG offeriert massgeschneiderte Wealth-Management-Dienstleistungen für Privatanleger:innen, Family Offices, externe Vermögensverwalter und Wohltätigkeits-organisationen.
  • Schroders Capital Management (Switzerland) AG bietet Private-Equity-Anlagedienstleistungen weltweit für institutionelle Anleger:innen wie Pensionskassen und Versicherungen und ermöglicht den Zugang zu ausgewählten Private Equity-Bereichen über Primär- und Sekundärinvestitionen, sowie Direkt-/Co-Investments.

In der Schweiz beschäftigt Schroders mehr als 500 Mitarbeiter:innen. Die Höhe der lokal verwalteten Vermögen beträgt ca. 41 Milliarden Schweizer Franken.*

*Stand: 31. Dezember 2022 / Weitere Informationen zu Schroders finden Sie unter: www.schroders.ch

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